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Mr. No Pain
Verfasst: 24.03.2025, 09:22
von McClane
Mr. No Pain
Originaltitel: Novocaine
Herstellungsland: USA/Kanada/Südafrika
Erscheinungsjahr: 2025
Regie: Dan Berk, Robert Olsen
Darsteller: Jack Quaid, Ray Nicholson, Amber Midthunder, Jacob Batalon, Betty Gabriel, Matt Walsh, Evan Hengst, Conrad Kemp, Craig Jackson, Lou Beatty Jr., Garth Collins, Tristan de Beer u.a.
Ein Normalo als Held, der keinerlei Schmerz empfinden kann. Das ist die Ausgangslage der Actionkomödie „Mr. No Pain“, in der Jack Quaid den Protagonisten mit erwähntem Handicap gibt. Als seine große Liebe Amber Midthunder bei einem Überfall entführt wird, nimmt der stellvertretende Bankfilialleiter die Verfolgung der Schurken kurzerhand selbst auf, wobei seine Krankheit ungeahnte Vorteile bringt.
Hier geht's zur Kritik
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 24.03.2025, 09:22
von McClane
Platzhalter für ein zwar nicht nötiges, aber mögliches Sequel
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 24.03.2025, 17:09
von freeman
Im Kino wurde man mal wieder zum Film befragt. Diesmal gabs von mir ne Top-Wertung, denn ich hatte irren Spaß mit dem Film. Rasant, witzig, brutal, toll gespielt, genau mein Ding. Kritik zum Heimkinostart. Auf jeden Fall wurde man diesmal bei der Befragung auch gefragt, was man sich für eine Fortsetzung wünschen würde. Das war neu und ließ mich direkt ein wenig schmunzeln.
In diesem Sinne:
freeman
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 25.03.2025, 04:52
von SFI
Frage zur Titelschmiede war wohl nicht dabei?

