The Wrecking Crew

Der Actionfilm der 80er, der 90er und heute.
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freeman
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The Wrecking Crew

Beitrag von freeman » 28.01.2026, 20:42

The Wrecking Crew

Bild

Originaltitel: The Wrecking Crew
Herstellungsland: USA, Neuseeland
Erscheinungsjahr: 2026
Regie: Angel Manuel Soto
Darsteller: Dave Bautista, Jason Momoa, Claes Bang, Temuera Morrison, Jacob Batalon, Frankie Adams, Miyavi, Stephen Root, Morena Baccarin, David Hekili Kenui Bell, Mark R Black u.a.

Dave Bautista und Jason Momoa geben in der in Teilen rabiaten Actionkomödie zwei Halbbrüder, zwischen denen der Haussegen gewaltig schief hängt. Die müssen sich jedoch zusammenraufen, als ihr Vater tot aufgefunden wird und die simplen Erklärungen der ermittelnden Behörden für sein Ableben wenig plausibel wirken…
:liquid7:

Zur Kritik von "The Wrecking Crew"

In diesem Sinne:
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Vince
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Re: The Wrecking Crew

Beitrag von Vince » 01.02.2026, 13:05

Da kann Hawaii noch so bonbonbunt leuchten... es möchte einfach nicht in die graue Soße einziehen, die als Plot unter der Farbschicht begraben liegt.

Die Konsequenz ist ein langer Abend mit vielen Blicken auf die Uhr, die sich insbesondere in der zweiten Hälfte häufen. Von einer „Bruddy Comedy“ mit Einflüssen aus dem 80er-Jahre-Actionkino erwartet man zwar keine große Drehbuchkunst, sehr wohl aber, dass es bis zu diesem Zeitpunkt gelungen ist, das Protagonisten-Duo mit genug Nuancen zu versehen, dass man sich für jeden ihrer Züge mehr als für die aktuelle Uhrzeit interessiert, selbst wenn sich das Drumherum mal in Allgemeinplätzen verliert.

Bei den von Momoa und Batista gespielten Halbbrüdern hat man es aber ausschließlich darauf abgesehen, die charakterlichen Gegensätze möglichst drastisch darzustellen. Momoa ist über seine letzten Filme hinweg ohnehin zunehmend zur lebendigen Parodie eines Rockstars mutiert; mit Blick auf die akrobatischen Verrenkungen, die er unternimmt, um Alkohol in seine Einlagen einzubauen, begibt er sich zwischenzeitlich sogar in Drunken-Master-Gefilde aus alten Kung-Fu-Flicks. Batista wiederum, den man alleine in den letzten zwei Jahren in neun (!) Filmen sehen konnte, oftmals in Hauptrollen, bläst im Gegenzug hauptsächlich Trübsal und schaut müde aufs Meer, der Dreitagebart grau, die Gesamterscheinung verhärmt.

Sie besetzen im Endeffekt bloß vakante Posten wie Spieler einer Sportmannschaft; Posten, die anderweitig ebenso gut hätten besetzt werden können, Stars gibt es ja genug. Im Vordergrund stehen nicht die Charaktere, sondern die Checkliste der Trends, Klischees und Imitate, die es abzuhaken gilt. Zwei Gorillas, die sich im kleinen Büro des Chiefs eine Abfuhr abholen? Check. On-Off-Beziehung mit allen zugehörigen Komplikationen? Check. Eierköpfiger Sidekick mit geringer Körpergröße, aber großer Klappe? Check. Villain, der sich mit arrogantem Lächeln hinter seinem Schreibtisch versteckt? Check. Schon der Prolog langweilt tödlich, weil die sich darauf aufbauende Background Story in allen Details orakeln lässt.

Kompensiert werden soll die Anwendung ausgeleierter Allzweckschablonen durch schrille Slapstick, stylische Manöver und derbe Sprache, um bei aller Glätte am Ende doch noch edgy zu wirken. Da wird dann auch mal die Korridor-Sequenz aus „Oldboy“ nachgestellt und ein extravagantes Waffenarsenal zusammengestellt, bestehend unter anderem aus der zuletzt zum Trend-Utensil avancierten Käsereibe und Momoas pikantesten Körperteilen, die das Swashbuckler-Genre ganz neu interpretieren.

