Der Actionfilm heute und morgen
Der Actionfilm heute und morgen
Hallo
Mal eine kleine Grundsatzdiskussion zum Thema „Actionfilme“. Wie seht ihr die Zukunft des Actionfilms? Klassische Actionfilme laufen in letzter Zeit ja, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, selten noch erfolgreich im Kino (damit sind nicht nur die Stallone/Schwarzenegger-Streifen gemeint, auch Filme wie „Jack Reacher“) und wie man bei den Expendables-Filmen sieht, scheint inzwischen auch das Interesse an Ensemble-Filmen nachzulassen. Stattdessen scheinen momentan unter anderem vor allem Superhelden-Filme angesagt zu sein, wenn man mal schaut was hier alles in Produktion und Planung ist.
Nachwuchsschauspieler im Actionbereich gibt es kaum, da sich anscheinend niemand mehr nur auf ein Genre festlegen will.
In B-Action-Bereich siehts auch ziemlich schlecht aus. Vor 10 Jahren lagen die Budgets in der Regel noch zwischen 10-15 Millionen, inzwischen kann man froh sein, wenn ein Projekt auf 7 Millionen kommt, und das scheint schon sehr selten der Fall zu sein. Millennium Films, die damals noch relativ hoch budgetierte B-Action produzierten, machen ja kaum noch solche Filme und konzentrieren sich mehr auf Kinoproduktionen. Andere Firmen wie Voltage Pictures haben dann übernommen, aber die Budgets über die Jahre hinweg scheinbar deutlich gekürzt. Dadurch werden meistens auch die Drehzeiten immer kürzer und man sieht immer dieselben Locations (Rumänien etc.). Damit die Filme besser verkäuflich werden, versuchte man in letzter Zeit auch in einem Film mehrere B-Actionstars unterzubringen.
Das scheint sich alles auch auf die Qualität auszuwirken, Highlights werden immer seltener und nur einzelne Regisseure wie Roel Reiné scheinen bei kleinem Budget zumindest noch anständige Actionszenen oder eine brauchbare Optik hinzubekommen.
Werden klassische Actionproduktionen in nächster Zeit vielleicht fast völlig verschwinden oder zumindest nur noch DTV veröffentlicht werden?
Wie seht ihr die ganze Situation?
Gruss John
Mal eine kleine Grundsatzdiskussion zum Thema „Actionfilme“. Wie seht ihr die Zukunft des Actionfilms? Klassische Actionfilme laufen in letzter Zeit ja, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, selten noch erfolgreich im Kino (damit sind nicht nur die Stallone/Schwarzenegger-Streifen gemeint, auch Filme wie „Jack Reacher“) und wie man bei den Expendables-Filmen sieht, scheint inzwischen auch das Interesse an Ensemble-Filmen nachzulassen. Stattdessen scheinen momentan unter anderem vor allem Superhelden-Filme angesagt zu sein, wenn man mal schaut was hier alles in Produktion und Planung ist.
Nachwuchsschauspieler im Actionbereich gibt es kaum, da sich anscheinend niemand mehr nur auf ein Genre festlegen will.
In B-Action-Bereich siehts auch ziemlich schlecht aus. Vor 10 Jahren lagen die Budgets in der Regel noch zwischen 10-15 Millionen, inzwischen kann man froh sein, wenn ein Projekt auf 7 Millionen kommt, und das scheint schon sehr selten der Fall zu sein. Millennium Films, die damals noch relativ hoch budgetierte B-Action produzierten, machen ja kaum noch solche Filme und konzentrieren sich mehr auf Kinoproduktionen. Andere Firmen wie Voltage Pictures haben dann übernommen, aber die Budgets über die Jahre hinweg scheinbar deutlich gekürzt. Dadurch werden meistens auch die Drehzeiten immer kürzer und man sieht immer dieselben Locations (Rumänien etc.). Damit die Filme besser verkäuflich werden, versuchte man in letzter Zeit auch in einem Film mehrere B-Actionstars unterzubringen.
Das scheint sich alles auch auf die Qualität auszuwirken, Highlights werden immer seltener und nur einzelne Regisseure wie Roel Reiné scheinen bei kleinem Budget zumindest noch anständige Actionszenen oder eine brauchbare Optik hinzubekommen.
Werden klassische Actionproduktionen in nächster Zeit vielleicht fast völlig verschwinden oder zumindest nur noch DTV veröffentlicht werden?
Wie seht ihr die ganze Situation?
Gruss John
Man kann ja gegen Superhelden-Filme sagen, was man will - aber sie sind meistens gut produziert und wissen zumindest handwerklich zufrieden zu stellen. Kompetente Leute stehen dahinter - außerdem sprechen sie eine breite Zielgruppe an.
Leute wie Sly oder Arnie will kaum einer mehr im Kino sehen - daher floppen ihre Werke immerzu genau dort. Die "Expendables" waren am Anfang eine nette Idee, die noch Interesse erwecken konnte - obgleich die Filme an sich schon nicht wirklich die Kracher waren. Inzwischen hat sich das aber abgenutzt - und Teil drei ist dazu noch durchweg mäßig geraten und hat zudem unter dem ganzen Heckmeck drum herum gelitten.
