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von McClane » 21.08.2017, 13:41
Wo freeman da Tempo in diesem Haufen Dung gesehen haben will, verstehe ich nicht. Ein Arenafightfilm, der es in seiner ganzen Laufzeit auf gerade mal 3 Arenafights bringt, von denen zwei so stumpf und klobig inszeniert sind, dass selbst eine Schulhofschlägerei unter Achtjährigen mehr Dynamik hat. Der dritte ist was besser, nicht zuletzt dank der größeren Beweglichkeit der Fight und der anschließende Showdown ist inszenatorisch auch eher mau, suppt aber in den Einschüssen und reißt einen kurz aus der Lethargie. Davor muss man sich aber durch einen unsäglich inszenierten und montierten Film quälen, der selbst für B-Verhältnisse amateurhaft seine Szenen aneinanderstoppelt und einen mit endlosen Laberszenen und extrem frauenfeindlichen Quälszenen traktiert, dass es fast schon eine unfreiwillig Hommage ans Exploitationkino ist, aber ohne dessen grellen Schlonzfaktor. Für echten Trash ist das alles nicht schrill genug, auch wenn immerhin das Kampfoutfit des Helden zwischen Discokugel und Gaybar-Anzug kurz fürs Kichern sorgt. Ansonsten gibt es Fehlentscheidungen noch und nöcher, wenn etwa eine Figur als Antagonist aufgebaut und dann knapp nach der Halbzeitmarke sang- und klanglos entsorgt wird, nichts Sinn macht und die Trainingseinlagen so gestelzt und schlappi rüberkommen, dass die meist lahme Action fast schon wieder dynamisch wirkt. Als Regieassistent der Second Unit dürfte Florentine vor allem gelernt haben wie Action besser nicht auszusehen hat.
,5 bis

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