Triple Threat

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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freeman
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Triple Threat

Beitrag von freeman » 25.03.2019, 18:26

Triple Threat

Bild

Originaltitel: Triple Threat
Herstellungsland: China, Thailand, USA
Erscheinungsjahr: 2019
Regie: Jesse V. Johnson
Darsteller: Tony Jaa, Iko Uwais, Tiger Chen, Scott Adkins,Michael Jai White, Michael Bisping, Celina Jade, Selina Lo, JeeJa Yanin, Ron Smoorenburg, Daniel Whyte, Dominiquie Vandenberg u.a.

Um den Top-Terroristen Scott Adkins und dessen Buddy Michael Jai White von ihrem Tun abzuhalten, lassen Tony Jaa, Iko Uwais und Tiger Chen so richtig die Handkanten kreisen und die blauen Bohnen fliegen. Das Ergebnis ist ein echter Actionkracher von bestem Schrot und Korn!
:liquid8:

Zur Kritik von "Triple Threat"

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Re: Triple Threat

Beitrag von SFI » 26.03.2019, 07:41

Freue mich drauf. :D Wie ich gesehen habe, hat sogar Michael Jai White den FB Link geliked. :shock:
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McClane
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Re: Triple Threat

Beitrag von McClane » 27.03.2019, 17:44

Eigentlich ist "Triple Threat" ja nur die Kulmination all der kleineren B-Action- und Martial-Arts-Star-Treffen jenseits der Expendables. Waren Werke wie "Skin Trade" oder "Accident Man" G7-Gipfel, dann ist das hier G20, wobei selbst für kleine Parts Könner wie Ron Smoorenburg, JeeJa Yanin und Dominquie Vandenberg antreten. Schreiberisch kloppt "Triple Threat" dann nur ein Standardprogramm heraus, bei dem die nebulöse Auftraggeberin der Schurken noch mehr im Hintergrund steht als Blofeld in den frühen Bonds und das Fädenziehen von Uwais eigentlich stets die nächste Actionsequenz einleitet, weniger einen wirklich komplexen Plot erzeugt. Zumal man auch nicht so genau weiß, wer letztendlich die Hauptfigur(en) sein soll: Uwais? Tony Jaa und Tiger Chen? Alle drei? Dafür geht die Action ab wie Schmidts Katze, lässt verschiedene Topkicker in verschiedenen Konstellationen aufeinander los und lässt sie Signature Moves in klaren Bildern ohne Wackelkamera oder hektischen Schnitt präsentieren. Während Uwais, Jaa und Chen abseits der Action nicht so viel reißen, haben Michael Jai White und vor allem Scott Adkins Charisma als Schurken und halten den Laden daher ebenso am Laufen wie das hohe Tempo des Films. Der findet eine gute Balance zwischen den Shoot-Outs (eher Johnsons Faible) und den Fights (eher das Faible von Choreographer Tim Man), wobei die Schurken in ersteren recht taktisch vorgehen, sich wie professionelle Killer verhalten und für einige blutige Einschüsse sorgen. Der Härtegrad jetzt nicht die Höhe von den "The Raid"-Filmen oder auch "Savage Dog", ist aber immer noch ordentlich. Die Optik nähert sich Kinoqualitäten an und der Film hatte auch sichtlich mehr Budget als Johnsons letzte Werke, was ihm ebenfalls gut zu Gesicht steht. Unter den Adkins-Johnson-Kooperationen finde ich "Accident Man" noch etwas besser, denn der hatte mehr visuelle und inhaltliche Einfälle, ein eigenständigeren Stil, auch wenn weniger Knete da war und die Action nicht ganz so exzessiv ausfiel. In den Departments hat "Triple Threat" mehr zu bieten und siedelt sich daher qualitativ nur ganz minimal hinter dem Unfallmann in meiner Gunst an.

:liquid7:
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Re: Triple Threat

Beitrag von freeman » 27.03.2019, 19:46

SFI hat geschrieben:
26.03.2019, 07:41
Freue mich drauf. :D Wie ich gesehen habe, hat sogar Michael Jai White den FB Link geliked. :shock:
Jip, was dafür spricht, dieses @IrgendeinName bei Facebook exzessiver zu nutzen. Weil die kriegen da irgendeine Info und manche reagieren halt tatsächlich. Nur Adkins, der Sack, will einfach net :lol: :wink:

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Re: Triple Threat

Beitrag von John_Clark » 08.04.2019, 13:47

Jesse Johnson hat ihn ebenso geliked! 😊

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Re: Triple Threat

Beitrag von SFI » 16.04.2019, 17:37

Das Triple ist hier nicht die Drohung, sondern findet sich bei der Produktion: B-Movie Helden, die bei einer tendenziellen A-Movie Optik zu einer C-Movie Regie agieren. Auch wenn man solchen Filmen immer löchrige Plots nachsagt, die nur existieren, um zur nächsten Actionssequenz zu springen, so funktioniert die klassische Rachestory auch beim 42. Mal noch prächtig, wenn denn die Regie es zulässt. Bei Triple Threat funktioniert auf der Ebene nichts. Dazu sind die Dialoge auch noch unterirdisch und die "Family Time" beim gemeinsamen Essen oder Trinken seltsam affektiert und amateurhaft. Dahingehend ist das ein Film zum Abschalten, der nur On bleibt, weil der Cast einfach mal geil ist. Dank Adkins und MJ White gibt es wenigstens auf der Lumpenseite Präsenz und Schauspiel, denn was die drei Anderen fabrizieren wirkt eher nach Improvisation, weil es kein Drehbuch gab. Leider ist auch die Action nicht das erhoffte Feuerwerk. Klar stechen die Kämpfe aus dem Einheitsbrei heraus, aber ein jeder der Helden hatte schon in seinen Solofilmen die wuchtigeren, die atemberaubenderen Kämpfe zu bieten. Adkins ist dabei noch am Nähesten dran und sein kurzer Kampf gegen Uwais und Jaa ist klar das Highlight für mich. Uwais wird derweil verheizt und wirkt wie ein Lehrling. Schade. In den Händen von Florentine wäre der Streifen wohl deutlich besser geartet.

:liquid6:
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Re: Triple Threat

Beitrag von Vince » 01.08.2019, 18:35

„Triple Threat“ zu sehen ist ein bisschen so wie ein Guitar-Battle-Event zu besuchen. Du hast da all deine liebsten Gitarrenhelden auf der Bühne vereint und weißt ganz genau, mit welcher Art von Riffs sie einander attackieren werden, weil du ihren Stil in- und auswendig kennst. Du bist gespannt, ob sie ihre Qualitäten auch voll abrufen können, wenn ihnen die Kollegen auf die Finger schauen. Vielleicht schwingen sie sich ja beflügelt von der Konkurrenz sogar zu neuen Höhenflügen auf. Normalerweise sind sie nämlich zumeist solo unterwegs und müssen sich mit Amateuren messen, das Line-Up ist also schon etwas ganz Besonderes. Und in der Tat, sie rocken sich die Flossen krumm. Blöd nur, dass dem Veranstalter immer etwas einfällt, um den völlig ungehemmten Spaß zu bremsen.

Was für den Rocker der schlecht abgemischte Sound, das fade Bier oder das verstopfte Dixieklo, das ist für den Actionfan die unattraktive Inszenierung im hässlichen Digitallook mit überdrehten Kontrasten. Warum bloß hat der moderne B-Actionfilm immer wieder derartige Probleme, ein visuelles Konzept auf die Beine zu stellen? Immerhin macht Jesse Johnson in der Regie nicht die ganz großen Kardinalfehler der Marke „Schnitte-Massaker“. Man kann noch halbwegs erkennen, mit welchen Kampftechniken die letzten aufrecht stehenden Actionhelden der Filmgeschichte sich einen kleinen Namen im Schatten der goldenen 80er-Generation gemacht haben. Das ist wichtig, denn in Sachen Charisma scheint der Schwarzenegger-Jahrgang auf alle Zeiten enteilt, hinterlässt doch das grunzende Baddie-Doppel ebenso wenig Eindruck wie das zwischen Gejammer und Gekaspere eingeklemmte Set aus vermeintlichen Sympathieträgern.

Doch die fehlenden Pesönlichkeits-Punkte sind weniger ein Problem der Darsteller; gerade Iko Uwais hat ja schon bewiesen, dass er unter richtigen Bedingungen auch spielen kann, ebenso wie Scott Adkins und Michael Jai White in ihren eigenen Vehikeln mitunter reichlich Präsenz gezeigt haben. Es ist also kein Problem der Zutaten, sondern der Abmischung. Auch beim Plot reicht es mal wieder nur für eine wirre Abfolge von willkürlichen Seitenwechseln zwischen Gut und Böse, gegen die jedes Kindergehüpfe in Michael Schanzes „1, 2 oder 3“ als Olympia-reifes Synchronballett durchgegangen wäre. Über einen Dreh- und Angelpunkt, wie Stallone ihn in der Altherren-Connection „Expendables“ bot, verfügt der Cast ebenfalls nicht, so namhaft er auch ausgefallen ist. Das kostet zusätzliche Bodenhaftung, und plötzlich fühlt sich dieses Gemisch aus Waffen- und Faustkämpfen viel leichter an, als es sich anfühlen sollte.

Das Staraufgebot in allen Ehren, aber gerade eine solche Konstellation, wie sie „Triple Threat“ in die Wiege fällt, verlangt doch dann auch ein wenig mehr Investition in die Konzeptarbeit als bei einem x-beliebigen Solo-Ausflug. Wenn schon, denn schon.
:liquid5:

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