Resident Evil II - VI + Degeneration

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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MarS
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Beitrag von MarS » 10.01.2013, 18:51

Oh man, die Resident Evil Filme. Warum nur musste man das ganze Resident Evil nennen und uns damit die Chance auf eine wirklich gute Realverfilmung in der nahen Zukunft nehmen?! Schizo da bin ich nah bei dir :26
Als ich Teil 1 sah war ich so dermaßen enttäuscht. Das war doch kein Resident Evil! Teil 2 gefiel mir im Gegensatz zu den meisten anderen etwas besser und Teil 3 war ganz ok. Den Rest habe ich noch nicht gesehen. Vielleicht hatte ich mich zwischenzeitlich auch damit abgefunden, dass die Filme niemals die Atmosphäre der Spiele erreichen werden und allgemein wenig mit den Spielen zu tun haben (vom Namen mal abgesehen). Rückblickend kann man sagen, dass die Filme ohne den Spielbezug betrachtet für das Mainstream-Publikum sicher ganz ansprechend sind. Für mich ist das einfach nur seelenlose Ware mit der ich wahrscheinlich niemals warm werde.
Die Teile 1-3 siedle ich irgendwo zwischen :liquid3: und :liquid5: (mit einem zugerückten Auge).

Die Animationsfilme fand ich da schon weit besser. Degeneration war noch etwas lahm, daher :liquid5: . Damnation legte ordentlich einen Zahn zu. Die Story von RE 4 (Spiel) wird hier schön weiter erzählt und und ist auch stilistisch nah am Spiel. Wer also die Spiele mag kann hier auf jeden Fall mal reinsehen. Gute :liquid7:

Man sieht übrigens auch sehr gut an diesem Forum, dass bei den Realverfilmungen einiges schief gegangen ist. RE wird bei den Actionfilmen eingeordnet! Hätte man sich nah an den ersten RE-Spielen orientiert, dann wären die Reviews im Horror-Teil gelandet. Gut die neuen Spiele scheinen auch eher actionorientiert. Damals gab es die aber noch nicht :wink:

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McClane
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Beitrag von McClane » 20.03.2013, 17:54

Resident Evil

Hab ihn seit der Kinosichtung nicht mehr geschaut, hab außerdem nie eines der Spiele gezockt (nur mal Kumpels etwas beim Zocken zugesehen), weshalb ich nicht die Vergleiche der damals wutentbrannten Gamer-Gemeinde ziehen kann, daher hab ich den als durchaus vergnüglichen, wenn auch platten Survival-Horror-Actioner im Kopf. Andersons Regie ist durchaus stylisch, auch wenn der Mann später da noch mehr bringen sollte (siehe Teil 4 und 5), dafür ist die 1 immer noch am besten erzählt, innerhalb der Reihe. Das ist zwar immer noch weit von Creme de la Creme des Unterhaltungskinos entfernt, außerdem gibt es hier reichlich Tempo, nette Action und einige Schockeffekte.

:liquid6:,5 bis knappe :liquid7:

Resident Evil: Apocalypse

Ob es seltsame Lehren waren, welche die Macher aus der Kritik am Vorgänger (gute Action, Verbesserungspotential im Bereich der Story) zogen? Hier wird eine Ballerorgie ohne großen Spannungsaufaufbau oder einen echten Plot abgefeiert, einen derben Trashfaktor (unklar inwieweit gewollt oder nicht) gibt es oben drauf, massig dumme Sprüche ebenso. Dafür feuert das Ding aus allen Rohren, Geballer, Gekloppe, Explosionen, alles vorhanden, im Hintergrund dröhnt es dynamisch von Kapellen wie Killswitch Engage, Slipknot und Cradle of Filth, das reicht als kurzweilig-hirnloser Spaß für Zwischendurch.