Re: Mr. No Pain
Verfasst: 25.03.2025, 09:30
von McClane
Wahrscheinlich wollten sie sich von dem gleichnamigen Steve-Martin-Film von 2001 absetzen und suchten nach etwas, was sich a) relativ lippensynchron mit "Novocaine" übersetzen lässt und b) vom Durchschnittsdeutschen verstanden wird. Da muss selbst ich als alter Synchroverweigerer immerhin sagen, dass ich das gar nicht so verkehrt finde, denn der Begriff fällt nur, wenn Quaid mit seinem Spitznamen aus Kindertagen angesprochen wird und dann direkt sagt, dass er eben keine Schmerzen empfinden kann und deshalb von den anderen Kiddies so aufgezogen wurde. Weiß nicht, ob die meisten Deutschen den Gedankensprung vom Begriff "Novocaine" zu Schmerzunempfindlichkeit ziehen können.
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 25.03.2025, 15:46
von freeman
Ich find den Titel, da er filminhärent fest verankert ist, weitaus besser als den Originaltitel. Also zumindest für den Dachraum.
In diesem Sinne:
freeman
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 25.03.2025, 16:59
von McClane
Naja, filminhärent isser ja nur durch die Synchro. Würde er da "Novocaine" sagen, dann hätte man auch "Novocaine" als Titel lassen können. Auch wenn ich es, wie gesagt, in dem Fall durchaus sinnig finde.
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 25.03.2025, 18:34
von StS
An den Steve Martin Film erinnert sich sowieso kaum einer... und nur damit der "Durchschnittsdeutsche" sich möglichst keine Inhaltsangabe durchlesen oder den Trailer anschauen muss, hätte man den Namen nicht ändern müssen. Selbst kluge Deutsche hätten sich gewiss nicht wirklich ins Kino gesetzt mit dem Glauben, das sei ein Film über ne Zahnarztpraxis oder sowas in der Art...
Der Titel so ist nun halt uncool plump (too on the nose)... daher wird die Scheibe importiert, um nicht den Schriftzug drauf zu haben. Ach, und nochmal lass ich Freeman ich so ne Alle-Augen-zudrücken-und-etwas-rumschwadronieren-Argumentation wie bei "Zerplatzt" (ebenfalls uncool on the nose) nicht durchgehen. Da hatte man wenigstens die Sprache gewechselt...
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 26.03.2025, 15:50
von freeman
Mit Novocaine lockst du aber in Deutschland keinen in die Kinos. Und mit "Spalt N" als Titel genausowenig! Oder "Iboprofen - The Muvie". So ein wenig Marketinggespür braucht es schon noch. Und als voll würde ich das Kino am Samstag um 20 Uhr (also wenn normalerweise alls Säle ausverkauft sind) nicht bezeichnen, nichtmal als viertel voll. Auch und vor allem, weil eben die Trailer zum Film null funktioniert haben. Wie ich es in meiner Kritik auch andeute. Ich musste meine Kumpel auch heftig überreden, sich den anzusehen, weil die nach den Trailern auch eher underwhelmed waren und da nichtmal mehr der deutsche Titel wirklich zündete. Und am Ende waren sie genauso angeknippst wie ich. Mit Novocaine wäre das hundertpro nicht passiert, denn dann hätte ich alleine gehen können
@ Stefan: Bei dir frage ich mich bei dem Thema immer, ob es da nicht doch einfach nur ein Prinzip ist. Wie hätte es denn ausgesehen, wenn der Film in den USA als "Mr. No Pain" und in Deutschland als "Novocaine" gelaufen wäre? Willst du mir wirklich erklären, du hättest dann ebenfalls geningelt und den deutschen Titel zum Maß aller Dinge erhoben? Weil der ja so cool ist? Irgendwie glaube ich das nicht so wirklich.
In diesem Sinne:
freeman
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 26.03.2025, 16:27
von StS
freeman hat geschrieben: ↑26.03.2025, 15:50
Wie hätte es denn ausgesehen, wenn der Film in den USA als "Mr. No Pain" und in Deutschland als "Novocaine" gelaufen wäre?
Ich wäre auf jeden Fall positiv überrascht gewesen. "Mr. No Pain" klingt quasi nach einem Asylum-Mockbuster dazu.
Warum nicht gleich "No Pain Nate"?
Generell finde ich es halt nicht cool, wenn man hierzulande für englische Titel einfach neue englische Titel nimmt.
In diesem Fall ist es zudem doppelt uncool, weil der neue Titel dazu auch noch derart platt geraten ist.
Ich fand den Trailer eigentlich ganz okay. Da haben sie es bei Quaid´s "Companion" jüngt deutlich schlimmer verblockt.
Und da ich beide Leads mag und ich weiß, was die Regisseure können, passte das auf Anhieb für mich.
Zum Glück wurde bei den O-Ton-Vorstellungen immer der Originaltitel am Ende des Trailers eingeblendet/beibehalten.

