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8 Blickwinkel

Verfasst: 02.03.2008, 20:24
von freeman
8 Blickwinkel

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Originaltitel: Vantage Point
Produktionsjahr: 2008
Herstellungsland: USA
Regie: Pete Travis
Darsteller: Dennis Quaid, Matthew Fox, Forest Whitaker, Bruce McGill, Edgar Ramirez, Saïd Taghmaoui, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, William Hurt, James LeGros u.a.

Der Präsident der vereinigten Staaten von Amerika verweilt in Spanien, um hier einen Gipfel wider den weltweiten Terror zu beehren. Doch dazu soll es nie kommen, denn bei einer Rede vor einer begeisterten Menge brechen zwei Schüsse und der Präsident bricht getroffen zusammen. Kurz darauf vernimmt man von irgendwoher einen explosionsartigen Knall und wenig später explodiert auch noch die Bühne, auf der der US Präsident gerade gesprochen hatte. Eine Massenpanik ist die Folge und es stellt sich die Frage, wer hinter dieser Anschlagsserie steckt ...

Die Antwort dröselt der Streifen 8 Blickwinkel auf äußerst raffinierte Art und Weise auf. Natürlich ist die Darstellung einer Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln in der Filmgeschichte nichts Neues (Quentin Tarantinos "Jackie Brown" kommt einem in den Sinn genau wie Stanley Kubricks *yeiks* "Die Rechnung ging nicht auf" oder Kurosawas "Rashomon"), selten aber geschah die Bebilderung eines Ereignisses aus verschiedenen Blickwinkeln derart rasant wie in Pete Travis neuem Film. Jener liefert nämlich einen Cliffhangerstreifen par Excellenze ab und türmt so Spannungshöhepunkt auf Spannungshöhepunkt. Dies erreicht er, indem er fünf der namensgebenden Blickwinkel immer an einem Punkt enden lässt, an dem eine große Enthüllung bevorsteht oder eine Wende im Film unumgänglich zu sein scheint. Genau hier unterbricht Pete Travis dann seinen Streifen und beginnt wieder von vorn, diesmal aus einem anderen Blickwinkel.

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Dieser endet dann allerdings nicht bei dem vorhergehenden Cliffhanger, sondern löst ihn auf und steuert dabei selber auf einen weiteren Cliffhanger zu, der seinerseits erst im Laufe eines der nächsten Blickwinkel aufgelöst wird. Diese Form der Dramaturgie funktioniert hervorragend und verschafft 8 Blickwinkel einen wirklich permanent vorhandenen, sich stetig steigernden Spannungsbogen. Dieser schlägt dann wahrhaft Kapriolen, als Travis die Blickwinkel 6-8 in einer Episode zusammenfasst und dabei das ohnehin hohe Tempo ins Extrem verschärft, den Bodycount unglaublich ansteigen lässt und die actionreiche Ausrichtung seines Streifens deutlich hervorstreicht. Und dann bricht der Showdown los und der Zuschauer kommt gar nicht mehr zum Durchatmen.

Die Storyingredienzien greifen zunehmend mehr ineinander, das Komplott hinter dem Anschlag wird aufgelöst und nebenher setzt es Action, Action, Action. Und dann sind sie endlich da, die Sekunden und Minuten der Ruhe. Sprich: Der Abspann läuft. 8 Blickwinkel ist ein Uptempoactionthriller, gegen den Speed wie eine gemütliche Rentnerkaffeefahrt wirkt. Das stetig anziehende Tempo walzt dann während der Laufzeit des Streifens einige echte Probleme einfach platt. Ärgerlicherweise haben die Bäddies nämlich wieder einmal kein Motiv für ihr Handeln bzw. es erschöpft sich in: "Wir müssen den Präsidenten killen." Das Warum hinter diesen Bestrebungen wird nie wirklich greifbar, es ist halt so. Besonders problematisch wird diese schwache Unterfütterung der Charaktere dann, wenn einer der "Guten" auf einmal die Seiten wechselt, was gleich gar nicht nachvollziehbar oder gar plausibel erscheint, da realistische Beweggründe dafür fehlen. Auch die restlichen Charaktere wirken eher arg reißbrettartig und wenig glaubwürdig, doch dies fällt im Film selber gar nicht auf.

