Fire Force

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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C4rter
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Fire Force

Beitrag von C4rter » 16.01.2011, 15:53

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Originaltitel: Firepower
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Richard Pepin
Darsteller: Chad McQueen, Gary Daniels, George Murdock, Joseph Ruskin, Alisha Das, Warrior, Pablo Marz, Art Camacho, Dennis Garber, Vanessa Hampton, Kimberly Hooper, Taylor Leigh

„Fire Force“ spielt im Jahre 2008 in der nicht mehr ganz so schönen Stadt Los Angeles. Das Verbrechen hat wieder mal die Oberhand erlangt und da man dem Ganzen sowieso nicht mehr beikommt, wurde kurzerhand die so genannte Freiheitszone erschaffen. Dort gilt kein Gesetz und die gewalttätigen Verbrecherbanden können machen was sie wollen. Gutes kommt dabei natürlich nicht rum. Die gefürchtetste Bande nennt sich Höllenhunde und diese dringen auch immer wieder in die befriedeten Bereiche von Los Angeles vor um dort Unheil zu stiften und sich zu bereichern. Doch sie verbreiten zudem ein angebliches AIDS-Gegenmittel. Zwei Cops(Chad McQueen, Gary Daniels) des LAPD wollen dem Treiben Einhalt gebieten und begeben sich undercover in die Freiheitszone. Um sich unters Volk zu mischen, werden sie Teilnehmer einer Gladiatorenshow. Doch aus den kämpfen bis zum K.O. wird bald blutiger Ernst, denn die Tarnung droht aufzufliegen.

Die Story erinnert ein wenig an „Riot“, ebenfalls von „PM“. Doch bei „Fire Force“ liegt der Fokus klar auf den Gladiatorenkämpfen. Abgesehen von einer gelungenen Schießerei samt explosiver Verfolgungsjagd hat der Film die meiste Zeit lediglich Szenen in der Gladiatorenarena zu bieten. Dort schlagen sich diverse, kaum näher beleuchtete Kämpfer die Köpfe ein(oder auch direkt ab). Mittendrin sind zudem unsere 2 Cops zu entdecken, die sich fröhlich mit herum prügeln.

Ich bin nun kein riesen Fan von Prügelszenen und „Fire Force“ hat davon wirklich eine ganze Latte. Doch trotzdem gefiel mir „Fire Force“ recht gut. Die Kämpfe sind hübsch kurzweilig gestaltet. Es werden immer wieder diverse Nahkampfwaffen durch einen angeblichen Computer freigeschaltet(Axt, Lanze, Katana, Schwer, Schild, Nunchucks) die den Kämpfen zusätzliche Würze geben und vor allem auch in der Kategorie „Auf Leben und Tod“ für ein bisschen Blutvergießen sorgen.
Trotzallem aber kämpft der Film zur Halbzeit mit Längen. Die Story wird zugunsten von immer mehr Gladiatorenkämpfen einfach nicht vorangetrieben und steht still, um erst in den letzten 10-15 Minuten wiederbelebt zu werden. Dann wird die ganze Geschichte schlagartig höchst brisant und es gehen einige Handlungsrelevante Personen über den Jordan, was zu einer netten Überschlagung der Ereignisse führt und wieder etwas Pfeffer und Geballer in den Film integriert.

Die beiden Darsteller Chad McQueen und Gary Daniels schlagen sich wacker. Wieso McQueen(Sohn von Steve McQueen) nun ausgerechnet die Hauptrolle bekommen hat und der durchweg viel besser kickende und viel besser trainierte Daniels die zweite Geige spielt und einem absehbaren Ende entgegensteuert, sollte Aufgrund der Info über McQueens Vater klar sein. Wirklich passen tut das allerdings nicht und nimmt dem Film ein wenig Spaß, denn Daniels benimmt sich die ganze Zeit wie der Leading-Man doch der Film legt störrisch weiter den Fokus auf McQueen, dessen ach so tragische Geschichte den Zuschauer ziemlich kalt lässt.

In Sachen Bad-Guys hat der Film einige Gladiatoren zu bieten, die sich allerdings alle nur wenig voneinander unterscheiden. Es gibt die flinken Asiaten und die gewaltigen Muskelpakete, aber wirklich hängen bleiben tut keiner außer vielleicht der lebende Fleischberg „The Swordsman“. Ober-Bad-Guy ist ein Typ namens Drexal, gespielt von Joseph Ruskin, der sich durchweg redlich Mühe gibt böse zu sein, aber am Ende einfach nur ab gefrühstückt wird.

Insgesamt ist „Fire Force“ genau so launig wie die meisten anderen „PM“-Streifen aber eben auch mit denselben typischen Schwächen. Es gibt eine simple aber ausreichende Story und die typischen Actionzutaten, die sich hier wie erwähnt mehr auf Martial-Arts als auf Geballer ausrichten. Der Film sollte aber dennoch jedem Genre-Fan dann und wann ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und alles in allem reicht das definitiv zu einer guten:

:liquid6:

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Beitrag von Kruger » 16.01.2011, 19:02

Sagt mir gar nichts, dieser Film, von Gary Daniels kenne ich auch nicht so viele Streifen, und auch diesen hier werde ich nicht aktiv hinterherjagen... Aber nettes Review.

