Auf brennendem Eis

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Auf brennendem Eis

Beitrag von Vince » 18.01.2006, 01:51

Auf brennendem Eis

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Originaltitel: On Deadly Ground
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Steven Seagal
Darsteller: Steven Seagal, Michael Caine, Joan Chen, John C. McGinley, R. Lee Ermey, Shari Shattuck, Billy Bob Thornton, Richard Hamilton, Chief Irvin Brink, Apanguluk Charlie Kairaiuak, Elsie Pistolhead, John Trudell, Mike Starr, Sven-Ole Thorsen, Jules Desjarlais u.a.

Eigentlich musste schon fast automatisch ein ordentlicher Actioner dabei herauskommen: Eis auf Feuer, das Fünf-Sterne-Dessert eines jeden Actionfans mit erprobtem Gaumen. Zwei sich gegeneinander neutralisierende Elemente dieses Kalibers, stark erinnernd an die besten Zeiten von James Bond (“Im Geheimdienst ihrer Majestät”) und dann noch durch den Titel zur Plattform für die bombastische Handlung verbildlicht, und zwar sowohl in der deutschen (“Auf brennendem Eis”) als auch in der amerikanischen Fassung (“On deadly ground”) - das musste doch ein Knaller werden, zumal Hauptdarsteller Steven Seagal gerade auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere angekommen war. Dieser Höhepunkt, der anschließend von einer scharf fallenden Kurve gefolgt wurde, offenbarte sich dann auch in Seagals bis heute einziger Regiearbeit - inszenatorisch eine solide Sache, zwischen den Zeilen allerdings ein erzählerisches Desaster von höchster Peinlichkeit.

Dennoch, alleine bezüglich des Settings würde man sich heute, über ein Jahrzehnt später, wieder etwas mehr Konzentration in Richtung der Elementarteilchen des Actionfilms wünschen, denn der Actionfilm scheint inzwischen etwas dem Drang zu unterliegen, möglichst komplexe Beziehungsnetze zwischen den Bösen und den Guten zu erstellen - möglicherweise eine vom modernen Hongkong-Kino beeinflusste Richtung. Richtig handgehabt, können menschliche Verstrickungen und komplexe Beziehungsnetze à la Heroic Bloodshed natürlich begeistern, doch auf dem B-Film-Sektor, dem Seagal nun mal seit jener Zeit von Anfang der Neunziger wieder unterliegt, fehlt dazu meist die Klasse in Sachen Drehbuch. So ist es eine angenehme Reise zurück in eine wieder etwas primitiv erscheinende Phase, wo es schlicht und ergreifend darum ging, auf einem möglichst attraktiven Setting auf ein unvermeidliches Ziel zuzusteuern und dabei eine Spur der Verwüstung mit sich zu ziehen - und dieser Fähigkeit kann sich “Auf brennendem Eis” durchaus rühmen. Auch deswegen ist dieser Film immer noch deutlich besser als vieles von dem, was Seagal und seine Kollegen in jüngster Zeit abgeliefert haben.

So liest sich der Plot wie aus dem Effeff, jede Szene ist in ihrer Bedeutung für die Handlung quasi vorauszusehen. Auf einem anspruchsvollen Niveau sollte man diese Eigenart anprangern, aber in Wirklichkeit verleiht die Vorhersehbarkeit dieser absolut linearen Erzählstruktur ein angenehmes Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit. Das ist es wohl, was gemeint ist, wenn es heißt, das der Genre-Fan immer wieder die gleichen Abläufe sehen will - nur in andere Bilder verpackt.

Alleine die atmosphärisch wunderbar heimelige Prügelei im gemütlichen Saloon ist ganz klassisch. Mike Starr macht als Anführer einer Gruppe von Pöblern einen Ureinwohner Alaskas an und demütigt ihn. Seagal, in ein hübsches Trapperhemd gekleidet, stiert als einziger hin, während alle anderen Gäste wegschauen. Starr fragt Seagal, ob er ein Problem hat, beschimpft ihn, Seagal steht auf, geht dann aber nur an Starr vorbei, der schon fast Muffensausen hat. Doch Starr kann’s nicht lassen und wird beim Ureinwohner handgreiflich. Also sieht Seagal rot, knöpft sich zuerst Starrs Handlanger vor und dann den Anführer selbst, der auf diese Erfahrung hin gleich sein Leben ändert. Szenen wie diese sind es, die Jahre später The Rock in der Barszene aus “Welcome to the Jungle” parodierte, und Szenen wie diese sind es, die man in so einem Film einfach sehen will. Gerecht erscheinende Selbstjustiz ist halt im Kino grundsätzlich immer attraktiv; es ist befreiend, wenn die Bad Guys endlich ihre Quittung kriegen. Je dramatischer, um so besser. Und dieses Schema hat Seagal offensichtlich verstanden. Nicht gleich drauf los; aber wenn es dann so weit ist, dann direkt ganz essenziell. Der Böse wird mit einer unwiderstehlichen Kombination aus Prüglern und Worten an den psychologischen Wurzeln gepackt und von Grund auf geändert.