Kino-Action funktioniert meist nur "groß" - siehe "Fast Five" oder "Transformers". B-Movie-Action im Kino allerdings nicht mehr - also lieber gleich DtV, wo solche Ware an sich ja auch besser hinpasst. Leute wie Adkins haben da ihren Platz gefunden - und so passt das schon. Statham krallt sich noch ein wenig am Kino fest - aber seien wir doch mal ehrlich...
Action-Thriller sind eine gute Lösung (im Sinne von: Kompromiss) - die finden nämlich noch breiteren Anklang. Reine Action-Flicks, die ja meist auch nicht gerade eine hohe Qualität in Sachen Darsteller, Drehbücher und/oder Regisseure vorweisen, sind nunmal B-Movie-Futter, die man sich daheim auf der Couch ansieht...
Vielleicht wäre es einfach mal gut, wenn die Macher mehr Wert auf Qualität als auf Quantität legen würden. Bestes Beispiel: Die "Expendables". Nicht schon wieder bloß flott drauf losdrehen, sondern mal einen vernünftigen Autoren verpflichten und ihm mehr als 45 Minuten Zeit zum Verfassen des Skripts lassen...
Leute wie Sly oder Arnie will kaum einer mehr im Kino sehen - daher floppen ihre Werke immerzu genau dort. Die "Expendables" waren am Anfang eine nette Idee, die noch Interesse erwecken konnte - obgleich die Filme an sich schon nicht wirklich die Kracher waren. Inzwischen hat sich das aber abgenutzt - und Teil drei ist dazu noch durchweg mäßig geraten und hat zudem unter dem ganzen Heckmeck drum herum gelitten.
Kino-Action funktioniert meist nur "groß" - siehe "Fast Five" oder "Transformers". B-Movie-Action im Kino allerdings nicht mehr - also lieber gleich DtV, wo solche Ware an sich ja auch besser hinpasst. Leute wie Adkins haben da ihren Platz gefunden - und so passt das schon. Statham krallt sich noch ein wenig am Kino fest - aber seien wir doch mal ehrlich...
Action-Thriller sind eine gute Lösung (im Sinne von: Kompromiss) - die finden nämlich noch breiteren Anklang. Reine Action-Flicks, die ja meist auch nicht gerade eine hohe Qualität in Sachen Darsteller, Drehbücher und/oder Regisseure vorweisen, sind nunmal B-Movie-Futter, die man sich daheim auf der Couch ansieht...
Vielleicht wäre es einfach mal gut, wenn die Macher mehr Wert auf Qualität als auf Quantität legen würden. Bestes Beispiel: Die "Expendables". Nicht schon wieder bloß flott drauf losdrehen, sondern mal einen vernünftigen Autoren verpflichten und ihm mehr als 45 Minuten Zeit zum Verfassen des Skripts lassen...
Ich finde, man sollte sich einfach mal wieder mehr trauen. Und damit meine ich vor allem die Verleiher. Wenn man einfach mal schaut, was an Rotze jede Woche so in die Kinos kommt (man nimmt ja immer nur die "Highlights" wahr, die aber freilich von bis zu 8 anderen Streifen flankiert wird, von denen man nie etwas hört!), während durchaus anständige Produktionen einfach mal so DTV geschickt werden, ist das halt einfach nur traurig. Man könnte doch auch den kleineren Produktionen mal eine Chance geben. Und wenn es im Kino nicht läuft, hat man trotzdem Werbung drumherum, da ja dennoch irgendwo über die Filme berichtet wird. Und in Zeiten von Festplatten als Datenträgern zieht auch das Argument, dass das Ziehen von Film-Kopien soviel kostet nicht mehr.
Und die Kinoketten sollten einfach mal mitziehen. Warum nicht einen Cheap-DTV Abend einführen. Die Vorstellung kostet 5 Euronen und ab gehts! So könnte man vielleicht auch mal wieder eine echte Actionkultur aufbauen, denn seien wir doch ehrlich: So unterhaltsam Iron Man und Co auch sein mögen, Action in seiner reinen Form sieht dann halt doch anders aus. Ist physischer, schwitziger, echter...
Ich denke, dass die Branche selber schon einiges tut, es aber einfach auf der Abnehmerseite überhaupt nicht mehr stimmt! Und dass die klassischen Videotheken mehr und mehr verschwinden, wird dem Actionfilm an sich auch überhaupt nicht gut tun. Oder will hier einer der Streamer behaupten, er streame tatsächlich die letzten Seagalflicks? Imo muss man die in der Hand halten, coole Coverbilder sehen, eine geile Photoshopretusche vom Dicken wahrnehmen und erst dann greift man zu...
Und nur so wird sich irgendwann mal wieder was bewegen. Denn das es aktuell so gar nicht funktioniert, zeigen ja die schrumpfenden Budgets...
