Soll man jetzt lachen oder weinen ?Def Jam Records ließ das Booklet vom neuen Mariah Carey-Album von der Zeitschrift "Elle" gestalten. Die im Cover geschaltete Werbung deckt die Produktionskosten.
Da die Absätze in der Plattenindustrie seit Jahren rückläufig sind, muss man heutzutage kreativ sein, will man mit Alben noch Geld verdienen. Hinter Def Jam Records, dem Label von Mariah Carey, scheinen gute Geschäftsmänner zu stecken: Das Label ist eine Kooperation mit der Frauenzeitschrift "Elle" eingegangen, die die redaktionellen Inhalte des neuen Album-Booklets gestaltet. Mit den Werbeeinnahmen für Parfüm und Kleidung deckt Def Jam sämtliche Produktionskosten des Booklets ab.
Laut Billboard beinhaltet das Booklet zum neuen Album "Memoirs Of An Imperfect Angel" Anzeigen verschiedener Werbekunden, darunter ein Kosmetik-Hersteller und das Fremdenverkehrsbüro der Bahamas. Daneben befindet sich ein von "Elle" verfasster Artikel über Mariah Carey, dessen Kapitel Titel wie "Einblicke in ihr sexy Liebesleben" tragen.
Dabei spekuliert Def Jam auch auf neue Vertriebswege: Da in Amerika immer mehr Plattenläden schließen und somit Verkaufsplattformen für Tonträger verloren gehen, soll das Album gemeinsam mit Careys neuem Parfüm auch über die Walmart-Handelskette vertrieben werden. Sowohl in der Parfüm-, als auch in der CD-Abteilung.
Bewährt sich der Versuch, will das Label die Strategie bei Künstlern wie Rihanna, Bon Jovi und Kanye West weiterführen. Für den Def Jam-Vorstandsvorsitzenden Antonio Reid ist diese Art der Werbe-Einbindung bisher einzigartig. Auch bei der digitalen Form des Albums soll das Cover verfügbar sein, das beim physischen Format 34 Seiten umfassen wird.
Ehrlich gesagt wundert es mich etwas das man auf diese Idee nicht schon früher gekommen ist.
Lustig: Die CD Booklets wurden bei Mainstreamacts in der letzten Zeit immer dünner , teilweise waren es nur noch Faltblätter. Songtexte konnte man dann bei Intresse auf der Webseite nachlesen. Und jetzt , dank Werbung , kann man wieder ein dickes Booklet drucken.
Irgendetwas läuft in der MI gewaltig schief - ich frage mich ehrlich in letzter Zeit für was die Manager der MI ihre Millionengehälter bekommen.
Quelle: Laut.de