Dieses Schema, das an diesem Mini-Modell noch funktioniert, sollte schließlich auch auf den kompletten Film übertragen werden. Moralismen verbreitende Worte, die von solider Handkantentechnik visuell untermauert werden. Fäuste und Mund als untrennbares Team - wenn es sich bei der Moral um Umweltaspekte handelt und die Fäuste ein Sinnbild für Kämpfe und Explosionen sind, dann spricht man von einem “Öko-Actioner” - eine Kategorisierung, der zweifellos negative Assoziationen anhaften. Möglicherweise nicht ganz zu Unrecht, denn Filme wie dieser sind es, die das Vorurteil bekräften, der Öko-Actioner bzw. Thriller versuche krampfhaft, eine Aussage an den Mann zu bringen, indem er die klassischen Elemente des Genres zu diesem Zweck “missbraucht”. Das gilt ganz besonders bei einem Mann wie Seagal, dem als Regisseur und Hauptdarsteller natürlich alle Wege offenstanden, seine Überzeugungen zu verbreiten. Und die unsensible, um nicht zu sagen trampelige Art, wie er dies tut, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.

Befreit von allen Intentionen könnte man die Story nämlich noch als spaßiges Mittel zum Zweck betrachten. Unglaublich, in wie vielen Klischees und eingefahrenen Mitteln sich Seagal verheddert, während er das Feindbild eines geldgierigen Ölmagnaten aufbaut, um ihm dann in Form eines abtrünnigen Ex-Mitarbeiters Paroli zu bieten, der dann für die Ureinwohner Alaskas eintritt. Alles kein Problem, nur so mögen wir unsere Pappenheimer. Der Cast ist auch noch recht prominent, als wir da hätten R. Lee Ermey, der ein wenig mit seiner militärischen Herkunft Kalauer treibt, dann John C. McGinley, fies wie immer, und nicht zuletzt unglaublicherweise Sir Michael Caine als Big Boss - ein Mann, der natürlich hoffnungslos unterfordert ist in seiner 08/15-Rolle, aber wenn man ihn halt kriegen konnte, warum nicht?
Es ergibt sich unter dieser Voraussetzung ein absolut zufriedenstellendes Hasch-mich-Spiel nach altbewährtem Schema, indem Seagal es bei seinem Boss zunächst mit Vernunft versucht, ihm dafür dankenswerterweise eine ganze Lagerhalle um die Ohren fliegt und er nach dem misslungenen Anschlag erst recht durch die Eiswüste gejagt wird, bis es zum explosiven Finale in der Ölraffinerie kommt, die kurz vor der Explosion steht. Herrlich. Die Shootouts sind recht blutig, die Fights sind Seagal-typisch und damit voll in der Zielgruppe, die Sets sind attraktiv und werden für die Verfolgung stets ganz raffiniert modifiziert, und die Explosionen am Anfang und am Ende machen dem “brennenden Eis” alle Ehre. Ganz klar: Seagals Alaska-Reise hat Profil und Wiedererkennungswert.

Wäre da nur nicht die Holzhammer-Message. Mag der moralische Unterbau, quasi der hintergründige Sinn des ganzen Films, über weite Strecken noch zu verdrängen sein, manchmal wird man schlichtweg aus der Handlung gerissen, weil Seagal den Zuschauer an die Hand nimmt und ihm die Welt erklärt. Das betrifft etwa die spirituellen Szenen bei den Ureinwohnern oder die Belehrung des eigenen Bosses. Der unfassbare Höhepunkt der Peinlichkeit ist aber der Schlussmonolog, der so drückend unfilmisch und moraltriefend ist, dass man am liebsten vor Scham im Boden versinken würde. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass Seagal die ganze Sache hin und wieder etwas ironisch darstellt: Wenn er dem Ureinwohner in der Kneipe aufhilft und der ein philosophisches Blabla loslässt von wegen “Du wirst einen gefährlichen Weg beschreiten und uns allen Freude bringen”, verzieht Seagal doch tatsächlich die Miene nach dem Motto “Ja ja, schlaf dich erst mal aus”; und als der alte Mann im Lager mit einem Fellkostüm herumhüpft wie ein Medizinmann, liest man Seagal die Worte “Der Alte ist verrückt” vom Gesicht ab. Das ist gut, denn viele Momente drohen in ihrer geistlichen Besinnlichkeit der Lächerlichkeit ausgeliefert zu werden; die hin und wieder eingeflochtene Selbstironie lässt das Ganze nicht allzu ernst erscheinen.