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Dieser legt nämlich vor allem Zeugnis ab von den famosen Fähigkeiten des Meistercutters Stuart Baird (Regisseur des tollen Einsame Entscheidung), der hier eine echte Duftmarke im Genre setzt und wirkliche Fitzelarbeit geleistet haben muss. So wiederholen sich trotz mehrfacher Wiederholung von ein- und derselben Geschichte wirklich ausschließlich einige Schlüsselbilder, alle anderen Momente werden IMMER aus anderen Perspektiven präsentiert, so dass 8 Blickwinkel nie Gefahr läuft, den Zuschauer mit endlosen Bildwiederholungen zu langweilen. Und so gelingt es 8 Blickwinkel, eine Handlung, die wohl nur für knapp 20 Minuten gereicht hätte, grandios unterhaltsam auf äußerst kurzweilige 90 Minuten zu strecken. Eine echte Meisterleistung.

Auch in anderen technischen Belangen überzeugt 8 Blickwinkel durchgehend. Pete Travis pumpt zusätzlich zu der energiegeladenen formalen Beschaffenheit seines klug zusammengesetzten und erzählten Actionthrillers viel Energie mittels unmittelbarer Kameraarbeit in seinen Streifen. Er ist immer mittendrin, ganz nah dran an seinen Charakteren und insbesondere in der Action wackelt seine Kamera dann auch mal gar furchterbar. Doch da er sich während den Actionhöhepunkten immer auf Augenhöhe des Geschehens befindet, entsteht so eine herrlich authentische und direkte Atmosphäre, die den Zuschauer mitten in den Film hineinzieht. Abgesehen von der energetischen Kameraarbeit setzt er auf edle und farbgesättigte Bilder, denen er nur in den starken Szenen um die große Explosion der Präsidentenbühne scheinbar alle warmen Farben entzieht und ein fast apokalyptisches Szenario entwirft. Weitere kleine technische Schmankerl bilden eine saucoole, computergenerierte Kamerafahrt in dem hektischen Showdown und die spannend umgesetzte, ausführliche Autoverfolgungsjagd, die alle Fronten klärt. Im Grunde gibt es nur einen technischen Ausreißer und das ist eine enttäuschend mies getrickste Explosion eines Hotelstockwerkes.

Am Ende des Streifens bedanken sich die Macher im Übrigen bei Hans Zimmer. Verständlich, da man permanent das Gefühl hat, der Score zum Film stamme direkt aus seinen Händen. Treibend und pulsierend peitscht die Musik den Film voran und lässt nur in ganz kurzen Momenten des Verschnaufens etwas spanische Folklore einfließen. Ansonsten gibt es in jeder Szene das zimmertypische Rumtata vom Allerfeinsten. Der Macher heißt allerdings nicht Hans Zimmer sondern Atli Örvarsson und ist ein Zögling vom deutschen Filmmusik Qualitätsgaranten Nummer Eins.

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Schauspielerisch kann man sich nach den bisherigen Ausführungen sicher vorstellen, dass der recht prominente Cast hier nicht über die Maßen gefordert wurde. Man kann aber konstatieren, dass die Leistung des gesamten Ensembles auf den Punkt stimmt und dem Film so bei all dem Tempogeknüppel auch ein echtes Herz verliehen wird. Vor allem, da die Darsteller aus den schwach gezeichneten Charakteren ein Maximum an Grundsympathie herausholen können. Dabei gefallen die großen Namen wie Dennis Quaid, Sigourney Weaver, William Hurt oder Forest Whitaker (den ich selten in einer derart physisch anspruchsvollen Rolle gesehen habe!!!) genauso wie die Newbies Matthew Fox (Lost) oder Edgar Ramirez (der nach seinem grandiosen Auftritt im Bourne Ultimatum wieder einige enorm gelungene Actioneinlagen zu bewältigen hat!). Einen echten Hauptcharakter gibt es bei der Anlage des Filmes natürlich nicht und man könnte auch nicht wirklich einen Charakter benennen, der den Film in irgendeiner Weise prägen würde. Mich freut es eigentlich vor allem für Dennis Quaid, dass er nach einer gigantischen Durststrecke in den späten 90igern jetzt einen echten zweiten Frühling erlebt und mit viel Mut zur Selbstironie schon so manchen Streifen über die Runden rettete. Auch in 8 Blickwinkel darf er einen sehr menschlichen Charakter geben, der eben auch nicht umhin kommt, festzustellen, dass er auch nicht mehr der Jüngste ist. Sehr charmant.

