Ich dachte, der Film wäre grösstenteils vorbei. Da hab ich kurz auf die "Display"-Taste meines BluRay-Players gedrückt und musste feststellen, dass noch eine Stunde Spieldauer übrig sind. So zähflüssig fühlt sich dieser Film an.
Der Status des B-Actionfilms in den 20er-Jahren dieses Jahrhunderts ist traurig. Kaum Geld steht diesen Produktionen zur Verfügung. Entsprechend viele Indoor-Szenen bekommen wir zu sehen. Draussen drehen ist halt teuer. Wir sehen viele Hinterhöfe, abgeranzte Gebäude. Entsprechend aber auch abgeranzte Darsteller, welche aber dann doch das Highlight des Films darstellen. Da schleichten doch tatsächlich in absoluten Mini-Rollen Cynthia Rothrock und Eric Roberts durch zwei Szenen. Die erst kürzlich vestorbene "Charmed"-Darstellerin Shannen Doherty hatte einen Auftritt, ebenso "Postal"-Dude Zack Ward. Weston, der Sohn von Nicolas Cage kann man hier bewundern, ebenso Sticky Fingaz und Terminatrix Kristanna Loken. Das Entdecken dieser Altstars hielt mich zum Glück relativ bei Laune.
Wer aber über allem steht ist natürlich unser aller Held, Jean-Claude Van Damme. Er spielt seinen Part souverän und in meinen Augen glaubwürdig, was jetzt aber nicht das langweilige Drehbuch in irgendeiner Art und Weise besser macht. Nein, dieser Film ist langweilig und will nicht einfach nicht enden. Ein Van Damme hat besseres verdient. Dies jedoch schon länger. Aber die aktuelle Filmwelt bietet einem älter werdenen Kick-Belgier, der schauspielerisch mehr drauf hat als noch in jungen Jahren, kaum noch Platz.