:liquid5:

Resident Evil: Extinction

Russell Mulcahy ist ein fähiger Regisseur, fähiger als Alexander Witt bei Teil 2, denn die Mischung aus Zombie-, Endzeit- und Westernmotiven bei "Resident Evil 3" weiß trotz offensichtlicher Anleihen bei "Mad Max", "Day of the Dead" und "Die Vögel" atmosphärisch zu gefallen. Schreiberisch ist das Ding geringfügig besser, fährt die Action jedoch leider zurück und haut die besten Szenen (Krähenangriff, Las-Vegas-Gehacke) schon vor dem Showdown raus, der dagegen leider abstinkt. Naja, hätte man mehr draus machen können, gerade angesichts der inszenatorischen Stärken.

:liquid5:,5

Resident Evil: Afterlife

Das Programm hinter "Resident Evil 4" ist fast schon faszinierend ehrlich: Anderson scheint endgültig nicht mehr zu überlegen, welche Geschichte er da erzählen könnte, sondern wie er bestimmte Szenen unterbringen kann. Stylisches Zeitlupen-Gerutsche und Geballer inmitten eines Wasserschwalls? Ein Mutant haut Wasserleitungen in einem Keller kaputt und wird in der Kampfszene weggeflintet, egal wie man das nun in die Geschichte einbaut, Hauptsache es sieht gut aus. So kommt der Film erzählerisch zwar immer wieder von Hölkzen auf Stöcksken. Durchaus ein smarter Move der Geschichte Alice von ihren Superkräften zu befreien, auch wenn sie danach noch Übermenschliches leistet, Ali Larter ist wie schon in der drei willkommene Unterstützung und nur im Showdown stinkt der Film (wie schon der Vorgänger) ab. Es ist genau der richtige Film, wenn man abends Bock auf die volle Asidröhnung hat. Slick, stylisch, laut und actionreich, wenn auch unlogisch und ohne größeren Sinn, darf auch mal sein.

:liquid5:

Resident Evil: Retribution

Paule Anderson macht gewissermaßen da weiter, wo er mit der vier aufhörte: Wieder geht es weniger darum die Actionszenen in eine Geschichte einzupassen, sondern einen Plot um die visuellen Ideen zu stricken. Der ist hier sogar besser als bei der 4, wenngleich die konfusen ersten 20 bis 30 Minuten sauer aufstoßen, da sie erst im Nachhinein Sinn machen. Ein großer Erzähler wird er nicht mehr, als Ästhet hat er aber in "Resident Evil 5" durchaus wieder was zu vermelden, denn das Geballer und Gekloppe hat so einige Schmankerl von Feuergefechten und Verfolgungsjagden mit Zombie-Soldaten bis hin zum Nahkampf-Showdown mit diversen Teilnehmern und umfangreichem Waffenarsenal so einiges zu bieten (jawoll, endlich taugt mal wieder ein Resi-Showdown was). Nett ist auch die Einbindung von Videospiel-Logiken in die Geschichte: Die verschiedenen Trainingsareale des Komplexes funktionieren wie die unterschiedlichen Level eines Games, Endgegner besitzen rot markierte Schwachpunkte etc. Banane ist das Ganze teilweise immer noch, die halbe Belegschaft der früheren Filme taucht als sie selbst oder als deren Klon wieder auf (billigere Drehbuchtricks ahoi!) und das Ende kündigt Teil 6 absolut megadreist an. Doch das als filmisches Fast Food ist das durchaus schmackhaft, noch ein wenig mehr als Teil 2 bis 4.

:liquid6:
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Beitrag von MasonStorm » 14.04.2013, 09:45

Resident Evil: Retribution

Völlig sinnlose Actionorgie. Oft wir ja von Filmen ohne Handlung gesprochen, in diesem Fall trifft es mal wirklich zu. Mit Mühe und Not kann der Film 80 Minuten füllen, und das auch nur durch einen Balleranteil von gefühlten 80%. Wie Charaktere aus den Spielen irgendwie ohne Sinn und Verstand in den Film gepresst werden, ist ebenfalls ärgerlich. Viel mehr gibt es dazu auch eigentlich nicht zu sagen. Mein Favorit der Reihe bleibt Teil 2 (Auch wenn ich damit vermutlich in der Minderheit bin :wink: )