Was bleibt ist ein überaus klug und vor allem rasant montierter Actionthriller, der ein Mördertempo fährt und vor allem auf den Bauch des Publikums abzielt. Der tolle Aufbau des Streifens und die allmähliche, von Cliffhanger zu Cliffhanger hangelnde Auflösung von 8 Blickwinkel sorgen dann dafür, dass auch der Kopf nicht zu kurz kommt. Kurzweilige und spannende Unterhaltung mit einigen ordentlich inszenierten Actioneinlagen. Echte Schwächen leistet sich dieses Uptempobrett nur in der Figurenzeichnung, die teils wenig plausibel wirkt und vor allem den Bösewichtern keine wirkliche Handlungslegitimation zugestehen will.
:liquid8:

In diesem Sinne:
freeman

Verfasst: 02.03.2008, 23:44
von Hannibal
Wiedermal 'ne sehr feine Review. War gestern auch drin, musste ihn allerdings dank fast restlos ausverkauftem Kino (gab's da was umsonst??) aus der zweiten Reihe erleben. Bei der hektischen Inszenierungs-Technik doch recht anstrengend, aber naja...;-)
Was den Film angeht, hagelt es meinerseits deftige Zustimmung ;-) Ein Uptempo-Brett sondergleichen, was von der ersten Minute an unaufhaltsam losprescht und erst beim Abspann wieder zum Stehen kommt. Dazwischen permanente Adrenalin-Achterbahnfahrt, die ein solches Tempo vorlegt, dass man gar keine Chance hat über Logikfehler nachzudenken, welche aber zweifellos vorhanden sind. Die eigentliche Story ist alles anderes als neu, genauso wenig wie die Wendungen, aber das alles kaschiert der Streifen perfekt. Selbiges gilt für die Figurenzeichen, wobei mir insbesondere mein Lost-Liebling Matthew Fox eindeutig zu kurz kam ;-) Dennis Quaid rockt sich als ölende Kampfsau durch das Szenariou, Forest Whitaker lässt ein wenig zu sehr den sympathischen Gut-Mensch-Amerikaner raushängen, sehr gut gefallen hat mir der (wenn auch sehr kurze) Auftritt von Sigourney Weaver. Fantastisch gespielt. Der zusammengefasste Blickwinkel enttäuschte mich anfangs ein wenig, da die Idee des Streifens ja durch die Zusammenfassung mehr oder weniger aufgebrochen wurde. Dennoch geht auch dieser Part des Streifens enorm ab, auch wenn mir die Autoverfolgungsjagd fast zu verwackelt gefilmt war (ich hör mich schon an wie John Woo...fuck ;-))...fiel ziemlich stark auf und wirkte teilweise, als wolle man durch ständiges Zoomen & Reißschwenks das zu geringe Budget kaschieren...kann aber auch an der ungünstigen SItzposition gelegen haben. ;-)
Naja, trotz objektiv vorhandener inhaltlicher Schwächen, verursacht der Streifen beim Konsum desselbigen beinahe 90-Minuten-Dauer-Herzstillstand ohne Längen und Lückenfüller. Kein Gramm zu viel, nette Idee (wenn auch nicht ganz neu), toller Cast, souveräne Inszenierung...ein herrlich schweißtreibender Action-Snack für zwischendurch...
:liquid7:,5

Verfasst: 03.03.2008, 06:35
von StS
Hört sich ja alles ganz nett an, Ihr 2! :D
Wie ich aber an anderer Stelle bereits schrieb, hab ich schon so viele enttäuschte Stimmen gelesen, dass ich den Kinobesuch weglassen und ihn mir dann erst später im heimischen Wohnzimmer ansehen werde... :wink:

Verfasst: 03.03.2008, 07:11
von daemonicus
StS hat geschrieben:Hört sich ja alles ganz nett an, Ihr 2! :D
Wie ich aber an anderer Stelle bereits schrieb, hab ich schon so viele enttäuschte Stimmen gelesen, dass ich den Kinobesuch weglassen und ihn mir dann erst später im heimischen Wohnzimmer ansehen werde... :wink:
Dito. :wink:

Verfasst: 03.03.2008, 08:41
von freeman
Ihr verpasst Tempo, Tempo, Tempo ... und ausserdem wackelts doch auf DVD net mehr so ;-)

@ Hanni: Ja sauber, da gehen mer ja fast 100 pro konform! Yeah! Und das Gewackel war imo net aus Budgetgründen, sondern sicher eher, weil man in einer Innenstadt wieder mal nicht mehr als die maximal erlaubten 50 Kilometer pro Stunde (hat wohl Versicherungsgründe) fahren durfte und es sonst vermutlich schwer gewesen wäre, da mehr Tempo reinzubekommen ... und von einer entfernteren Sitzposition wackelte es da auch gar net so wild ;-). Zweite Reihe stelle ich mir da dennoch hart vor ...

