Android Apocalypse
Verfasst: 20.08.2008, 15:35
Android Apocalypse

Originaltitel: Android Apocalypse
Herstellungsland: USA/Kanada
Produktionsjahr: 2006
Regie: Paul Ziller
Darsteller: Joseph Lawrence, Scott Bairstow, Chris Jericho, Shannon Jardine, Daniel Ford Beavis, Mike Fleischhaker, Terrance Leigh, Amy Matysio, Anne Nahabedian
In selige von allerlei trashiger Cyborg-Endzeit-Ware überschwemmte Early-90s-Zeiten fühlt man sich ein wenig angesichts der 2006er DTV-Sci-Fi „Android Apocalypse“ zurückversetzt. Zwar ist der Streifen des dank diverser Don Wilson – Streifen und sonstiger B-Kracher wie „Back in Action“ und „Shootfighter 2“ actiongenreerfahrenen Regisseurs Paul Ziller nicht halb so spektakulär wie Cover und Titel vermuten lassen, als preiswert produzierte Home Entertainment – Ware ist das Werk aber allemal zu gebrauchen.
Die Zukunft der Welt sieht düster aus: Die letzten Menschen hausen in einer hochtechnisierten Kuppelstadt, während um sie herum nichts als wüstes Ödland existiert, Androiden werden als Arbeitskräfte eingesetzt, doch durch einen Systemvirus geraten immer mehr Maschinen außer Kontrolle und wenden sich gegen ihre Erschaffer. Das Schicksal führt den menschliche Gefühle empfindenden Androiden Dee Cee (Joseph Lawrence) und den menschlichen Inhaftierten Jute (Scott Bairstow) auf einem Gefangenentransport zusammen. Als der von amoklaufenden Flugrobotern unter Feuer genommen wird, gelingt den beiden aneinandergekettet die Flucht. Unerbittlich verfolgt, kommt das Duo einem teuflischen Plan auf die Spur: Die Androiden wollen die letzten Menschen auslöschen und die Weltherrschaft an sich reißen…
Originell ist in „Android Apocalypse“ beileibe nichts, von „Flucht in Ketten“ bis zu diversen Cyborg-Actionern fühlt sich der Zuschauer mehr als einmal an offensichtliche Inspirationen der Drehbuchautoren erinnert, dank des recht hohen Tempos, das Zillers Film vorlegt, kann man darüber aber lange Zeit gut hinwegsehen.
Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Maschinen, Androiden und Flugrobotern, Gut und Böse und anfangs freilich auch unseres ungleichen Heldengespanns untereinander sorgen für flotten Sci-Fi-Spaß, dessen Actionpalette sich aus nett choreografierten Schlägereien, charmanten Shootouts und billig getricksten Explosionen und CGI-Gegnern zusammensetzt. Obgleich der Härtegrad gering ist und das Budget sichtbar schmal war, gelingen Ziller mit dem Prädikat „nett“ passend umschriebene Fights und Verfolgungsjagden, die durch den Trashcharme einer vor 15 bis 20 Jahren realisierten Produktionen zweifellos noch dazugewonnen hätten, sich im Rahmen der Möglichkeiten aber auch so sehen lassen können.
Die auf pseudo-Hochglanz polierte, cleane, schlichte Optik lässt allerdings leider nie wirklich Atmosphäre aufkommen: Düstere Endzeit sieht anders aus als die viel zu saubere und glatte PC-Welt von „Android Apocalypse“, doch dank der erwähnt akzeptablen Geschwindigkeit des Geschehens nimmt der Unterhaltungswert dadurch nur bedingt Schaden. Vielmehr ist dem Streifen das lahme Schlussdrittel anzukreiden, das in x-mal durchgekauten Klischee-Genreingredienzien um menschliche Gefühle empfindende Androiden und die Weltherrschaft an sich reißen wollende Maschinen dahindümpelt und dem im Showdown ein wenig die Puste ausgeht.
Auch Scott Bairstow und Joseph Lawrence geben kein allzu glanzvolles Hauptdarstellerduo ab und schüren trotz solider Darstellung ihrer Rollen hauptsächlich das Verlangen nach einem charismatischen B-Helden, der „Android Apocalypse“ mit Sicherheit zusätzlich aufgewertet hätte und die Logik verabschiedet sich ebenfalls hin und wieder ins Nirvana, weshalb man dem Werk mehr als eine grundsolide Durchschnittswertung wahrlich nicht zugestehen kann.
Fazit: „Android Apocalpyse“ ist ein netter kleiner Sci-Fi-Film in der Tradition bewährter Cyborg-B-Spektakel, dem es aber an charismatischen Darstellern, einer interessanten Story und ansprechender Atmosphäre fehlt. Vor allem in den ersten zwei Dritteln hält Genreroutinier Paul Ziller jedoch mit hohem Tempo bei Laune und holt aus seinem schmalen Budget in Anbetracht der Umstände passable Actionszenen heraus, deren Tricks ihre einkopierte Herkunft aber nie verleugnen können und deren Härtegrad recht moderat ausfällt. Für SF- und B-Allesseher als nette Unterhaltung auf jeden Fall zu gebrauchen, aber alles andere als ein Must See.

Die deutsche DVD von Sony Pictures Home Entertainment kommt mit einer FSK-16 uncut.