In diesem Sinne:
freeman
Und die Kinoketten sollten einfach mal mitziehen. Warum nicht einen Cheap-DTV Abend einführen. Die Vorstellung kostet 5 Euronen und ab gehts! So könnte man vielleicht auch mal wieder eine echte Actionkultur aufbauen, denn seien wir doch ehrlich: So unterhaltsam Iron Man und Co auch sein mögen, Action in seiner reinen Form sieht dann halt doch anders aus. Ist physischer, schwitziger, echter...
Ich denke, dass die Branche selber schon einiges tut, es aber einfach auf der Abnehmerseite überhaupt nicht mehr stimmt! Und dass die klassischen Videotheken mehr und mehr verschwinden, wird dem Actionfilm an sich auch überhaupt nicht gut tun. Oder will hier einer der Streamer behaupten, er streame tatsächlich die letzten Seagalflicks? Imo muss man die in der Hand halten, coole Coverbilder sehen, eine geile Photoshopretusche vom Dicken wahrnehmen und erst dann greift man zu...
Und nur so wird sich irgendwann mal wieder was bewegen. Denn das es aktuell so gar nicht funktioniert, zeigen ja die schrumpfenden Budgets...
In diesem Sinne:
freeman

Gilt natürlich nicht nur für Action-Cheapies, sondern für alles, was ein bisschen schräg und anders ist. Leider übernehmen immer mehr große Ketten den Markt - gerade erst hat ein traditionsreiches Kino in unserem niederländischen Nachbarort nach - keine Ahnung - 100 Jahren oder so in Betrieb schließen müssen, weil so ein moderner Multiplexklotz eingezogen ist. Das ist einfach nur schade, denn echte Kinokultur wird längst nicht mehr im Kino gelebt, sondern in selbstorganisierten Veranstaltungen und allenfalls der Kinoperipherie, weil ein paar wackere Kinobetreiber auch Filmfans sind und versuchen, mal etwas jenseits des Massengeschmacks zu bieten.freeman hat geschrieben: Und die Kinoketten sollten einfach mal mitziehen. Warum nicht einen Cheap-DTV Abend einführen. Die Vorstellung kostet 5 Euronen und ab gehts!
Aber das schweift jetzt natürlich wieder sehr ab. So gesehen kann man aber auch sagen: Der Untergang des Actionkinos ist kein Einzelfall, sondern eher ein Fallbeispiel für das Wegbröckeln des Nischenkinos. Blockbuster müssen heute alles beinhalten: Action, Drama, Humor, Spannung, Effekte, Stars... und am Ende ist die Pizza viel zu reich belegt, obwohl man einfach noch mal Lust auf ne klassische Margharita gehabt hätte.
- Elkjaer-Larsen
- Kinderkommando
- Beiträge: 887
- Registriert: 10.07.2007, 03:12
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Einer der besten B-Action Streifen der letzten Jahre, klar.
Manche Leute verwechseln zudem anscheinend "kritisch" mit "polemisch".
@Vince: Absolut, wir hatten vor Jahren auch noch ein kleines Kino mit gerade mal 2 Sälen, aber da gabs bei jeder Star Trek Premiere so ein richtiges Aufgebot mit Verkleidung, Aktionständen und Gewinnspielen. Nebenan war direkt der Comicladen angeschlossen. Da startete die Premiere immer von Di auf Mi um 00:00 Uhr und ich war bei solchen Trek Events schon dabei, als ich zu Hause noch um Erlaubnis fragen musste.
Heute gibts nur noch das Cinestar mit gar nix mehr außer einer Trek 3D only Vorführung. :(

@Vince: Absolut, wir hatten vor Jahren auch noch ein kleines Kino mit gerade mal 2 Sälen, aber da gabs bei jeder Star Trek Premiere so ein richtiges Aufgebot mit Verkleidung, Aktionständen und Gewinnspielen. Nebenan war direkt der Comicladen angeschlossen. Da startete die Premiere immer von Di auf Mi um 00:00 Uhr und ich war bei solchen Trek Events schon dabei, als ich zu Hause noch um Erlaubnis fragen musste.

Da bin ich mal voll und ganz bei dir. Du nimmst mir die Worte, die mir so nie eingefallen wären ( ;) ), aus dem Mund.Vince hat geschrieben:Gilt natürlich nicht nur für Action-Cheapies, sondern für alles, was ein bisschen schräg und anders ist. Leider übernehmen immer mehr große Ketten den Markt - gerade erst hat ein traditionsreiches Kino in unserem niederländischen Nachbarort nach - keine Ahnung - 100 Jahren oder so in Betrieb schließen müssen, weil so ein moderner Multiplexklotz eingezogen ist. Das ist einfach nur schade, denn echte Kinokultur wird längst nicht mehr im Kino gelebt, sondern in selbstorganisierten Veranstaltungen und allenfalls der Kinoperipherie, weil ein paar wackere Kinobetreiber auch Filmfans sind und versuchen, mal etwas jenseits des Massengeschmacks zu bieten.freeman hat geschrieben: Und die Kinoketten sollten einfach mal mitziehen. Warum nicht einen Cheap-DTV Abend einführen. Die Vorstellung kostet 5 Euronen und ab gehts!