In diesem Sinne:
freeman

Verfasst: 04.03.2008, 17:26
von Frances TM
Den Forest Whitaker fand ich bisher im ganz gut bis herausragend wenn ich ihn auf der Leinwand gesehen habe. Das hier ist der erste Streifen, der ihn komplett verheizt. Die Tendenz hat der Film irgendwie generell.
:liquid4:

Verfasst: 23.07.2008, 07:06
von StS
Vantage Point...

...ist ein oberflächlich-unterhaltsamer Film, der ein nettes Gimmick (die Perspektiven), sehr hohes Tempo und erstaunlich viel Action aufbietet - inhaltlich aber doch enttäuscht. Das liegt in erster Linie daran, dass die Handlung hauchdünn und teils ziemlich vorhersehbar ist (der ansonsten großartige Trailer hat schon deutlich zu viel verraten, den Rest kann man sich spätestens nach dem "3. Segment" problemlos denken, besonders die identität des obligatorischen und zudem blass gespielten Verräters). Schauspielerisch wird kaum einer der Beteiligten gefordert (physisch vielleicht, aber nicht mimisch), die CGI-Sequenz unmittelbar vorm Abspann (Hubschrauber) hat mich dann noch einmal recht gut verärgert - und darüber hinaus wäre es vielleicht besser gewesen, nur "7 Blickwinkel" (ohne Forest Whitaker´s Part) zu präsentieren, denn das hätte dem Streifen noch einige so richtig belanglose Momente erspart...

Fazit: Ein oberflächlicher, aber dank seines Tempos und Action-Gehalts schön kurzweiliger Film - genau richtig zum Abschalten vom Arbeitstag am Abend!

:liquid7:

PS: Die US-Blu-Ray ist einfach klasse - und am Anfang des Films musste ich bei Frau Weaver´s blonder Kollegin im Sendewagen immerzu in jeder ihrer Szenen erfreut feststellen, dass jene exakt wie eine junge Natasha Henstridge ausschaut... :wink:

Verfasst: 24.07.2008, 11:28
von MysteryBobisCREEPY
oh.. schön schön, hier überwiegt ja das positive Urteil :)

Verfasst: 26.08.2008, 19:19
von Elkjaer-Larsen
Hab den mir jetzt auch mal angesehen und wäre beim Zählen der Blickwinkel im ersten Drittel fast eingeratzt. Ist ja das titelgebende Konzept durchaus interessant, hätte man die anfängliche Gliederung irgendwie flüssiger montieren können. Hätte zuweilen fast zurückgespult um zu zählen, wieviele Winkel schon dran waren und wieviele noch kommen.
Die fetten Actionsequenzen treiben einem dann aber die Müdigkeit aus den Gliedern. Passend zu den ziemlich oft dudelnden Bourne-Streichern gerieten die sehr physisch, nicht zuletzt durch den rasanten Schnitt.
Getragen von verlässlichen Stars wie Dennis Quaid, gelang Pete Travis eine unterhaltende Fastfood-Kelle, die im ersten Teil leider zu viel Potential verschenkt und in vielerlei Hinsicht mehr Blut hätte vertragen können.
:liquid6: ,5

Verfasst: 26.08.2008, 22:56
von kami
Schöner und spannender Film, der zwar zum einen etwas Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen, und zum anderen sein Blickwinkelkonzept nicht konsequent durchzieht, dafür aber einige sehr spektakuläre Szenen, rasante Action, überzeugende Schauspieler (abgesehen von Whitaker) und einen treibenden Score verfügt. Leider macht das dumme Ende zu schlechter Letzt doch einiges wieder kaputt, trotzdem langt´s zu :liquid7:

Verfasst: 01.10.2008, 20:38
von MysteryBobisCREEPY
Klasse Film, knackig... hat richtig Spaß gemacht.
:liquid8:

Verfasst: 24.01.2009, 17:21
von Vince
Ja tatsächlich, erstaunlich schnittiger Episodenthriller mit bemerkenswerter bpm-Zahl. Von der Handlung wird zwar nicht mal der Hund satt, aber die Spannungsschraube packt beherzt zu und erlaubt es nicht mal zwischen den einzelnen Blickwinkeln, herauszufinden. Stattdessen bleibt man gebannt sitzen und steigert sich in einen kumulativen Adrenalinaufbau, der höchstens von den bedeutungsschwangeren Zeitlupensequenzen zwischen dem Mann und der Frau mal abgebremst wird, die von Whitaker (den ich übrigens auch hier wieder ziemlich gut fand, bei weitem jedenfalls nicht so schlecht wie er gemacht wurde) per Videokamera eingefangen werden. Das schauspielerische Highlight setzte Sigourney Weaver mit ihrer Reaktion auf die Schüsse gleich zu Beginn des Films. Inszenierungstechnisch kommt der große Hammer am Ende bei der Szene mit dem Mädchen und dem Krankenwagen.
Fast Food, das durchaus nochmal schmeckt.
:liquid7:

Verfasst: 26.01.2009, 11:12
von McClane
Hab den auch die Tage gesehen, empfand den als "11:14" mit Terroristen :D Das Konzept wird ja irgendwann aufgegeben, bisweilen ist das Teil auch arg konstruiert, aber dafür recht flott erzählt und mit einigen netten Seitenhieben. Die Action kann sich sehen lassen, auch wenn es an sich nur zwei (mehrfach erzählte) Szenen sind, nämlich die geile Hoteleinlage und die Verfolgungsjagd von Spiro Razatos. Gegen Ende wird es dann etwas platt, wenn diverse Charaktere holterdiepolter über den Jordan gehen müssen und es eine ganz dicke Unglaubwürdigkeit gibt.

*SPOILER*

Der Chef-Terrorist geht über die Leichen von zig Agenten, Zivilisten und Verbündeten, aber setzt lieber den Wagen vor die Wand anstatt ein kleines Kind zu überfahren? War gerade Gutmenschen-Tag im Terror-Camp?

*SPOILER ENDE*

:liquid6:,5

Verfasst: 15.03.2009, 14:10
von The Punisher
Ich stimme freeman in allen Punkten zu, grandioser Action Thriller, feine schnitte und die Cliffhanger bevor alles "zurück gespult" wird sind dermasen spannend das man eigentlich gleich wissen will was den da grade passiert. Einzigst die Sache wer aus dem inneren Kreis des Präsidenten in dem Attentat mit drinne steckt war (mir zumindest) von Anfang an klar :(
:liquid8:

Verfasst: 03.05.2009, 22:41
von Ed Hunter
Kann in den positiven Tenor mit einstimmen: Sehr schöner, enorm temporeicher und kurzweiliger Actionthriller mit raffiniertem Konzept, sympathischen wenngleich unterforderten Stars und bei aller neumodischen Inszenierungshektik stets erfreulich übersichtlichen und gelungenen Actionszenen. Nur schade, dass man das Blickwinkel-Konzept gegen Ende nicht mehr konsequent aufrecht erhielt und die völlige Nonexistenz eines Motivs der Badguys stört auch etwas.

:liquid8:

Verfasst: 04.05.2009, 08:58
von McClane
Ed Hunter hat geschrieben:und die völlige Nonexistenz eines Motivs der Badguys stört auch etwas.
ähmmm, das wird zwar von ihnen nicht ausgesprochen, aber der Präsidentenberater sagt doch sehr deutlich, dass der Anschlag angekündigt wurde als eine Vergeltung für US-Intervention im Nahen Osten.

Verfasst: 04.05.2009, 16:28
von Ed Hunter
Ja, ok, dann lass es mich so formulieren:
Die völlige Nonexistenz eines über einen in einem Satz abgehandelten Alibi-Grund hinausgehenden Motivs der Badguys. ;-)
Es kam mir in dem Film halt arg "Es geht um nen Anschlag, doch warum is uns eigentlich wurscht"-mäßig vor. Nicht dass das Motiv der Badguys in einem Actionthriller für mich gemeinhin von übermäßigem Interesse wäre, aber hier wirkte es einfach seeehr lieblos vernachlässigt, imo.

Verfasst: 05.05.2009, 08:07
von freeman
aber hier wirkte es einfach seeehr lieblos vernachlässigt
Mein Reden ...

In diesem Sinne:
freeman