Backtrace

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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freeman
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Backtrace

Beitrag von freeman » 27.03.2019, 19:26

Backtrace

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Originaltitel: Backtrace
Herstellungsland: Kanada, USA
Erscheinungsjahr: 2018
Regie: Brian A. Miller
Darsteller: Sylvester Stallone, Ryan Guzman, Matthew Modine, Christopher McDonald, Colin Egglesfield, Meadow Williams, Lydia Hull, Jenna Willis, Baylee Curran, Tyler Jon Olson u.a.

MacDonald hat bei einem Bankraub die große Beute gemacht und diese mit seinen Komplizen vergraben. Die Räuber geraten danach in eine Schießerei, die nur MacDonald überlebt. Dank einer Amnesie kann er sich an nichts mehr erinnern, weswegen die Beute verschollen bleibt. Jahre später wird MacDonald aus dem Knast befreit. Er soll seinen Befreiern sagen, wo die Millionen abgeblieben sind…
:liquid5:

Zur Kritik von "Backtrace"

In diesem Sinne:
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John_Clark
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Re: Backtrace

Beitrag von John_Clark » 08.05.2019, 10:27

Er wird dieses Jahr 73 Jahre alt und könnte bequem im Schaukelstuhl sitzen und seine Rente geniessen. Doch Sylvester Stallone ist keiner für die Abstellkammer. 2019 ist das Jahr, in welchem er ein weiteres Mal seine klassischen Figuren Rocky Balboa und John Rambo ins Kino katapultiert, und gleichzeitig einen richtigen Stinker in die Filmwelt setzt.

Inhalt:
Bankräuber MacDonald (Matthew Modine) sitzt nach schiefgegangener Tat im Knast und leidet unter Amnesie. Mithäftlinge befreien ihn und versuchen von seinem unterdrückten Wissen zu profitieren. Und währenddessen wird die Truppe vom Polizisten Sykes (Sylvester Stallone) und FBI-Agent Franks (Christopher McDonald) gejagt.

Schon Stallones letztjähriger DTV-Ausflug Escape Plan 2: Hades konnte man als „für die Tonne“ taxieren. Backtrace geht dabei noch weiter. Dieser Film ist absolutes Gift.

Ich wollte es schon beim Erscheinen des Trailers nicht glauben, dass ich da meinen Helden Sylvester Stallone seh, der sich durch dieses Amateurgewackel bewegt. Doch Backtrace ist auf dem Markt und es scheint, als ob Stallone entweder fürs Alter Aussorgen und ab sofort jede Rolle annimmt, die ihm einige Dollars einbringt (ähnlich Bruce Willis), oder er hat sein Gespür für brauchbares Material endgültig verloren.

Was als Erstes auffällt, Backtrace wurde langweilig gefilmt. Jede Szene fühlt sich an, als würden wir einer RTL-Pseudodoku zuschauen. Ich wartete darauf, dass Peter Zwegat mit seinem Flipchart um die Ecke rollen oder einer der Gangster sich als Undercover Boss enttarnen würde. Aber nein, diese Aufwertung des Stoffes blieb mir verwehrt. Auf sinnloses und langweiliges Gerede folgt nur weiteres sinnloses und langweiliges Gerede.

Die Geschichte mit der Amnesie hätte ich akzeptiert, aber die Umsetzung blieb erstaunlicherweise total fad. Und dies liegt grösstenteils an den Darstellern. An Seite von Modine, Stallone und McDonald agieren hier einige jüngere Schauspieler, welche ihr Handwerk so gar nicht beherrschen, die sich in ihren Rollen sichtbar unwohl fühlen und zu hoffen schienen, dass dieser Dreh bald der Vergangenheit angehört.

Matthew Modine, einer der besten Darsteller (die praktisch keiner kennt), scheint nur zufällig in dieser Produktion gelandet zu sein. Schauspielerisch war dies eine Bankrotterklärung. Es schien mir in seinen Amnesie-Szenen so, als ob wir einem Schauspieler beim offensichtlichen Schauspielern zuschauen. Und dies nicht im positiven Sinn. Wir sehen, wie dieser Mann sich abmüht, eine Figur darzustellen und Texte herunterzubeten, die zu doof für den Intellekt dieses grossartigen Darstellers sind.