Etwas weniger Botschaft hätte also Wunder bewirkt. So bleibt immer noch ein solider Vertreter aus der Filmografie Seagals, der vor allem durch das herrlich Bond-artige Szenario punkten kann. Die klischeebeladene Story ist belanglos, die Inszenierung macht Freude. Nur der penetrante Öko-Touch stört enorm - unabhängig davon, ob man hinter der Botschaft steht oder nicht, filmisch passt sie zu keinem Zeitpunkt in die Handlung. Die Herausforderung liegt also diesmal darin, nicht zwischen den Zeilen zu lesen... und das ist ein ganzes Stück Arbeit.
:liquid6:

Warner brachte neben einer geschnittenen auch eine ungeschnittene DVD (FSK 18) mit recht gutem Bild, teilweise krachendem Sound und leider ohne jegliche Extras.

Screens

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Wie ein verdammter Eiszapfen in der Hölle
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"Lass uns ein Spiel spielen."
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Caine und Seagal... zwei Schauspielerlegenden auf einem Bild vereint. Muahaha
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Ein ganzer Kerl dank Chappi
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Würden Sie diesen Kerlen ihr Erdöl anvertrauen?
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Burn, Baby, Burn!
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"I have a dream!"

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Beitrag von StS » 18.01.2006, 07:29

8/10 von mir, da es sich um eines der wirklichen (!) Seagal Highlights handelt... :wink:

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 18.01.2006, 11:25

Ich reihe mich mal bei den beiden Vorrednern mit ein... feiner Seagal Streifen. :)
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Beitrag von Vince » 18.01.2006, 13:14

Ich würde mich euch auch anschließen, aber der Öko-Unterbau war mir doch ne Spur zuviel. :wink:

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Beitrag von Carlito » 18.01.2006, 13:52

das geilste an dem Film, is die explosiv-geladene Berghüte! :D
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Beitrag von John Woo » 18.01.2006, 14:58

Ich glaub den hol ich mir mal.

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Beitrag von Vince » 18.01.2006, 15:01

Falls du nen Müller in der Nähe hast, guck mal dort, der ist da momentan in der 4-für-3-Aktion drinne (4 Filme für 23,97€). Dann schnappste dir noch Submerged dazu und noch zwei andere Filme. 6 Euro lohnt für die ungeschnittene DVD auf jeden Fall.

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Beitrag von Vince » 18.01.2006, 15:13

Also bei ofdb kommt er eigentlich recht gut weg...

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Ich werd mich jedenfalls in Kürze mal selbst überzeugen, hab ihn von der 4-3-Aktion noch hier liegen und werde ihn demnächst mal guggn.

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Beitrag von Hannibal » 18.01.2006, 15:37

Starke Kritik, wieder unglaublich wie viel du in so einen Film reinbasteln kannst, vor allem in der Einleitung. Ich würde hier auch die 8er-Wertung zücken . Unpassend fand ich vor allem die spirituellen Szenen, die die Grenze zur Lächerlichkeit eben bei einem Seagal-Film überschreiten. Der Rest hat mich aber erstklassig unterhalten, mit vielen großen Feuerbällen, schönen Verfolgungsjagden und Shoot-Outs. Die Öko-Botschaft empfand ich als nicht ganz so dramatisch...

MFG
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Beitrag von freeman » 18.01.2006, 16:35

Kihi, schönes Review, sehe das genau wie du: Action hui, Moral pfui ... So ein Käse. Ich mach den Streifen aber mittlerweile eh immer vor dem Umweltmonolog aus, das schont die Nerven. Aber Actiontechnisch ist der Film ein Riff wie kaum ein anderer. Ich sage nur Walknochen oder Szenen wie: Über mir läuft jemand, schieß ich mal durch die Decke und durchlöcher den Typ ... Schön ;-)


In diesem Sinne:
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Beitrag von John Woo » 18.01.2006, 19:05

Hab ihn per Zufall schon in nem Lädelchen gesehen und sofort geschnappt. Der wird heute oder morgen geguckt sein. :wink:

Welcher ist eigentlich besser: Deadly Revenge oder Zum töten freigegeben?

