
Heiß, Heißer, am Heißesten!!!!!!!!
Originaltitel: Action Jackson
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Craig R. Baxley
Darsteller: Carl Weathers, Craig T. Nelson, Vanity, Sharon Stone, Bill Duke, Robert Davi u.a.
Die erste Einführung von Jericho Jackson - genannt Action Jackson - ist nur genial. Ein kleiner Straßengauner wird festgenommen. Die Cops, die ihn zum Revier fahren, beginnen ihm von Action Jackson vorzuschwärmen und das er ihn ordentlich umerziehen werde – ihm die Flausen austreibe. Nach diesem Vortrag – in dessen Verlauf Action Jackson als Nasaexperiment dargestellt wird und als Kreuzung aus Mensch und Yeti – ist der kleine Gauner schon kreidebleich (er is im übrigen ein Schwarzer ;-) ) und so verwundert es kaum, dass er, als er Jackson gegenübersteht erst einmal in Ohnmacht fällt. LOL. Und das nicht nur einmal!
Jackson selber wurde vor 2 Jahren zum Bürodienste verdonnert, weil er den Sohn eines hochrangigen Industriellen namens Peter Dellaplane ein wenig zu hart angepackt hat, als er ihn verknackte: „Sie haben ihm fast den Arm abgerissen!“ „Und? Er hat ja noch einen zweiten!“ Derweil werden diverse Gewerkschaftsfunktionäre umgebracht und Action wird von einem guten Kumpel in Bezug auf diesen Fall ein wenig neugieriger gemacht, als es Actions Chef lieb sein kann. Denn Action weiß schon, an wen er sich halten muss, um den Fall zu klären: Sein „bester Kumpel“ Peter Dellaplane steckt bis über beide Ohren in dem Fall drin und mit dem hat er ja eh noch ein Hühnchen zu rupfen (Degradierung zum Schreibtischbullen).
Mehr Story brauchts nicht, Überraschungen gibt es auch keine. Es geht alles straight auf den Showdown zu und wird mit einigen derben Explosionen und immer neuen Exekutionen durch Dellaplanes Killerkommando garniert. Die Action macht Spaß (und man sieht, dass Joel Silver den Film produziert hat, denn die Explosionen und Actionappetizer sind mehr als schmackhaft geraten!), ist hübsch blutig (saubere Durchschüsse, brennende Menschen, Messer- und Harpuneneinsatz, brechende Knochen, verdrehte Genicke und sehr geile Autostunts, dem gegenüber stehen einige lahme Prügeleien). Die Frauen entsprechen dem Frauenbild der Filme dieser Zeit: Beschützungswürdig, verteidigungsunfähig und die meiste Zeit nackt – was insofern beachtlich ist, da die eine von Sharon Stone und die andere von der PrinceExMuse Vanity gespielt wird und die beiden wirklich ORDENTLICH was hermachen.
Was genauso rockt wie die Action, sind die hammerdämlichen Sprüche:
"Wenn der ne Fliege verschluckt, hat er im Bauch mehr Hirn als im Schädel."
"Was ist grün, und wenn man auf den Knopf drückt wird es rot: Ein Frosch im Mixer."
"Der würde einen Selbstmord nicht mal erkennen, wenn er sich selbst umgebracht hätte."
„Wenn ich dir jetzt noch eine reinhaue, dann schleuderst du wohl meinen zarten Körper direkt durch die Wand da?“ „Das kann vielleicht passieren, aber es widerspricht meiner muslimischen Überzeugung.“
Carl Weathers gibt den Brecherbullen ganz gut, muss aber auch nicht glänzen, es geht nur um seine physische Präsenz, und das die mehr als ordentlich ist, hat er ja in Rocky 1-4 und Predator hinreichend bewiesen. Einen Durchbruch als eigenständiger Star, der einen Film wirklich alleine tragen kann, gab es für ihn aber nie. Sein Konterpart wird von Craig T. Nelson gespielt, dessen Visage man von Anfang an ansieht, dass er der Böse sein muss. Und man wird nicht enttäuscht.
Was kann man zu dem Film noch sagen, ausser dass er einen Heidenspaß macht und einer der prototypischsten Actionfilme der 80er Jahre ist? Nicht allzu viel, außer dass im Showdown mit einem Lamborghini das Treppenhaus eines herrschaftlichen Hauses hochgefahren wird, um dann im Schlafzimmer zu parken ;-). Kracherding, immer wieder!

Die uncut DVD kommt von Warner und wurde nach einer Neuprüfung mit FSK 16 durchgewinkt!
In diesem Sinne:
freeman