Christopher McDonald und Sylvester Stallone waren für einige Szenen mit am Filmset und ich würde Stallone jetzt nicht mehr als zehn Minuten Screentime zusagen. Und für alle, die vorhaben, den Film in der deutschen Fassung zu schauen, hier eine kleine Warnung. Stallone wird in Backtrace nicht von seinem Stamm-Sprecher Thomas Danneberg gesprochen, sondern von einer anderen Stimme, die nicht im entferntesten auf Stallone passt.

Taugen die Actionszenen was? Ja, die zeigen uns, wie langweilig eine Verfolgungsjagd durch ein Waldstück doch ist, wie amateurhaft Matthew Modines Handhabung einer Handfeuerwaffe ist und dass man in schlechten Filmen Pistolen und Gewehre nicht nachladen braucht. Gott, ich hasse diesen Film so sehr.

Fazit: Ein kleiner Tipp von uns: Meidet Filme von Backtrace-Regisseur Brian A. Miller. Alle Werke, die ich von diesem Möchtegern-Filmemacher gesehen habe (Office Down, The Prince, Vice) gehören zu den ärgerlichsten Anschaffungen meiner Filmsammlung. Backtrace ist ein riesiges Ärgernis. Und ich hoffe, Sylvester Stallone sieht dies ebenfalls. Finger weg von diesem Schund!

:liquid2:

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Re: Backtrace

Beitrag von StS » 08.05.2019, 16:13

John_Clark hat geschrieben:
08.05.2019, 10:27
Alle Werke, die ich von diesem Möchtegern-Filmemacher gesehen habe (Office Down, The Prince, Vice) gehören zu den ärgerlichsten Anschaffungen meiner Filmsammlung. Backtrace ist ein riesiges Ärgernis.
Jip. Ich weiß auch nicht, wiso Pierre so viel für den Typen bzw. seine Werke übrig hat.

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Re: Backtrace

Beitrag von freeman » 13.05.2019, 19:49

StS hat geschrieben:
08.05.2019, 16:13
John_Clark hat geschrieben:
08.05.2019, 10:27
Alle Werke, die ich von diesem Möchtegern-Filmemacher gesehen habe (Office Down, The Prince, Vice) gehören zu den ärgerlichsten Anschaffungen meiner Filmsammlung. Backtrace ist ein riesiges Ärgernis.
Jip. Ich weiß auch nicht, wiso Pierre so viel für den Typen bzw. seine Werke übrig hat.
Weil mir bis auf den öden Officer Down die genannten Werke gut gefallen haben. :wink: Ich hoffe, du, John, lässt "Reprisal" aus, weil der ist im Vergleich zu Backtrace einige Qualitätststufen niedriger anzusiedeln. Dürfte bei der niedrigen Backtrace-Bewertung dann eigentlich ins Negative gehen. :lol:

In diesem Sinne:
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Re: Backtrace

Beitrag von StS » 22.04.2020, 19:20

"Backtrace" ist ein optisch wie unterhaltungstechnisch langweiliger Streifen, der an nur wenigen (auffällig kostengünstigen) Drehorten uninspiriert heruntergekurbelt wurde sowie auf einem schwachen, banalen Drehbuch (voller Unglaubwürdigkeiten) basiert. Matthew Modine ist ein fähiger Schauspieler - wird vom Skript allerdings recht zügig "im Stich gelassen". Das gilt ebenfalls für Stallone´s Part, welchen er obendrein "arm an Energie" zum Besten gibt - während Christopher McDonald zumindest etwas "Scenery-Chewing" betreibt (und sich sicher über das leicht verdiente Geld gefreut hat). Ja, der Film ist ein "Rohrkrepierer" - und das selbst im Portfolio bzw. Kontext der auch sonst nicht gerade für hochwertige Veröffentlichungen bekannten Schmiede "Emmett Furla Oasis" betrachtet. Immerhin ist sich Brian A. Miller treu geblieben - denn zum wiederholten Male hat er als Regisseur kläglich versagt...

:liquid2:

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