Aber das schweift jetzt natürlich wieder sehr ab. So gesehen kann man aber auch sagen: Der Untergang des Actionkinos ist kein Einzelfall, sondern eher ein Fallbeispiel für das Wegbröckeln des Nischenkinos. Blockbuster müssen heute alles beinhalten: Action, Drama, Humor, Spannung, Effekte, Stars... und am Ende ist die Pizza viel zu reich belegt, obwohl man einfach noch mal Lust auf ne klassische Margharita gehabt hätte.
Gerade die Multiplexklötze haben ja schon nur die angedachten Blockbuster im Programm. Meine Freundin musste schon ne Weile suchen, bis sie ein Kino gefunden hat in dem der hier lief. Das Kino fanden wir dann so nett, dass wir am nächsten Tag gleich noch die Entbehrlichen dort angeschaut haben.
Und 3D versuch ich eh zu vermeiden so weit es geht.
Zur Action-Film-Kritik in TV-Zeitschriften sag ich mal gar nichts... Wenn ich mir anschaue was da gelegentlich kritisiert wird... Das schlimme ist, dass ich schon genug kenne, die darauf wirklich was geben. Und dann ist man entäuscht, weil der Film mit guter Bewertung nicht so doll war...

Jason Stathams bruudale Mördertitten figgen gelini71´ Papagei, der sich ne Lederkluft umgeschwungen hat weil er auf anale Liebe steht. Die Backstreet Boys sind auch dabei und machen bruutalen Analsex mit ihren erregierten Analwürmern.
Wobei TV-Spielfilm dahingehend aktuell eh grad Amok läuft! Tagestipps sind fast nur deutsche Produktionen, die dann auch noch die üblichen 3 Schauspieler (am liebsten freilich die Ferres) im Gepäck haben. Ich frag mich dann immer, wer sich sowas wirklich anschaut. Da würde sogar mir das Fernsehen vergehen... Hab dahingehend sogar schonmal nen bissigen Leserbrief geschrieben. Kam aber leider nie ne Antwort... 
In diesem Sinne:
freeman

In diesem Sinne:
freeman

Ich reih mich mir mal bei freeman, Vince und Mr_Pink ein.
Zudem stellt sich auch hier die berühmte Frage nach dem Ei und dem Huhn. Seit Jahren ist das Kinoprogramm auf die hier schon angesprochenen Blockbuster ausgelegt. Wenn ich daran denke wie oft ich belämmert in das Kinoprogramm gesehen habe und einfach nichts wirklich ansprechendes gefunden habe. Nicht umsonst habe ich alleine 3 Teile von Final Destination (2, 4 + 5) im Kino gesehen. Das sind eigentlich ganz klar Filme für das Heimkino und wurden eigentlich nur aufgrund fehlender Alternativen für den Kinobesuch ausgewählt. Ich habe also nur wenig Chancen gehabt mal einen schönen Actionstreifen o.ä. zu sehen. Damit stirbt die Kultur und damit der Drang in das Kino zu gehen. Und wenn dann mal ein Actionfilm in das Kino verirrt braucht man sich nicht zu wundern, dass der Andrang nicht groß ist. Man gewöhnt sich halt daran, die Filme zuhause zu sehen. Dazu kommt, dass die Heimtechnik massiv aufgeholt hat.
Ein weiterer Punkt sind auch ganz klar die Preise. Einen 10er für die Karte kann man schnell mal loswerden. Dazu vielleicht noch Parkgebühren und für ein bissl Popcorn und ein Minibier noch mal 7 €. Das erhöht die Hemmschwelle noch mal ordentlich. Da wäre ein Cheap-DTV Abend wirklich eine gute Alternative oder besser noch ein extra Saal, wo die ganze Zeit solche Streifen laufen. Der müsste ja auch nicht so groß sein wie für die Blockbuster. Am schönsten wäre natürlich ein auf solche Filme spezialisiertes Kino, und damit meine ich nicht die doch noch öfter vertretenen Arthaus-Kinos. Ich möchte das mal mit dem Musikbereich vergleichen. Ich gehe seit Jahren sehr gerne zu Underground-Konzerten. Da kostet der Eintritt 5-10 €, manchmal bei bekannteren Acts vielleicht auch mal 15€. Da ist man dann teilweise in den geilsten Locations mit vielleicht 70-100 Leuten. Wenn man regelmäßig geht kennt man dann auch fast alle, da man doch immer wieder die selben Gesichter sieht. Die Preise für die Getränke sind meistens auch angenehm und auch Flaschenbier ist doch auch kein Problem. Das macht richtig Laune und ich bekomme eine Menge Unterhaltung für eine handvoll Taler. Da kommen Konzerte von irgendwelchen Top-Acts in riesigen Hallen oft nur selten ran. Egal wie geil der Act auch ist. Da liegt schon alleine daran, dass aufgrund der vielen Zuschauer die Sicht meistens schlecht ist und bei so vielen Leuten auch immer eine gewisse Rücksichtslosigkeit vorherrscht. Da fehlt einfach das familiäre. Ich gehe auch immer mal gerne zum Eishockey bei uns in Leipzig (oder jetzt eben Taucha) und war auch mal bei den Eisbären in Berlin. Ich weiß noch mein erstes Spiel als Besucher bei Icefighters Leipzig. Derby gegen die Saale Bulls aus Halle. Absolute Gänsehautatmosphäre. Und dann in Berlin bei den Eisbären. Wir hatten VIP-Tickets mit Essen + Trinken usw.. War auch alles toll. In der Arena kam ich mir dann aber vor wie beim Kaffeekranz mit meinen Großeltern. Auch hier ist der Grund ganz einfach. Die Eishalle der Leipziger ist bedeutend kleiner und vor allem schön eckig (Schall!). Wenn da 1.500 Leute singen und dazu Trommeln knallen dann bebt die Halle. Wenn 15.000 in der O2-World mit einer Klatsche klatschen dann ... pfff.