Re: Mr. No Pain
Verfasst: 26.03.2025, 23:10
von McClane
freeman hat geschrieben: ↑26.03.2025, 15:50
Auch und vor allem, weil eben die Trailer zum Film null funktioniert haben [...], weil die nach den Trailern auch eher underwhelmed waren
Echt jetzt? Ich fand den Trailer, den ich gesehen habe, eher suboptimal, weil er schon viel zu viele der Highlights verrät.
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 01.04.2025, 17:12
von freeman
Hm, ja. Hatte nicht das Gefühl während des Filmgenusses, schon zu sehr gespoilert zu sein. Auch und vor allem, weil der Trailer sich ja eher aus der ersten Hälfte bediente.
In diesem Sinne:
freeman
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 01.04.2025, 22:58
von McClane
Keine Ahnung, ob es verschiedene Trailer gab oder gibt, aber in dem, den ich gesehen habe, war folgendes drin:
- fast alle Highlights des Küchenfights wie der missglückte Messerwurf oder der Griff in die Fritteuse (erste Filmhälfte)
- mindestens die Hälfte der Fallen in dem präparierten Haus; der Morgenstern in den Rücken und der Pfeil ins Bein war auf jeden Fall drin, kann sein, dass die Schlinge auch drin war (zweite Filmhälfte)
- ich meine, dass auch die Folterszene, in der Nate schauspielert, dass er gerade ganz dolle Schmerzen hat, auch drin war (zweite Filmhälfte)
Da hat man schon viele überraschende Momente und Highlights in der Vorschau verbraten IMO
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 02.04.2025, 17:54
von freeman
Ja, da haste Recht, da waren ein paar Momente drin. Aber beispielsweise die letzte Actionszene mit allen "Ich sterb einfach net"-Momenten eines Charakters war ja null vorhanden. Und die Folterszene funktionierte im finalen Film weitaus besser als im Trailer. Da hat man also schlecht gespoilert
In diesem Sinne:
freeman
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 20.05.2025, 16:27
von freeman
Meine 50 Cent zum dollen Filmspaß findet ihr jetzt in McClanes-Artikel:
Zur Kritik von Mr. No Pain
In diesem Sinne:
freeman
Re: Mr. No Pain
Verfasst: 10.07.2025, 16:35
von SFI
„Mr. No Pain“ ist eine actionreiche Dramödie, die tatsächlich auf einer recht originellen Prämisse basiert: Der Bankangestellte Nate Cain leidet an CIPA, einer seltenen Krankheit, die Schmerzen ausschaltet. Dieses Krankheitsbild ist nicht nur sein Markenzeichen, sondern birgt auch erhebliche Gefahren, da Schmerz normalerweise als lebensrettende Warnfunktion dient. Der Film thematisiert dabei immer wieder sensibel, wie sich diese Besonderheit auf sein Alltagsleben auswirkt. Die Geschichte beginnt nun mit einem romantischen Stelldichein zwischen Nate und seiner Kollegin Sherry. Ein Banküberfall katapultiert ihn kurz danach unversehens in die Heldenrolle: Seine Schmerzunempfindlichkeit verschafft ihm in der Verfolgungsjagd dabei einen entscheidenden Vorteil. Während er den Räubern nachjagt, um Sherry zu retten, begibt er sich mutig in Gefahr, was sowohl seine Stärken als auch die Risiken seiner Erkrankung offenbart. Die Action ist dabei hart und glaubwürdig inszeniert, vermeidet comicartige Überzeichnungen und unterstreicht die Skrupellosigkeit der Gegenspieler. Im Grunde ist der Film aber zu unaufgeregt und simpel gestrickt, um mehr als ein Actionhappen zu sein.

Re: Mr. No Pain
Verfasst: 02.01.2026, 10:12
von Vince
„Novocaine“ ist aufs Essenzielle reduzierte Gimmick-Action, die beinahe geistesverwandt mit „Upgrade“ sein könnte, würde sie nicht so konsequent auf SciFi-Diskurse und jede andere Art von Ballast verzichten. Das Ergebnis ist die ideale Rezeptur für schnörkellosen Actionspaß mit dem besonderen Twist, der durchaus funktioniert, auch wenn manches am Rande der Glaubwürdigkeit balanciert. Nebenbei bemerkt, baut sich da offenbar auch gerade ein Trend auf, unscheinbare Normalos zu den Protagonisten eines Actionfilms zu erklären. Viel zu knabbern hat man an dem gebotenen Inhalt zwar nicht, aber da kommt ja bestimmt irgendwann Nachschub...

Re: Mr. No Pain
Verfasst: 07.01.2026, 14:23
von Fist_of_Retro
Also wenn man echt an dieser Krankheit leidet ist das gar nicht schön. Zuerst denkt man ja ich spüre keine Schmerzen aber genau das ist das Problem. Wenn man sich verletzt und das schon beim kleinsten Kratzer können Infektionen im Körper entstehen. Denn du weißt nicht das du dich verletzt hast.
Dem Film gebe ich

Punkte.