:liquid4:

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Beitrag von StS » 18.04.2013, 19:30

Selbst als bekennender Freund der bisherigen (cineastischen) „Resident Evil“-Franchise muss ich nach dem Sichten von „Retribution“ (2012) nun sowohl ernüchtert als auch enttäuscht einräumen, dass es sich bei diesem inzwischen vierten Sequel nicht nur um die bislang schwächste Veröffentlichung der Reihe handelt, sondern zudem auch um den „tiefsten Punkt“ in Paul W.S. Anderson´s Karriere als Regisseur. Kurzum: Der Film ist ziemlicher Murks!

Style over Substance: In diesem Fall im Grunde sogar noch eine „grobe Untertreibung“ – schlichtweg da so etwas wie eine Story nahezu überhaupt nicht auszumachen ist. Einige aus den vergangenen Streifen vertraute Gesichter (wie etwa Michelle Rodriguez) tauchen ab und an mal innerhalb des Geschehens auf – wurden jedoch derart plump und uninspiriert eingebunden, dass jegliche „Freunde über ein Wiedersehen“ auf Anhieb erlischt. Charakterzeichnungen, Dialoge: Alles für die Tonne. Die Action ist an sich „okay“ – krankt allerdings an zuviel Zeitlupe, dümmlichen Sequenzen (u.a. setzten sich die „Baddies“ offenbar aus den miesesten Schützen aller Zeiten zusammen) sowie einer weitestgehend „unaufregenden“ Inszenierung. Viele Elemente wurden aus den Vorgängern übernommen, dieses Mal allerdings in einer schwächeren Form präsentiert – wie die „Red Queen“ oder spezielle Zombies mit einem sich auf eine bestimmte Weise öffnenden Kiefer – worüber hinaus mich die Gegebenheit, dass geradezu „ohne Atempause“ ständig etwas passiert, unweigerlich an „R.E.: Apocalypse“ erinnert hat: Nur ohne den „inszenatorischen Drive“ bzw. die „transportierte Energie“ jenes Teils. Spannung kommt indes zu keiner Sekunde auf – stattdessen muss man sich ständig über irgendwelche Dinge ärgern (á la massive Logik-Löcher, die ganze Beschaffenheit der Klon-Tochter-Rolle oder punktuell gar echt schwache CGI-F/X). That just sucks. Auf der „positiven Seite“ kann man dagegen u.a. den coolen Einstieg, die stets verlässliche Milla, das umwerfende Aussehen Sienna Guillorys sowie den ansehnlichen Schluss-Fight in der „Eiswüste“ verbuchen. Wie der Cliffhanger einzuschätzen ist, kann ich (ehrlich gesagt) nicht einmal wirklich beurteilen – mal sehen, was die Verantwortlichen im nächsten Film so draus machen. Viel schlechter kann eine weitere Fortsetzung ja immerhin kaum mehr ausfallen…

Fazit: Trotz meiner Sympathien für Anderson, seine „bessere Hälfte“ sowie die bisherige Franchise an sich – welche zumindest stets noch in einem ansprechenden Maße Laune zu bereiten wusste – hat sich „Resident Evil: Retribution“ nun aber leider als nichts weiter als ein Sci-Fi-Action-Horror-Flick der dummen, unbefriedigenden, einfallslosen und nur sehr bedingt unterhaltsamen Art entpuppt…

:liquid3:

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Beitrag von freeman » 19.04.2013, 08:16

Ich dachte schon, ich habe einen anderen Film gesehen. Aber dann kam das:
unweigerlich an „R.E.: Apocalypse“ erinnert hat: Nur ohne den „inszenatorischen Drive“ bzw. die „transportierte Energie“ jenes Teils
und ich wusste wieder, dass alles passt. Was kann man nur an der 2 finden frage ich mich? Was kann man nur an der 5 finden, fragst du dich.

:lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 19.04.2013, 12:23

Naja, Du hast es schon richtig geschrieben:
freeman hat geschrieben:Ich sage nur: Action, Action, Action
Leider bleibt alles andere auf der Strecke - und ist die Action nicht gut genug, um genau das zu kaschieren. Einfach alles wirkt in dem Film wiedergekäut und plump - Figuren, Inhalte und Action-Szenen inklusive. Zudem diese unfeine, rundum zu verzeichnende "Künstlichkeit": Teil zwei hatte zumindest noch Set-Pieces in Kulissen, die nicht von CGIs und Green-Screen-Kreationen dominiert werden. Mag sein, dass im Kino der 3D-Effekt einen Pluspunkt zu bieten mochte - aber an sich ist Teil fünf schon echt irgendwie ein Armutszeugnis auf gleich mehreren Ebenen, so dass man nur hoffen kann, dass Anderson im nächsten Flick wenigesten einen "epischen Kriegsfilm" draus macht und die ganze Schose dann abschließt, so dass hoffentlich so 2016 jemand ein kleineres, anders geartetes Reboot in die Kinos bringt (mit Spannung und Atmosphäre statt Bullet-Time und Einfallslosigkeit). 8-)

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Beitrag von Vince » 20.04.2013, 08:20

Hat eigentlich schon jemand den neuen Animationsfilm gesehen? Von dem ersten war ich nicht wirklich begeistert, obwohl der ja ganz passable Kritiken bekommen hatte.

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Beitrag von Vince » 12.06.2013, 17:41

Resident Evil: Retribution
Für mich überraschenderweise nur der drittschlechteste Teil der Reihe (nach Teil 2 und 4), was aber nicht unbedingt an irgendwelchen dubiosen Qualitäten liegt, sondern am schamlosen Übertreibungsfaktor. Anderson ist jetzt soweit, dass man in seiner Arbeit unverhohlene Trash-Attitüde wiederfindet, die nicht nur der Zuschauer so empfindet, sondern augenscheinlich auch der Macher. Eine gewisse Faszination kann man dem Aufeinandertreffen von teils durchaus beachtlichen Effekten und deren unqualifizierten Einsatz nicht absprechen. Ein Film, der ohne all seine Zeitlupen vermutlich nur eine Stunde dauern würde und ohne seinen Schwachsinn nicht für 50 Cent interessieren würde. Und er hat den Vorteil, bei einer Neusichtung wie ein neuer Film zu wirken - nicht umsonst lasse ich sämtliche Bezüge zum Inhalt außen vor, denn die Sichtung liegt rund eineinhalb Wochen zurück und damit schon zu lange, um sich die hanebüchenen Details zu merken. Es hat viel gekracht und gewummst, so viel steht mal fest.
:liquid4:

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Beitrag von Sir Jay » 14.06.2013, 12:43

Vince hat geschrieben:Hat eigentlich schon jemand den neuen Animationsfilm gesehen? Von dem ersten war ich nicht wirklich begeistert, obwohl der ja ganz passable Kritiken bekommen hatte.
meine freundin gibt damnation eine glatte :liquid10: (arrgh) während ich bodenständiger eine :liquid7: vergebe...er hat einige ganz grobe schnitzer, aber auch ein recht nette action, die einen nicht völlig teilnahmslos zurücklassen...

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Beitrag von LivingDead » 09.09.2013, 14:08

Resident Evil: Afterlife 3D
Ich schließe mich hier einmal denjenigen an, die den Teil, neben Alexander Witts Actiontrash-Orgie, als schlechtesten der Reihe ansehen. Denn inhaltlich, atmosphärisch und teils auch inszenatorisch bewegt sich das Ganze bisweilen auf einem dilettantischen Amateur-Niveu, das einen schon an den Machern zweifeln lässt. Wäre nicht das wirklich Spaß machende 3D und einige tolle Bildkompositionen (z.B. die in Zeitlupe von einem Hochausdach fallenden Zombies), der Film wäre ein absoluter Totalausfall.
:liquid3:
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von LivingDead » 03.10.2013, 23:00

