Kürzlich "nachgeholt" und auch für "ordentlich" befunden.
Ich muss gestehen, dass ich Bren Foster bisher NUR aus der mittlerweile fast 20 Jahre alten pseudo wissenschaftlichen Kampfsport Doku von National Geographics kannte, wo er den Stil "Taekwondo" repräsentierte - seine Auftritte in den Seagal Filmen sind mir natürlich entgangen
Ich schließe mich der allgemeinen Stimmung an, dass der Film zum Ende hin ordentlich abliefert und darüber hinaus es auch schafft die gut 120min Laufzeit durch eine mitreißende Alibi-Handlung und einfühlsamen Charaktermomenten flott vergehen zu lassen, wobei das imo vor allem auch aufs Konto von Bren Foster selbst geht, der über die Kampfszenen hinaus eine sehr wohlige Aura aus Charme und Besonnenheit ausstrahlt, weshalb er für mich in dieser Hinsicht auch definitiv deutlich besser funktioniert als Genre Routinier Scott Adkins.
Und trotzdem kommt man nicht drum herum Laufzeitstreckung vorzuwerfen, denn der MMA Kampf in der ersten Hälfte des Filmes - so großartig er auch ist - verpufft leider in inhaltlicher Bedeutungslosigkeit. Die Rivalität zwischen Alex und dem amtierenden Champ hat keine Bewandnis für die eigentliche Handlung und wird zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ausgetragen, da an dieser Stelle die Aufmerksamkeit (zumindest bei mir) bei den entführten Kindern lag, und dieser Subplot völlig unnötig von der eigentlichen Dramaturgie ablenkte. Hätte ich noch eher verzeihen können, wenn es darauf hinausgelaufen wäre, dass der Champ am Ende im finale mitmischt, aber so...
Wo wir vom Finale sprechen. Das ist natürlich grandiose Genrekost und muss sich echt nicht vor zeitgenössischer Ware aus anderen Ländern verstecken. Trotzdem muss erwähnt werden, dass sich Foster auch hier etwas zu sehr im Umfang verrent, da die einzelnen Kämpfe sehr oft auf der Stelle treten und der Hauptheld immer wieder in seinen Movesets wiederholt, ehe das Finale neue Facetten annimmt. Auch hier hätte man etwas straffen können.
Aber am Ende des Tages bleibt aber doch der Eindruck eines wahnsinnig guten Regiedebuts in diesem Genre mit eben einem Hauptdarsteller, der auch abseits seiner Kernkompetenz unerwartet glänzen kann.
