Ich hau dann zumindest mal noch meinen Kommentar zum Crossover hier rein:
Dollman vs. Demonic Toys
Vielleicht gab es beim Anmieten der Lagerhalle für die Produktion von "Demonic Toys" einen Gratis-Drehtag als Sonderrabatt, anders lässt sich dieser unbeholfene Crossover-Nachklapp aus Charles Bands buntem Miniaturen-Wunderland nicht erklären. So zwergenhaft wie die Figuren ist auch die Laufzeit: Zieht man von der runden Stunde noch einmal fünf Minuten für den potthässlichen und ohne Vorspulen schwer zu ertragenden Vorspann ab, subtrahiert dann noch die unzähligen Rückblenden in Richtung der drei Vorgängerfilme und weint sich zum bitteren Ende dann noch durch den Abspann, bleibt im besten Fall eine Einzelfolge aus einer ziemlich schlechten 90er-Jahre-TV-Serie übrig.
Es ist ja aller Ehren wert, die inhaltlich voneinander weitgehend unabhängigen Full-Moon-Features "Dollman", "Demonic Toys" und "Cosmo" Avengers-like miteinander zu kombinieren, doch abgesehen davon, dass man den aufmüpfigen kleinen Space-Cop, das dämonische Kinderspielzeug und eine von Aliens in einer Radiostation geschrumpfte Dame zur gleichen Zeit an den gleichen Ort bringt, passiert mit der "Mythologie" der Einzelfilme, wenn man sie denn überhaupt so nennen will, nicht viel. Wie man so schön sagt, es existiert für jedes Töpfchen ein Deckelchen, und selbst der Dollman findet auf der riesenhaften Erde alles, was er braucht: Eine Frau seiner Statur und Gegner seiner Kragenweite. Wo das ganze Kleingewächs überhaupt herkommt, interessiert niemanden.
Eigene Leistungen, die nicht schon eine der Ressourcen für sich verbuchen kann, finden sich im Ensemblestück nicht viele; der rotweiß karierte Tischtuch-Bikini ist ein Hingucker, ein Zitat von "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C" ganz putzig und der offensichtliche Schnitt zwischen Spielzeugpuppe und Schauspieler im klobigen Riesenbaby-Kostüm recht amüsant; dazu fallen zwei Sets halbwegs positiv aus, die Arbeitsplatte einer Küche und das Zimmer eines Puppenhauses.
Trotzdem äußerst dünn, das alles. Hoffentlich hat dafür seinerzeit niemand extra Leihgebühr gelöhnt.