So zieht sich das überall durch. Sind wir doch mal ehrlich. Actioner bzw. B-Streifen sind bis auf Ausnahmen nun mal eher für ein kleineres Publikum gemacht und sollten daher auch bei einer Vorführung entsprechend dimensioniert sein. Dann macht das auch Spaß und ein Kinobesuch würde auch öfter in Erwägung gezogen werden. Da es die kleinen Kinos aber nur selten gibt, befinden wir uns im bekannten Teufelskreis.
Ob es wirklich weniger taugliche Actionfilme bezweifle ich und vermute, dass das an der subjektiven Wahrnehmung liegt. Ich glaube die Streifen von früher wurden einfach intensiver wahrgenommen. Ich finde immer noch genügend Streifen die qualitativ tauglich für eine Leinwand wären. Gerade auf Asien kommen doch auch in letzter Zeit wieder viele gute Filme (und damit meine ich nicht nur The Raid). Ich mache mir daher nicht wirklich Sorgen um die Zukunft des Actionfilms. Eher um den klassischen Actionstars, die scheinbar tatsächlich nur noch selten vertreten sind.
Zudem stellt sich auch hier die berühmte Frage nach dem Ei und dem Huhn. Seit Jahren ist das Kinoprogramm auf die hier schon angesprochenen Blockbuster ausgelegt. Wenn ich daran denke wie oft ich belämmert in das Kinoprogramm gesehen habe und einfach nichts wirklich ansprechendes gefunden habe. Nicht umsonst habe ich alleine 3 Teile von Final Destination (2, 4 + 5) im Kino gesehen. Das sind eigentlich ganz klar Filme für das Heimkino und wurden eigentlich nur aufgrund fehlender Alternativen für den Kinobesuch ausgewählt. Ich habe also nur wenig Chancen gehabt mal einen schönen Actionstreifen o.ä. zu sehen. Damit stirbt die Kultur und damit der Drang in das Kino zu gehen. Und wenn dann mal ein Actionfilm in das Kino verirrt braucht man sich nicht zu wundern, dass der Andrang nicht groß ist. Man gewöhnt sich halt daran, die Filme zuhause zu sehen. Dazu kommt, dass die Heimtechnik massiv aufgeholt hat.
Ein weiterer Punkt sind auch ganz klar die Preise. Einen 10er für die Karte kann man schnell mal loswerden. Dazu vielleicht noch Parkgebühren und für ein bissl Popcorn und ein Minibier noch mal 7 €. Das erhöht die Hemmschwelle noch mal ordentlich. Da wäre ein Cheap-DTV Abend wirklich eine gute Alternative oder besser noch ein extra Saal, wo die ganze Zeit solche Streifen laufen. Der müsste ja auch nicht so groß sein wie für die Blockbuster. Am schönsten wäre natürlich ein auf solche Filme spezialisiertes Kino, und damit meine ich nicht die doch noch öfter vertretenen Arthaus-Kinos. Ich möchte das mal mit dem Musikbereich vergleichen. Ich gehe seit Jahren sehr gerne zu Underground-Konzerten. Da kostet der Eintritt 5-10 €, manchmal bei bekannteren Acts vielleicht auch mal 15€. Da ist man dann teilweise in den geilsten Locations mit vielleicht 70-100 Leuten. Wenn man regelmäßig geht kennt man dann auch fast alle, da man doch immer wieder die selben Gesichter sieht. Die Preise für die Getränke sind meistens auch angenehm und auch Flaschenbier ist doch auch kein Problem. Das macht richtig Laune und ich bekomme eine Menge Unterhaltung für eine handvoll Taler. Da kommen Konzerte von irgendwelchen Top-Acts in riesigen Hallen oft nur selten ran. Egal wie geil der Act auch ist. Da liegt schon alleine daran, dass aufgrund der vielen Zuschauer die Sicht meistens schlecht ist und bei so vielen Leuten auch immer eine gewisse Rücksichtslosigkeit vorherrscht. Da fehlt einfach das familiäre. Ich gehe auch immer mal gerne zum Eishockey bei uns in Leipzig (oder jetzt eben Taucha) und war auch mal bei den Eisbären in Berlin. Ich weiß noch mein erstes Spiel als Besucher bei Icefighters Leipzig. Derby gegen die Saale Bulls aus Halle. Absolute Gänsehautatmosphäre. Und dann in Berlin bei den Eisbären. Wir hatten VIP-Tickets mit Essen + Trinken usw.. War auch alles toll. In der Arena kam ich mir dann aber vor wie beim Kaffeekranz mit meinen Großeltern. Auch hier ist der Grund ganz einfach. Die Eishalle der Leipziger ist bedeutend kleiner und vor allem schön eckig (Schall!). Wenn da 1.500 Leute singen und dazu Trommeln knallen dann bebt die Halle. Wenn 15.000 in der O2-World mit einer Klatsche klatschen dann ... pfff.