Angel Manuel Soto inszeniert all das mit der gleichen naiven Begeisterung für triefende Völkerklischees, die schon seine Superhelden-Farce „Blue Beetle“ so unerträglich machte – inklusive tonaler Entgleisungen. Was damals die verstörend schmerzhaft wirkende Verwandlung in den Käfermann war, die im völliger Dissonanz zur angeschlagenen Stimmungsnote stand, wird nun mit derben Einlagen nachgestellt, die aus dem „Aloha“ ein „Ohweia“ machen.

Witzig ist „The Wrecking Crew“ beizeiten schon, auch die Produktionswerte ragen über den Streaming-Standard hinaus, wenn man von ein paar suboptimalen Computereinlagen absieht. Weil das Figurenmaterial aber so durchlässig ist, verflüchtigt sich auch der Unterhaltungswert ihrer besten Momente binnen weniger Augenblicke. Den Rest der Zeit verbringt man in steter Hoffnung, dass einer von ihnen in einem Anflug von Anarchie noch einmal so richtig einen heraushaut. Enttäuschend, dass sie sich zumeist dann doch systemkonform verhalten.

Gute
:liquid4:

Und somit eine spürbare Steigerung zum Blue Beetle - wenn man es denn positiv sehen möchte.

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StS
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Re: The Wrecking Crew

Beitrag von StS » 20.02.2026, 08:22

Mit „the Wrecking Crew“ (2026) liefert uns „Blue Beetle“-Regisseur Angel Manuel Soto eine Buddy-Action-Comedy aus dem Hause Amazon Prime, die im wunderschönen Bundesstaat Hawaii angesiedelt daherkommt – nichtsdestotrotz überwiegend in Neuseeland gedreht wurde (43 vs. 12 Tage). Tzzz. Nichtsdestotrotz sind die Locations mit das Ansprechendste an diesem Streaming-Content-Produkt der unbeseelten Art…

Wer Klischees und generische Inhalte mag, ist hier ebenso richtig wie all jene, die auf müde Sprüche und Witzchen rund um solche Dinge wie Alter und Aussehen stehen sowie Alkoholismus als Running-Gag lustig finden. Dave Bautista wirkt müde und Jason Momoa macht im Prinzip einfach nur in seinem „Fast X“-meets-„Minecraft“-Rollenstil weiter – obgleich die zwei über eine Handvoll brauchbare gemeinsame Momente verfügen…

Der Streifen bietet einem u.a. eine grundlegende Vorhersehbarkeit, einen lahmen Sidekick ohne jede konkrete Bedeutung für die Handlung, einen zwar physisch, nicht aber in Sachen Ausstrahlung/Präsenz anwesenden Baddie, einen „geheimnisvollen Strippenzieher“, den man bei seinem allerersten Auftritt umgehend/früh als genau solchen durchschaut, einen „verschenkten“ Stephen Root sowie Morena Baccarin in einer banalen Nebenrolle…

Die Vorlage Jonathan Troppers wirkt uneben – speziell im Bereich brutaler Gewalt-Momente inmitten der Witzchen; was dahingehend nie an grob ähnlich geartete Werke wie „Lethal Weapon 2“ oder „the Long Kiss Goodnight“ heranreicht. Zudem ist der Film nicht „packend“ oder dramatisch genug, rund 20 Minuten zu lang und wirkt öfters zu „künstlich-glatt“ (statt gritty) – womit nicht nur die CGIs von wechselnder Qualität gemeint sind…

Die Action schwankt zwischen brauchbar („Fahrzeug-Duell“, einzelne Fights), solide, aber kennt man halt schon (Stichwort: „Old Boy“-Korridor-Fight), bis hin zu einer übel CGI-lastigen Highway-Szene, die jene mit dem Panzer in „Fast & Furious 6“ geradezu bodenständig-realistisch-Christopher-Nolan-esk anmuten lässt und dabei vergleichbar übel in Sachen „unthematisierte zivile Kollateralschäden“ daherkommt…

Seltsamerweise wurde bei einer vorherigen Auseinandersetzung indes aufgezeigt, was mit Personen/Leidtragenden am Straßenrand geschieht, die „in die Schusslinie“ geraten. Nunja, wie bereits erwähnt: So einiges hier ist recht uneben. Der „Finisher“ beim Bautista-vs.-Miyavi-Fight ist allerdings „derbe-cool“: Classic Tropper („TV´s „Banshee“). Der Rest: mau. Da war z.B. Prime´s „Heads of State“ deutlich besser und unterhaltsamer…

:liquid4:

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