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Rogue“ ist der erste Teil der „Detective Knight“-Trilogie, bei der Bruce Willis die Titelrolle verkörpert. Seltsamerweise ist der allerdings (zumindest in diesem Film) quasi bloß nur eine Randfigur in seiner eigenen Franchise – und dabei auch noch keine allzu charismatische oder sympathische. Mit Regisseur Edward Drake hat Willis bereits rund 8x in den vergangenen paar Jahren zusammengearbeitet – und fast alle dieser Kollaborationen waren schwach (siehe „Apex“, „American Siege“, „Breach“ etc.). Obgleich auch diese Veröffentlichung fern von gut ist, hebt sie sich aber dennoch ein Stück weit positiv von den anderen ab…
Handwerklich solide umgesetzt und B-Movie-mäßig „okay“ besetzt (u.a. mit Michael Eklund und Johnny Messner), wird eine generische Geschichte erzählt, die zumindest leichte Originalität im Bereich der Haupt-Beute der (ein wenig nach „Point Break“-Vorbild gestrickten) Heist-Crew an den Tag legt – nämlich eine wertvolle „Trading Card“ des legendären Eishockeyspielers Wayne Gretzky (dessen echter Sohn Trevor Gretzky übrigens ein Mitglied der Bande mimt). Gegen Ende wird dann gar versucht, eine abgespeckt-kostengünstige Version des „Heat“-Straßen-Shootouts zu stemmen. Action-technisch sollte man hier generell (qualitativ und quantitativ) aber nicht allzu viel erwarten…
Probleme hat der Streifen in bestimmten inhaltlichen Bereichen (wie z.B. bei der Aufarbeitung der Vergangenheit Knights) sowie in Sachen Plot-Löcher und Logik: Warum etwa dürfen zwei Cops aus L.A. derart in New York aktiv sein? Warum hat einer von ihnen (der von Jimmy Jean-Louis verkörperte) irgendwann sogar einen eigenen schicken Dienstwagen zur Verfügung? Warum lässt man einen Typen, der eine Halloween-Maske trägt, einfach so durch die Sicherheitsschleuse eines Polizei-Reviers? Bei einigen ist das Abnehmen, Aufsetzten und Tragen der Masken eh (aus verschiedenen Gründen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Verlauf) tendeziell unfreiwillig komisch geraten…
Kurzum: Belanglose Genre-Kost, bei der ich mich immerhin nicht intensiver über irgendetwas ärgern musste. Für „Bruce-Willis-Filme der-vergangenen-Jahre“-Verhältnisse sogar geradezu überraschend brauchbar.
knappe 