Außer dem nichtssagenden Trailer, wusste ich nichts über
Project Wolf Hunting. Ich bin also absolut unvorbereitet in den Film gegangen und habe nicht mal ansatzweise geahnt, was für ein Wahnsinn mich erwartet.
Wenn man den Film schaut, dann fragt man sich, was nur aus der Bundesprüfstelle geworden ist und man kommt sich ein wenig dumm vor, weil man früher irgendwelchen indizierten Streifen hinterher gehechelt ist. Derbste Action am Fließband und literweise Blut gibt es bei "Project Wolf Hunting" zu sehen und früher ... da wurde teilweise jeder kleine Körpertreffer aus dem Film heraus geschnitten, damit er hier noch mit einer FSK18 veröffentlicht werden kann. Die Action ist auf jeden Fall gut inszeniert, kommt dreckig und wild herüber und ist ganz klar das Kernstück des Film - der primäre Schauwert.
Inhaltlich dachte ich, bekomme ich eine Polizisten gegen Inhaftierte Story nach alter Hong Kong Manier zu sehen. Anfangs schien es auch so. Auch wenn nicht viel passierte und die Story vor sich hinplätscherte schien es genau darauf hinaus zu laufen. Mitten im Film gibt es dann aber einen Bruch, mit welchen ich überhaupt nicht gerechnet hatte und die ganze Sache triftet in Richtung Horror-Action.
"Project Wolf Hunting" zu bewerten ist nicht einfach. Aus meiner Sicht hätte man aus dem Film besser 2 Teile gemacht. Im ersten Teil das Genexperiment nur andeuten, im zweiten Teil dann die Auseinandersetzung und im Anschluss an das offene Ende folgt dann noch Teil 3. Wie Freeman schon so schön äußerte ist lange Zeit weitestgehend völlig unklar, wer überleben könnte. Da gibt es immer wieder verrückte Wendungen, wo Figuren über den Jordan geschickt werden, womit man kurz vorher noch nicht gerechnet hätte. Das ist zwar durchaus interessant, andererseits macht man so aber auch nichts aus den Figuren und da sind echt einige Charaktere dabei, die durchaus gerne mehr Bildschirmzeit hätten bekommen dürfen. Daher hätte ich mich mir auch gewünschte, dass die Geschichte in 2 Teilen präsentiert wurden wäre. Damit hätte man Charakteren mehr Raum und der Geschichte mehr Inhalt geben können. So wirkt das alles recht lose und unrund. Die inhaltliche Präsentation ist der größte Kritikpunkt.
Optisch macht "Project Wolf Hunting" dagegen durchaus einiges her. Die raue Action ist gut eingefangen und bis auf ein paar wenige CGI-Krücken ist die Sache gut anzusehen.
"Project Wolf Hunting" ist ein wilder Ritt - ein Rausch der Gewalt -, welcher an der Story krankt. Die

von Freeman passen irgendwie schon, es können aber auch 2 Punkte mehr oder weniger sein. Ob der Film einem schmeckt, hängt primär davon ab, ob man zu dem Zeitpunkt sein Steak blutig haben will oder nicht.