
Originaltitel: Joshikyôei hanrangun
Herstellungsland: Japan
Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Kôji Kawano
Darsteller: Sasa Handa, Yuria Hidaka, Ayumu Tokitô, Hiromitsu Kiba, etc.
Der Partykeller ruft und nach dem Einstiegsfilm "Bitch Slap" sind alle Beteiligten leicht desinteressiert. Was könnte man nun nur für einen Streifen in den Player legen, der seine Versprechen in Richtung Titten und Blut auch einhält und dabei so richtig schön trashig ist? Aber gleichzeitig auch irgendwie abgefahren-philosophisch. Hmmm.... Klarer Fall, es gibt nur ein Land, dass lesbische Sexszenen, Zombies mit Kettensägen und verrückte Sex-Fakire mit philosophisch angehauten Dia- und Monologen würzen kann und trotz "Shot on Video"-Ästhetik oftmals eine interessante Optik bietet:
JAPAN!
Die Story? Ach ja, richtig, DIE STORY! Aki ist neu auf der Schule und hat noch keine Freunde gefunden, ein Glück für sie, dass der arschige Trainer des Mädchenschwimmteams gerade ein Mitglied rausgedisst hat, also Bahn frei und ab ins Wasser! Aki freundet sich mit einem anderen Mädchen des Teams an und alles könnte so lebisch-wunderbar sein, wäre da nicht gerade diese komische Seuche und müssten nicht alle Schüler geimpft werden. Trotz Spritze verwandeln sich dann Lehrer und Schüler auch fluchs in Zombies, zombie-eske Irre und einfach total Bescheuerte, was dann schonmal das zärtlich-züngelnde Happening in der Schulkantine jäh unterbrechen kann.
Ein Glück, dass die Mitglieder des Schwimmteams anscheinend aufgrund des Chlors im Wasser alle noch sie selbst sind, denn nun muss der Kampf aufgenommen werden!
*PRUUUUUST* Ok, was sich hier teils episch anhört, ist sicherlich mit zehn "Schauspielern" und nochmal fünf Statisten in der alten Penne am Wochenende gedreht worden. Aber dennoch: Wow! Angeführt von Japan-"Erotikstar" Sasa Handa werden hier gerne Diskussionen in der Dusche, beim Ausziehen und generell beim Nacktsein geführt, die Zombiedarsteller benehmen sich wie besoffene Geistesgestörte und abgesehen von unseren "beiden" Hauptfiguren ist der Rest nur noch Kanonenfutter deluxe für billig-blute Effektsubbeleien.
Aber da der Streifen in Trashistanien (bzw. in Japan-Land in Italo-verse) spielt ist es dann und wann nachdem man einen Zombie erlegt hat auch eine gute Idee, sich einfach nochmal sauber zu duschen, bevor man zum Showdown ansetzt. Macht Sinn, durchaus und die Zuschauer beschweren sich auch nicht.



Dass der Jux dann auch noch mit einer Mischung aus "What the fuck?!?" und schön böser Abschlusspointe auf den letzten paar Metern versüßt wird, gibt dem derb-geilen Spaß noch eine hübsche Abschlussnote.
Man sollte schon etwas trash-gestählter sein vor dem Genuß des Films und Streifen wie etwa "Tokyo Gore Police" oder selbst "Samurai Princess" sind gegen "Inglorious Zombie Hunters" (dessen Alternativtitel: "Attack Girls' Swim Team Versus the Undead" viiiel passender und cooler gewesen wäre) Hochglanzwerke deluxe! Also Vorsicht!



Zwar nehmen sich die "Zombie Hunters" typisch asiatisch auch mal etwas mehr Zeit für dies und das, aber, um mal auf den eingangs erwähnten "Bitch Slap"-Vergleich wieder zurück zu kommen, sind so eigen und alles andere als prüde, dass "Inglorious Zombie Hunters" dann eben das ist, was der US-Kollege gerne sein würde: Ein Männerfilm! Zwar ein MännerTRASHfilm, aber immerhin. Hier wird weder bei der Lesbennummer noch bei kleineren Gewalt-Gemeinheiten große Zurückhaltung vorgelebt und ist durch diese Attitüde auch gleich viel sympathischer als die pseudo-geilen Keuschheitsweiber aus der Schlampenklatsche.
Ganz abgesehen davon, dass ich nach "Inglorious Zombie Hunters" wohl doch ein ziemlicher Sasa Handa-Fan werden könnte. Was ein Sahneteilchen!

Die Wertung ist dann mindestens

Obwohl ich dank Hauptdarstellerin und bösem Endgag persönlich dabei bin, dem Film dann doch knapp 7 Punkte in meinem Buch zu geben. Aber, wie gesagt, allgemeingültiger sind die 6,5 Punkte auf jeden Fall für Nicht-Trash-Fanatiker.
Die deutsche DVD von WVG ist um einige Minuten geschnitten, die auf 2.000 Stück limitierte Österreich-DVD von 8-Films enthält den Film ungeschnitten im netten Schuber für allerdings saftige, knappe 20 Euro.