Resident Evil: Retribution 3D
Story gleich Null. Ähnlich aufgebaut wie ein simpler Shooter, kämpft sich Alice hier von einem Level zum nächsten und trifft unterwegs auf Mitstreiter, die ihr unter die Arme greifen, wenn's mal arg brenzlig wird.
Optisch trifft hier Trash auf Hochglanz, was aber ähnlich wie "Afterlife" so übertrieben und teils amateurhaft zusammen geschnitten wurde (vor allem die schon parodistisch inflationär eingesetzte Slow-Motion) und zusammen mit den Outfits und dem Gehabe der Charaktere, eine ganz eigene Dynamik entwickelt, die hier zugegebenermaßen um einiges besser funktioniert, als im direkten Vorgänger.
:liquid4:
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von MarS » 15.09.2014, 11:06

Resident Evil Retribution

An Afterlife kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Dabei ist die Sichtung nicht wirklich lange her. Damit kann ich den Film leider gar nicht konstruktiv schlecht bewerten und nutze aber gleich die Chance über Retribution zu meckern, welchen ich mir am Samstag angesehen habe.

Das die Reihe mit den Videospielen nicht viel gemeinsam hat, damit habe ich mich ja inzwischen abgefunden. Daher bin ich an den Streifen auch mit der entsprechenden Erwartungshaltung ran gegangen. Leider hat mich das nicht vor dem geschützt was dann kam. Man werfe die bekanntesten Resident Evil-Figuren in einen Topf, nehme eine absolute Minimal-Story, ein Haufen Rumgeballere und garniere das mit einer Menge stylishen Bildern und Effekten ohne Ende. Alles schön schütteln und fertig ist wieder eine Resident Evil Verfilmung. Die Story ist dabei gähnend langweilig, die Einführung der Figuren ergibt oft keinen Sinn, es wird nur von Actionszene zu Actionszene gesprungen und die Pseudo 3D-Effekte nerven mit der Zeit nur noch, da sie nur dem Zweck des 3D dienen und filmisch jeden Fluss zerstören. Dazu sind die Superkräfte der Figuren einfach nur dämlich und absolut kontraproduktiv für den Film (wie auch in den Teilen davor). So kommen gerade bei den Kämpfen mit den RE-Monstern wie die Axt-Henker Majini oder dem Licker null Spannung auf. Wer fiebert denn bitte mit, wenn sich Alice mit dreifachem Salto und Schraube schießend auf den Licker stürzt. Auch beim Finalkampf ist genau dieses Element extrem störend. Da werden sich die Viren noch schnell wie ein paar Aufputschmittel eingepfiffen und dann mit einem Salto Mortale der Gegner angegriffen. Spaß macht das alles nicht mehr. Waren die ersten drei Teile wenigstens noch ansehbar, verkommt die Reihe inzwischen zu, MTV-Clip.

Wenn ich Bodenturnen sehen will, dann schalte ich Eurosport ein! :liquid2:

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Beitrag von freeman » 23.01.2017, 21:22

Resident Evil: The Final Chapter

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Nach dem furiosen “Retribution” läutet Regisseur Paul W.S. Anderson “The Final Chapter” der “Resident Evil”-Reihe ein und enttäuscht auf breiter Flur. Denn anstelle epischer Zombie-Action schlägt der Film einen wenig spannenden Bogen zu Teil 1 und will unbedingt in den Hive, um seine Geschichte um Alice und Co. zu Ende zu erzählen…
:liquid4:

Zur "Resident Evil: The Final Chapter" Kritik

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 24.01.2017, 06:47

freeman hat geschrieben:Nach dem furiosen “Retribution”
Freeman beweist Humor. Köstlich. :lol:

Es ist ja kein Geheimnis, dass ich Anderson lange die Treue gehalten habe - aber spätestens nach "Retribution" und dem Film mit dem Vulkan hat er das in ihn gesetzte Vertrauen echt verspielt. Der Trailer zu diesem Teil hat mich schon nicht umgehauen - und das hier Gelesene (trotz des oben zitierten "verkehrte Welt" Satzes ;) ) macht einem auch nicht gerade Mut. Und warum ist Sienna Guillory bei diesem "Final Chapter" eigentlich nicht dabei?