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Beitrag von Cyborg Cop » 16.01.2011, 19:54

C4rter hat den Film treffend reviewt. Ich hab ihn damals am Ende meiner Actionphase (wieso eigentlich Ende :lol: ) gesehen und tatsächlich, die Gladiatorenkämpfe nehmen erstaunlich viel Raum ein. Wußte tatsächlich bis grade nich, daß Chad Mc Queen der Sohn vom alten Steve ist. Echt umgehauen hat mich damals beim Schauen das vorzeitige Ableben von Gary Daniels. :shock:

Axhso, Bewertung, jo so 5/10

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Beitrag von C4rter » 16.01.2011, 20:23

Cyborg Cop hat geschrieben:Wußte tatsächlich bis grade nich, daß Chad Mc Queen der Sohn vom alten Steve ist.
Ja der Gedanken kam mir auch erst während des Films. Ich dachte mir einfach "Wieso ist dieser McQueen Type da die ganze Zeit vor dem Daniels dran??? Hmmm. McQueen, mal nachher suchen ob die verwandt sind."
Cyborg Cop hat geschrieben:Echt umgehauen hat mich damals beim Schauen das vorzeitige Ableben von Gary Daniels. :shock:
Naja zu dem Zeitpunkt wo das eintritt, ist ja eigentlich schon lange klar das Daniels da immer irgendwie "über" war. Umgehauen hat es mich nicht, war aber enttäuscht das der fähigste Mann nicht mehr dabei war. :cry:

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Beitrag von freeman » 17.01.2011, 09:08

Jupp, diese seltsame Gewichtung der Charaktere ist im Grunde der einzige echte Misston an dem Film. Aber den McQueen haben die trotz nicht vorhandener Kickerfähigkeiten häufiger versucht, in diese Ecke zu rücken (Martial Law sei mal noch genannt, wo er auch ziemlich dilettiert) und als Actionheld zu etablieren. Richtig funktioniert hat das nie. Zum Glück, denn der ist imo auch ne ziemlich charmebefreite Zone. Aber der Streifen selbst macht schon Laune. Immer mit einem Bein im Trash stehend wird hier geprügelt, bis der Arzt kommt (meist viel zu spät :lol: ) und im Grunde ist wirklich immer etwas los, weshalb der Streifen auch nie langweilig wird. Und der Gary macht eh immer Laune. Würde knapp zur
:liquid7:
tendieren.

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 17.01.2011, 09:18

Man merkt, dass der Film noch aus der Frühphase des Studios stammt, so sieht z.B. die Verfolgungsjagd zu Beginn des Filmes ziemlich scheiße aus. Ansonsten schließe ich mich dem Grundtenor an, nette B-Kost mit überraschend guten Kämpfen und einem eher störenden, unangenehm fleischig wirkenden Hauptdarsteller.
:liquid6:

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Beitrag von McClane » 17.01.2011, 09:47

Ich kann mich dem allgemeinen Tenor nur anschließen: McQueen ist ne Wurst, Gary Daniels als zweite Geige etwas verschenkt, aber immerhin gibt es reichlich Fressegeballertes und noch ein wenig Action anderer Art (Verfolgungsjagd, Shoot-Out). Mit der Geschichte ist es nicht weit her, dafür kann die enorme Actionmenge was reißen und das Sci-Fi-Szenario fand ich trotz des knappen Budgets recht stimmig umgesetzt. Einer der brauchbareren Filme aus der Abteilung '"Bloodsport" mit Waffen'.

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Beitrag von Cyborg Cop » 17.01.2011, 16:41

Sehs grade im Filmtagebuch...5-6/10 habe ich damals gegeben, also grade noch so Forumsdurchschnitt. :wink:

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Beitrag von Actionfilmfan » 07.08.2013, 02:31

Find dieses Frühwerk von Pepin aus der PM Entertainment Schmiede sehr gut. Die erste Autoverfolgungsjagd war echt scheiße aber ein paar Autos flogen trotzdem durch die Luft. Besser war die zweite wo man The Swordsman und seine Leute die in diesem Bus waren verfolgte.

Die Shoot-Outs sind ganz in Ordnung gut war das auf dem Polizeirevier.

Die Fights im Death Ring waren gut gemacht und schön blutig. Die meinsten haben sicher Art Camacho erkannt der Viper spielte.

Mich hat das auch angekotzt das Daniels hier die zweite Geige in dem Film spielt. Er kann viel besser kicken als Chad McQueen und muss auch noch hier sterben.

Einer der besseren Filme von Gary bei PM Entertainment :liquid7: Punkte.

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