






Es ist ja nicht irgendein neuausgedachter Fantasyfilm.
Nee nee, gerade die Gebildeten wissen, dass in Homers Sprache Helena, als die "Weißarmige" in dem Sinne, dass sie von hohem Stande ist und nicht auf dem Feld in der Sonne arbeiten musste, benannt wird. Dazu gibt es noch in späteren Beschreibungen (allerdings auch in der Antike) Wörter, die sie als Golden/Blond und mit schimmernden Augen beschreiben.
Die Merkmale wie hellhäutig, blond etc. findet man frühestens ab dem 4 Jahrhundert v.Chr auf Vasen, Skulpturen usw.SFI hat geschrieben: ↑04.02.2026, 04:49Die Zuordnung von goldblond und blau ist nach meiner Kenntnis eher ein Produkt späterer bzw. typisch eurozentristischer Interpretationen und basiert auf unserem nordischen Schönheitsideal: Seit der Renaissance, und besonders in der Romantik des 19. Jahrhunderts, wurde nämlich das klassische Ideal mit den eigenen, nordisch geprägten Vorstellungen von reiner und göttlicher Schönheit überlagert.
Eben, das meinte ich ja. Der Hauttyp damals, wie heute wohl auch, war mediterran (braun, oliv).In der rotfigurigen Vasenmalerei hat Helena nämlich das gleiche Erscheinungsbild wie andere griechische Frauen ihrer Zeit. Dort wird sie mit dunklem Haaren und stereotyp mediterranen Zügen gezeigt. Hier kannst du nachgucken: https://perseus-aa.github.io (indem zu nach Helen suchst.)
Jein. Das habe ich ja oben bereits geschrieben: Die Geschichte beinhaltet Fantasy-Elemente, spielt aber in der Welt die Homer und die Menschen damals kannten und zwar dem Raum um die Ägäis, also eine Gebiet was es wirklich gibt.Der springende Punkt ist aber: Eine Verfilmung der Odyssee ist halt auch keine historische Rekonstruktion, sondern eine künstlerische Interpretation eines Mythos im Gegensatz zu so manch tatsächlichem Blackwashing.
Es ist zwar in Ordnung eine weiße Helena als eine Interpretation zu bevorzugen, aber die Besetzung mit einer schwarzen Schauspielerin ist keine historische Fälschung, sondern einfach eine andere künstlerische Wahl innerhalb eines Jahrtausende alten wandelbaren Mythos.
Diane Kruger als Helena, war ja nicht nur ein Schönheitsbild welches man mit Helena nur vor 20 Jahren verband, sondern seit mindestens 2400 Jahren.Von daher könnte ich mir die Wahl von Nolan so erklären: Genau wie Diane Kruger 2004 nicht als historische Rekonstruktion, sondern als Verkörperung eines damals vorherrschenden (weißen, blonden) Schönheitsideals besetzt wurde, das die Rolle überstrahlen und für das Publikum identifizierbar machen sollte, könnte ich mir gut vorstellen, dass Lupita als Verkörperung eines heute gefeierten und lange vernachlässigten (schwarzen) Schönheitsideals besetzt wird. Sie sticht ja durchaus hervor
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