So zieht sich das überall durch. Sind wir doch mal ehrlich. Actioner bzw. B-Streifen sind bis auf Ausnahmen nun mal eher für ein kleineres Publikum gemacht und sollten daher auch bei einer Vorführung entsprechend dimensioniert sein. Dann macht das auch Spaß und ein Kinobesuch würde auch öfter in Erwägung gezogen werden. Da es die kleinen Kinos aber nur selten gibt, befinden wir uns im bekannten Teufelskreis.
Ob es wirklich weniger taugliche Actionfilme bezweifle ich und vermute, dass das an der subjektiven Wahrnehmung liegt. Ich glaube die Streifen von früher wurden einfach intensiver wahrgenommen. Ich finde immer noch genügend Streifen die qualitativ tauglich für eine Leinwand wären. Gerade auf Asien kommen doch auch in letzter Zeit wieder viele gute Filme (und damit meine ich nicht nur The Raid). Ich mache mir daher nicht wirklich Sorgen um die Zukunft des Actionfilms. Eher um den klassischen Actionstars, die scheinbar tatsächlich nur noch selten vertreten sind.
Lasst uns zusammenlegen oder Kickstarten. Dann machen wir ein eigenes Kino auf, dass nur Action zeigt! Auch DTV Produktionen und Asia-Kracher. Nur Genrekino... Dann finden die nächsten EX-Prmieren auch bei uns statt. Preise maximal 6 Euronen, Standard 5. Popcorn und Bier gibts in Riesenbehältern als kleinste Größe für ebenfalls maximal 5 Euronen. Davon werden aber zwei satt. Und am Platz liegt nen abgewichst aussehendes Programm, dass den kommenden Film kurz anteasert. Technik vom Feinsten. Wechsel zwischen Digital und normalen Kinorollen möglich. KEIN 3D!
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman

Gibts doch schon, nennt sich Wedelkabine im Sexshop.
Aber Potential hätte die Idee auf jeden Fall. Da bräuchte man auch nicht einmal ein Hightech Palast, so etwas wie ich seinerzeit in Dinkelsbühl erleben durfte, sollte ausreichend sein. Da gab es einen großen Saal, sah aus wie eine Aula, mit großer Leinwand und Stuhlreihen. Auf der Bühne stand das PA System und hinten in der Ecke eine Popkorn- und Zuckerwattenmaschine wie man sie von der Kerwe kennt.
In der rechten Ecke ein paar Tische mit Stühlen wo man während dem Film wie in der Kneipe sitzen und sein Bier trinken konnte. Gesehen habe ich damals "Déjà Vu". Könnte man noch eine Moppenwand mit vielen Screens aus Filmen gestalten und fertig.


Die DTV-Filme leiden sehr unter der Raubkopiererei, deshalb haben die heute kaum noch Budget. Dadurch werden sie auch schlechter und werden dann als Folge noch weniger gekauft. Ein Teufelskreis! :) Daneben sind sie halt auch einfach nur dahingerotzt und biedern sich oft an die "großen" Filme an - DTV-Regisseure hoffen halt auch oft auch mal "entdeckt" zu werden - anstatt einfach mal einen klassischen 80er Action-Film zu machen.
Im Kino sehe ich erstens das Problem, dass es keine passenden Schauspieler für diese Art Genre gibt. Wer soll das denn machen? Sly, Arnold, Van Damme, Seagal - die hatten alle ihre gewissen Qualitäten und Zielgruppe.
Daneben kommt natürlich auch der Zeitgeist. Als die 80er-Kracher rauskamen waren viele Städte in den USA Brutstätten des Verbrechens. Heute ist davon nicht mehr viel. :twisted:
Im Kino sehe ich erstens das Problem, dass es keine passenden Schauspieler für diese Art Genre gibt. Wer soll das denn machen? Sly, Arnold, Van Damme, Seagal - die hatten alle ihre gewissen Qualitäten und Zielgruppe.