Originaltitel: Android Apocalypse
Herstellungsland: USA/Kanada
Produktionsjahr: 2006
Regie: Paul Ziller
Darsteller: Joseph Lawrence, Scott Bairstow, Chris Jericho, Shannon Jardine, Daniel Ford Beavis, Mike Fleischhaker, Terrance Leigh, Amy Matysio, Anne Nahabedian
In selige von allerlei trashiger Cyborg-Endzeit-Ware überschwemmte Early-90s-Zeiten fühlt man sich ein wenig angesichts der 2006er DTV-Sci-Fi „Android Apocalypse“ zurückversetzt. Zwar ist der Streifen des dank diverser Don Wilson – Streifen und sonstiger B-Kracher wie „Back in Action“ und „Shootfighter 2“ actiongenreerfahrenen Regisseurs Paul Ziller nicht halb so spektakulär wie Cover und Titel vermuten lassen, als preiswert produzierte Home Entertainment – Ware ist das Werk aber allemal zu gebrauchen.
Die Zukunft der Welt sieht düster aus: Die letzten Menschen hausen in einer hochtechnisierten Kuppelstadt, während um sie herum nichts als wüstes Ödland existiert, Androiden werden als Arbeitskräfte eingesetzt, doch durch einen Systemvirus geraten immer mehr Maschinen außer Kontrolle und wenden sich gegen ihre Erschaffer. Das Schicksal führt den menschliche Gefühle empfindenden Androiden Dee Cee (Joseph Lawrence) und den menschlichen Inhaftierten Jute (Scott Bairstow) auf einem Gefangenentransport zusammen. Als der von amoklaufenden Flugrobotern unter Feuer genommen wird, gelingt den beiden aneinandergekettet die Flucht. Unerbittlich verfolgt, kommt das Duo einem teuflischen Plan auf die Spur: Die Androiden wollen die letzten Menschen auslöschen und die Weltherrschaft an sich reißen…
Originell ist in „Android Apocalypse“ beileibe nichts, von „Flucht in Ketten“ bis zu diversen Cyborg-Actionern fühlt sich der Zuschauer mehr als einmal an offensichtliche Inspirationen der Drehbuchautoren erinnert, dank des recht hohen Tempos, das Zillers Film vorlegt, kann man darüber aber lange Zeit gut hinwegsehen.
Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Maschinen, Androiden und Flugrobotern, Gut und Böse und anfangs freilich auch unseres ungleichen Heldengespanns untereinander sorgen für flotten Sci-Fi-Spaß, dessen Actionpalette sich aus nett choreografierten Schlägereien, charmanten Shootouts und billig getricksten Explosionen und CGI-Gegnern zusammensetzt. Obgleich der Härtegrad gering ist und das Budget sichtbar schmal war, gelingen Ziller mit dem Prädikat „nett“ passend umschriebene Fights und Verfolgungsjagden, die durch den Trashcharme einer vor 15 bis 20 Jahren realisierten Produktionen zweifellos noch dazugewonnen hätten, sich im Rahmen der Möglichkeiten aber auch so sehen lassen können.
Die auf pseudo-Hochglanz polierte, cleane, schlichte Optik lässt allerdings leider nie wirklich Atmosphäre aufkommen: Düstere Endzeit sieht anders aus als die viel zu saubere und glatte PC-Welt von „Android Apocalypse“, doch dank der erwähnt akzeptablen Geschwindigkeit des Geschehens nimmt der Unterhaltungswert dadurch nur bedingt Schaden. Vielmehr ist dem Streifen das lahme Schlussdrittel anzukreiden, das in x-mal durchgekauten Klischee-Genreingredienzien um menschliche Gefühle empfindende Androiden und die Weltherrschaft an sich reißen wollende Maschinen dahindümpelt und dem im Showdown ein wenig die Puste ausgeht.
Auch Scott Bairstow und Joseph Lawrence geben kein allzu glanzvolles Hauptdarstellerduo ab und schüren trotz solider Darstellung ihrer Rollen hauptsächlich das Verlangen nach einem charismatischen B-Helden, der „Android Apocalypse“ mit Sicherheit zusätzlich aufgewertet hätte und die Logik verabschiedet sich ebenfalls hin und wieder ins Nirvana, weshalb man dem Werk mehr als eine grundsolide Durchschnittswertung wahrlich nicht zugestehen kann.
Fazit: „Android Apocalpyse“ ist ein netter kleiner Sci-Fi-Film in der Tradition bewährter Cyborg-B-Spektakel, dem es aber an charismatischen Darstellern, einer interessanten Story und ansprechender Atmosphäre fehlt. Vor allem in den ersten zwei Dritteln hält Genreroutinier Paul Ziller jedoch mit hohem Tempo bei Laune und holt aus seinem schmalen Budget in Anbetracht der Umstände passable Actionszenen heraus, deren Tricks ihre einkopierte Herkunft aber nie verleugnen können und deren Härtegrad recht moderat ausfällt. Für SF- und B-Allesseher als nette Unterhaltung auf jeden Fall zu gebrauchen, aber alles andere als ein Must See.
Die deutsche DVD von Sony Pictures Home Entertainment kommt mit einer FSK-16 uncut.