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Beitrag von Carcass77 » 18.01.2006, 19:17

Klasse Seagal, würde auch mal so 7,5 bis 8 Punkte verteilen. Wie Hannibal schon treffend erwähnt hat, nervt diese "Visionen"-Szene. Naja, vielleicht hat er sich auch was eingeschmissen... :roll:

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Beitrag von freeman » 18.01.2006, 19:35

Au weija, die Scheibe, die das Poloch kennt, ist ja wahrlich fürn Hintern. Hat sich den mal einer FSK 16 gegeben? Highlight: Einer der Bad Asses kommt aus der Ölsuppe mit Knarre im Anschlag, steht direkt vor Seagal, Schnitt, Seagal wandert durch einen Gang ... DIESE Fassung war auch im Kino! Sehr geil. Da musste man sich dann denken, was Seagal mit dem gemacht hat. Ich hab mir dann vorgstellt, dass er ihm vom großen Bären und sein Verhältnis zur Umwelt erzählt hat und sich der Bäddie dann selber gerichtet hat LOL

@ John: Zum Töten freigegeben, IMMER, der wird dein Verständnis von harter Action "leicht" verändern!

In diesem Sinne:
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Beitrag von freeman » 18.01.2006, 19:48

Mensch Poloch, da ist ja doch noch net alles bei dir verloren! Wie schauts? Wollen mer nochmal von vorne anfangen? Stell dich doch einfach mal kurz im Dieses Forum Bereich vor und dann gehts hier ab! Was meinste?

In diesem Sinne:
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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 18.01.2006, 20:09

Scheisse, was geht denn?.... das burnt ja. Wir sollten eine Religion gründen!
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Beitrag von Carlito » 18.01.2006, 23:06

:shock:
wos?
Hab ich was verpasst...
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Beitrag von freeman » 19.01.2006, 02:44

Ich bin ein Arschloch hat geschrieben:ihr seit krass drauf ich versuchs
Das klingt nach nem Plan ...

In diesem Sinne:
freeman, geile Sig, passt gut zu deinem Profil ... ;-), das kann man dann auch schnell umarbeiten und den Avatar entsperren usw. Also hau rein und lass von dir hören ...
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Beitrag von John_Clark » 07.08.2008, 23:52

Im Zuge meiner persönlichen Seagal-Retrospektive...

AUF BRENNENDEM EIS

Mit dem 1992er Action-Highlight "Under Siege" prügelte sich Steven Seagal kurzzeitig in die Champions-League der Actionstars. Warner Bros. wollte natürlich umgehend einen weiteren "Under Siege"-Teil produzieren. Seagal akzeptierte dieses Angebot - sofern Warner es ihm erlaubte, sein eigenes Projekt durchzuziehen. "On Deadly Ground" (dt. Titel "Auf brennendem Eis"), Seagals Regiedebut, welches er ebenfalls Produzierte (zusammen mit Julius R. Nasso) und natürlich auch die Hauptrolle übernahm. 1994 kam "On Deadly Ground" in die US-Kinos...

Inhalt:

Alaska: Eine Ölquelle der Aegis Oil steht in Flammen. Um den Brand unter Kontrolle zu bringen wird der Spezialist für Feuerbekämpfung Forrest Taft eingeflogen. Als Taft von dem wirklichen Grund des Feuers und den heimtückischen Plänen seines Chefs Jennings erfährt, sagt er den skrupellosen Öl-Bossen den Kampf an. Eine Schlacht auf Leben und Tod beginnt...

Seagal goes Öko - Teil 1.

Hatte Regisseur Andrew Davis noch Tommy Lee Jones und Gary Busey neben Seagal für "Under Siege" verpflichtet, bietet "On Deadly Ground" dem Zuschauer keinen geringeren als Michael Caine für den Part als Seagals Gegenspieler. Angelina Jolie-Ex Billy Bob Thornton ist ebenfalls in einer kleineren Rolle als Söldner zu sehen. Und auch der Rest des Casts war gut gewählt, wie es bei vielen Warner-Produktionen der 90er Jahren der Fall war.