Daneben kommt natürlich auch der Zeitgeist. Als die 80er-Kracher rauskamen waren viele Städte in den USA Brutstätten des Verbrechens. Heute ist davon nicht mehr viel. :twisted:
Es sind gut (fett) produzierte Filme mit vorzeigbaren Schauspielern und (mehr oder minder) interessanten Figuren. Würde Florentine mit Scott Adkins als Wolverine im Ostblock für das Budget eines besseren Einfamilienhauses eine von irgendeinem Heiopei verfasste Story realisieren, würde der Film auch floppen - und das völlig unabhängig dessen, dass einige B-Movie-Fans das "voll toll" finden...MarS hat geschrieben:Aber die vielen Superhelden verhauen doch auch die Bäddies. Wie lässt sich deren Erfolg dann erklären?

Seinerzeit war der sogenannte Pluralismus noch nicht so weit fortgeschritten. Die klassische fordistische Rollenverteilung von Mann und Frau wirkte noch nach, der Klassenfeind konnte ohne die Wahrung der political correctness aufs Korn genommen werden. Ganz wichtig, Männer mussten sich noch nicht den Sack rasieren und die Tagescreme der Alten benutzen. Der Stoff aus dem brutale Filme sind. So siehts aus. 

Das Witzige ist, dass Stefan bei dem B-Streifen die Story wichtiger ist als bei dem Superheldenfilm im A-Gewand. Das sagt doch alles! Die Ansprüche an den armen kleinen B-Film sind viel zu groß!StS hat geschrieben:Es sind gut (fett) produzierte Filme mit vorzeigbaren Schauspielern und (mehr oder minder) interessanten Figuren. Würde Florentine mit Scott Adkins als Wolverine im Ostblock für das Budget eines besseren Einfamilienhauses eine von irgendeinem Heiopei verfasste Story realisierenMarS hat geschrieben:Aber die vielen Superhelden verhauen doch auch die Bäddies. Wie lässt sich deren Erfolg dann erklären?
In diesem Sinne:
freeman

Hab mir zu meiner Frage auch noch mal Gedanken gemacht. Bei den Superhelden-Stories geht es oft auch um Kämpfe gegen feindliche Invasoren (andere Großmächte). Wenn man sich aktuell die mal die vielen Krisenherde in der Welt ansieht, dann kann das auch damit zusammenhängen. Gerade die Amerikaner fürchten sich ja immer vor feindlichen Übernahmen. Und wenn man sich die Stories von Captain America ansieht, dann schwelt da auch gerne der Ost-West-Konflikt mit. Da wird die von SFI genannte politische Korrektheit inzwischen wieder aufgeweicht. Aber ansonsten sehe ich es auch so, dass man beim Niederschießen von Außerirdischen eben mit niemanden aneckt.
Ich finde aber auch, dass freeman hier einen sehr interessanten und auch wahren Aspekt mit reingeworfen hat. Die Ansprüche an B-Movies sind sicher oftmals zu hoch. Die Schwächen die dort kritisiert werden, werden bei Blockbustern auch gern mal übersehen oder nicht so schwer gewogen. Da muss man sich doch nur mal die Kritiken in den Fernsehzeitungen ansehen.
Ich finde aber auch, dass freeman hier einen sehr interessanten und auch wahren Aspekt mit reingeworfen hat. Die Ansprüche an B-Movies sind sicher oftmals zu hoch. Die Schwächen die dort kritisiert werden, werden bei Blockbustern auch gern mal übersehen oder nicht so schwer gewogen. Da muss man sich doch nur mal die Kritiken in den Fernsehzeitungen ansehen.
Es gibt aber auch genügend Low-Budget-Horrorfilme und/oder Indies im Allgemeinen, die viel Lob erhalten...MarS hat geschrieben:Ich finde aber auch, dass freeman hier einen sehr interessanten und auch wahren Aspekt mit reingeworfen hat. Die Ansprüche an B-Movies sind sicher oftmals zu hoch. Die Schwächen die dort kritisiert werden, werden bei Blockbustern auch gern mal übersehen oder nicht so schwer gewogen. Da muss man sich doch nur mal die Kritiken in den Fernsehzeitungen ansehen.
In den (neuen) Filmen aber nicht. In Teil 1 sind es die Nazis, wobei der Film ja auch (politisch korrekt) zwischen Nazis (die mit Red Skull und seinen Legionen zudem ins Phantastische verlagert werden) und Deutschen unterscheidet, in Teil 2 kommt die Gefahr auch nicht aus dem Osten.MarS hat geschrieben:Und wenn man sich die Stories von Captain America ansieht, dann schwelt da auch gerne der Ost-West-Konflikt mit.
Die Marvel-Comics haben sich auch nur eine Weile an den Kommies abgearbeitet, mit der 68er-Protestwelle und dem wachsenden Einfluß Stan Lees wurden antirussische Elemente reduziert und (sanft) US-kritische Elemente eingebaut.