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Beitrag von freeman » 25.01.2017, 00:42

Und warum ist Sienna Guillory bei diesem "Final Chapter" eigentlich nicht dabei?
Tja ja, gute Frage... Wie gesagt, dieses kleine Wörtchen "Warum" geistert einem bei dem Film mehr als einmal durch den Kopf :lol: Derweil erhält ein Eric Mabius sogar einen Abspann-Credit, weil er in einem Bruchteil einer Sekunde in einer Art Rückblende zu sehen ist!

In diesem Sinne:
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Beitrag von freeman » 31.01.2017, 17:56

Zum letzten Resi Film haben wir eine hübsche Verlosung an Land gezogen:

Gewinnt Trainingsjacke im Resident-Evil-Look

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 01.02.2017, 07:56

Freunde der Lack- und Zeitlupenexzesse von Teil 4 und vor allem 5 mögen Teil 6 vielleicht wenig abgewinnen können, wer jedoch endlich mal wieder zackig gemachte Zombie-Schnetzelei mit fetten Action-Set-Pieces sehen möchte, der kommt beim Final Chapter jedoch auf seine Kosten, zumindest, wenn er über die dämliche Story, die plumpen Dialoge und eine Synchro aus der Hölle hinwegsehen kann. Das Endzeit-Setting war für mich auch deutlich attraktiver als die Matrix-Gedächtniskulissen aus den beiden Vorgängern. Mit reduziertem Budget (nur 40 Mille) richtet Anderson den bislang spektakulärsten RE-Film an. Dafür gibt's :liquid6:

3D kann und sollte man sich aber eher sparen.

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Beitrag von Vince » 20.08.2017, 06:06

Resident Evil: The Final Chapter
Die letzten Episoden einer Staffel haben oft wieder etwas höhere Einschaltquoten als die mittleren. Gar nicht so blöd also, den neuen „Resident Evil“ als „Final Chapter“ zu vermarkten, denn Hintertürchen zur Dehnung des Begriffs „final“ gibt es im Erfolgsfall bekanntlich viele.

Leider bedeutet das für den überredeten Zuschauer, dass er ein langes „was bisher geschah“ über sich ergehen lassen muss, um das er nicht gebeten hat. Die optisch jung gebliebene, mimisch aber verhärtete und dadurch gealterte Jovovich wird immerhin ohne weitere Erklärung anschließend in die postapokalyptische Ödnis geworfen, um für wenige Minuten bei ihrem Alltag begleitet zu werden – eklige Zombiedrachen aus der Luft holen, sich von hinten anschleichende Zombies überwältigen, und so weiter... bis sie von ihrer Vergangenheit überrumpelt wird.

Hier beginnt dann das typische Chaos eines P.W. Anderson, der Action, Horror, dumme Soldatengesichter und günstige Spezialeffekte einmal mehr ohne Gespür für filmtechnische Raffinessen in einen Topf wirft und über Kamera und Schnitt die eigene Vision vergewaltigt. Um Reprises für Fans der ersten Teile bemüht, schmeißt er Zombiehunde, Lasergitter und Auftritte der Red Queen in die Runde, mit denen andächtig an die Markenzeichen der Serie erinnert wird und die er zeitgleich nutzt, um die Hive-Story auf ein neues Level der Offenbarungen zu heben.

Obwohl das gesamte Drehbuch aus Aktions-Reaktions-Ketten zu bestehen scheint, brennt sich kaum eine Actionszene oder ein Gegner wirklich fest. Das war schon in den Teilen 4 und 5 der Fall, hier geht es aber einher mit einem deutlich runtergeschraubten Unterhaltungswert, der „The Final Chapter“ zum schlechtesten Eintrag in der eigenwilligen Reihe macht. Mit etwas Glück ist nun aber der Weg frei für eine originalgetreue Adaption, die sich dem blanken Horror verschreibt.
:liquid3:

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