Der kami schwingt aktuell aber echt den Holzhammer. Holy Moly.

Ich gebe hier mal den Kwai und relativiere das imo echt unfaire Abwatschen des Streifens. Man sollte bei Rogue Hunter immer im Hinterkopf haben, dass der Film ein Low Budget Streifen ist. In einem Interview etwa gab Frau Bassett zu Protokoll, dass sie ihrer Tochter eine Hauptrolle als Geisel gab, weil sie so Geld sparen konnte (mit verheerenden Folgen

). In Nebenrollen tauchen lauter Freunde und Bekannte auf. Um Geld zu sparen. Der Film wurde chronologisch gedreht, um, genau, Geld zu sparen. So musste jeder, der aus der Handlung raus war, nicht mehr bezahlt werden. Und vor diesem Hintergrund ist die Action (und die allgemeine Optik) im Film aller Ehren wert.
Ich sage nicht, dass sie perfekt ist oder jeder Actionfan sie sehen muss, sie ist halt nur nicht scheiße. Sie ist auch objetkiv betrachtet nicht nicht knallig, denn es gibt ECHTE Explosionen (was andere B-Actioner aktuell ja durchweg missen lassen) und es wird ne Menge geballert. Auch das scheiße inszeniert kann ich so nicht stehen lassen, denn gerade im Finish gibt es Szenen, die haben Filme mit tatsächlich scheiße inszenierter Action nicht zu bieten. Betrachtet man knallig von der Wahrnehmung her, hat kami durchaus Recht: Es fehlt der Action an Wucht (Grund: Siehe Absatz 1) und wie in meiner Kritik dargelegt, sind die an Cirio H. Santiago erinnernden Flammentöpfe anstelle von Granatexplosionen echt peinlich anzusehen. Und wie ebenfalls von mir erwähnt, sind die CGI-Blut-Effekte echt nervig und haben ein extrem schlechtes Compositing, aber wie gesagt, so ganz grundlos ist das alles eben nicht.
Apropos schlechte Effekte: Beim Abfassen der Audiokommentare waren die Löwen noch nicht im fertig geschnittenen Film zu sehen. Mich hätte wirklich mal interessiert, was Bassett selbst zu den Löwen sagt. Denn prinzipiell scheint sie nicht unkritisch sich selbst gegenüber zu sein. Laut ihrer Aussage kannte sie zum Zeitpunkt der Aufnahmen nur erste Abbilder, aber keine Bewegungsabläufe usw.
Zurück zur Action: Trotz der in Teilen nachvollziehbaren Kritik an der Action, ist das Fazit von kami definitiv zu harsch. Außer freilich, man blendet alles aus und denkt bei sich, dass ein Megan Fox Film doch Budget für fette Action im A-Stil haben muss. Aber so gut scheint ihr Standing nicht mehr zu sein.
In diesem Sinne:
freeman