Zum eigentlichen Thema, das ich hochinteressant finde, melde ich mich die Tage mal mit meinem Senf.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Zum Thema Fernsehzeitungen: Die kann man eh nicht ernst nehmen, da die ja meist an größere Medienkonglomerate angeschlossen sind, zu denen auch oft TV-Sender gehören und da darf natürlich kein hauseigenes TV-Event als großer Flop dargestellt werden. So passiert es dann auch, dass ein Film im Kino schlecht, auf DVD/VHS (wenn vielleicht gerade die Lizenz verkauft wurde) als durchschnittlich und im TV dann als gut bezeichnet wird. Mal ganz abgesehen davon, dass hier ja auch der Markt an Cinema-Lesern und Leute mit ähnlichem Dünkel bedient wird: Große Produktionen werden fast nie verrissen (vor allem nicht, wenn sie der 14-Tage-Topkinostart sind), gewisse Genres und/oder Budgetklassen werden grundsätzlich verrissen (wozu auch kostengünstig produzierte Action gehört) und kleinere Filme (vor allem europäisch oder Indie) werden fast immer grundsätzlich als "total toll, total anders" abgefeiert.
Direct-to-Video-Action wird hin und wieder übrigens zur DVD-Premiere in den UCI-Kinos gezeigt. War noch nie da, aber unter anderem "Battle of the Damned" und "El Gringo" liefen da.
Zur Zukunft des Actionkinos:
Actionstars fehlen natürlich, aber Stars sind auch nicht mehr das wert, was sie früher mal waren. Die Topverdiener 2012 (darunter Robert Downey Jr. und Kristen Stewart) verdienten eher als Teile einer Franchise denn durch ihren Starstatus und nur ganze wenige Leute vom Kaliber eines Tom Cruise oder Tom Hanks gehören zu der Sorte, die einmal im Jahr eine auf sie zugeschnittene Großproduktion herausbringen. Da fehlt der Nachwuchs, Ausnahmen wie Jennifer Lawrence oder Joseph-Gordon Levitt bestätigen die Regel und müssen sich auch erstmal so lange halten; also werden Marken wie Marvel immer wichtiger.
Dass klassische Actionfilme heute nicht mehr ziehen, ist dem Publikum zuzuschreiben. In den 1990ern fing es an, als die Arnie-, Sly-, van-Dammme- und Seagalfilme nicht mehr zogen wie früher, also auch weniger Geld investiert wurde. Liegt natürlich am fortgeschrittenen Alter der Fans, die nicht mehr so oft ins Kino können wie als Jugendliche und junge Erwachsene. Denn ins Kino gehen ist wie wählen: Was dort erfolgreich ist, das hat die besten Chancen auf Fortbestand. Egal wie gut die Heimkinozahlen sind, auch wenn das auch manchmal helfen kann. Und die Fans sind teilweise selbst schuld: Wenn ich öfters lese, dass Actionfans beim Betrachten eines Trailer sagen "Geil, freu mich schon auf die DVD/Blu-Ray; schade, dass es sowas nicht häufiger gibt", dann dürfen sie sich nicht beschweren, denn am Kinoeinspiel haben sie nichts geändert, was vom Studio unter Umständen als Desinteresse aufgefasst wird.
Direct-to-Video-Action wird hin und wieder übrigens zur DVD-Premiere in den UCI-Kinos gezeigt. War noch nie da, aber unter anderem "Battle of the Damned" und "El Gringo" liefen da.
Zur Zukunft des Actionkinos:
Actionstars fehlen natürlich, aber Stars sind auch nicht mehr das wert, was sie früher mal waren. Die Topverdiener 2012 (darunter Robert Downey Jr. und Kristen Stewart) verdienten eher als Teile einer Franchise denn durch ihren Starstatus und nur ganze wenige Leute vom Kaliber eines Tom Cruise oder Tom Hanks gehören zu der Sorte, die einmal im Jahr eine auf sie zugeschnittene Großproduktion herausbringen. Da fehlt der Nachwuchs, Ausnahmen wie Jennifer Lawrence oder Joseph-Gordon Levitt bestätigen die Regel und müssen sich auch erstmal so lange halten; also werden Marken wie Marvel immer wichtiger.
Dass klassische Actionfilme heute nicht mehr ziehen, ist dem Publikum zuzuschreiben. In den 1990ern fing es an, als die Arnie-, Sly-, van-Dammme- und Seagalfilme nicht mehr zogen wie früher, also auch weniger Geld investiert wurde. Liegt natürlich am fortgeschrittenen Alter der Fans, die nicht mehr so oft ins Kino können wie als Jugendliche und junge Erwachsene. Denn ins Kino gehen ist wie wählen: Was dort erfolgreich ist, das hat die besten Chancen auf Fortbestand. Egal wie gut die Heimkinozahlen sind, auch wenn das auch manchmal helfen kann. Und die Fans sind teilweise selbst schuld: Wenn ich öfters lese, dass Actionfans beim Betrachten eines Trailer sagen "Geil, freu mich schon auf die DVD/Blu-Ray; schade, dass es sowas nicht häufiger gibt", dann dürfen sie sich nicht beschweren, denn am Kinoeinspiel haben sie nichts geändert, was vom Studio unter Umständen als Desinteresse aufgefasst wird.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
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