"On Deadly Ground" ist der erste Film Seagals, der meines Erachtens nicht mehr so überzeugen konnte, wie es seine Vorgänger getan hatten. Schuld daran war die Ökostory, welche zwar klar eine nette Idee war und dem Charakter Seagals ein Motiv zur Waffe zu greifen gibt. Ebenso Seagals spirituelle Reise durch die Eskimo-Geisterwelt ist ein brutaler Bremser. Auch die Aufteilung der Actionszenen ist nicht unbedingt grossartig gelungen. Beginnt der Film noch mit einer knackigen Bar-Prügelei und der einen oder anderen Explosion, wirds gleich ein wenig ruhiger. Jedoch, das Ende hat es in sich. Seagal zelebriert auch hier seine Fightingskills und zerstückelt seine Gegner entweder mit seiner effektiven Kampftechnik, Messern, allem was Bumm macht oder dem Rotor eines Hubschraubers (autsch).

Schlussendlich ist "On Deadly Ground" nicht Seagals bestes Werk in den 90ern. Verglichen mit den meisten seiner Produktionen der Neuzeit, ist "On Deadly Ground" jedoch immer noch ein wunderbares Actionteil. Klare Fights, grosse Explosionen, gemeine Gegner (gute Darsteller), Seagal prügelt sich noch höchstpersönlich selbst durch die Szenen, etc.

Fazit: Ein fast guter Actionfilm, dem ein wenig mehr Drive und weniger Spiritualität und Öko-Message gut getan hätte. "On Deadly Ground" war Seagals erster Kino-Flop, der ihm jedoch nur einen kleinen Fleck auf seiner bis dahin noch reinen Weste verursachte. Richtig bergab gings dann erst nach dem Millennium.

:liquid7:

Quelle: http://dompathug.blogspot.com/2008/08/o ... round.html

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Beitrag von McClane » 08.08.2008, 09:04

Ich mag den auch, vor allem wegen des schönen Settings. Übrigens einer der Filme, wo der deutsche Titel ausnahmsweise mal besser als der OT ist. Die Action ist wunderbar brachial, die Besetzung dolle (siehe Vince' Review) und er bietet definitiv mal was anderes. Den Öko-Touch an sich finde ich gar nicht störend, nur die spirituelle Szene bei den Eskimos bremst den Film enorm aus. Ich bin mir sicher, dass die ähnliche Szene aus dem "Simpsons"-Film als Parodie darauf gedacht ist.

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Beitrag von John_Clark » 08.08.2008, 10:36

McClane hat geschrieben:Übrigens einer der Filme, wo der deutsche Titel ausnahmsweise mal besser als der OT ist.
Knappe :liquid8:
Stimmt. Aber, muss auch mal gesagt werden, dass Actionfilme in den neunzigern besser synchronisiert wurden als die jetzigen. Oder lags daran, dass ich/wir mit den deutschen Stimmen aufwuchsen? Hmm....

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Beitrag von Cinefreak » 30.09.2010, 12:01

Der Showdown rockt, der Rest des Filmes hat mir etwas zu viel Spiritualität, wie es hier so schön gesagt wurde. Alleine die Szene, in der Seagal sich irgendwie in den Körper eines Bären denkt - oder irgendwie so - ist an Dämlichkeit und Langeweile kaum toppbar. Ohne diesen Quatsch wäre der Film besser und druckvoller.

Showdown: hui, Rest ojeojeoje..mit wenigen Highlights dazwischen :roll:
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Beitrag von kami » 30.09.2010, 15:08

Ähnlich wie in RED SCORPION törnt mich auch in ON DEADLY GROUNDS der faule Eingeborenenzauber eher ab, Tempo nimmt er auf alle Fälle raus.
Trotzdem mag ich den Film, sogar Seagals pathetische Rede zum Schluss.

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Beitrag von Dr Dolph » 30.09.2010, 23:40

Mag den Film eigentlich auch recht gern und würde ihm ne gute 7 geben. Das Finale rockt, Steven sowieso und die Barszene ist im Originalton der Hammer. Auch wenn das Öko-Geseiere bisweilen etwas aufgesetzt wirkt, fand ich es nicht wirklich stöhrend.

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Beitrag von C4rter » 01.10.2010, 09:47

kami hat geschrieben:sogar Seagals pathetische Rede zum Schluss.
Die wurd in Southpark so genial veralbert.
http://www.youtube.com/watch?v=ybjj-si90rI
Find leider nur 11 Sekunden davon, aber ist in der Folge "Over Logging" oder auf Deutsch "Keine Verbindung"
Die Rede auf Deutsch ist aber so lustig wie ein Furz :lol:

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