Unsere Stadtbücherei hat seit einiger Zeit ein Extra-Regal, in dem man gut sortierte, aktuelle und vor allem oft von unbekannteren Autoren geschriebene Coming of Age-Romane finden kann. Dort habe ich schon einige entdeckt und gerade ein weiteres ausgelesen.
In dem Buch geht es um die 17jährige Mia, die sich oft vorzustellen versucht, dass ihre Krankheit namens Analgesie eine Art Superkraft wäre. Tatsächlich ist es aber oft alles andere als das, wenn man keine Schmerzen empfinden kann und dadurch blindlings in alle Gefahren läuft.
Das weiß Mia, seitdem sie dadurch ihre Mutter verloren hat und seitdem ein schreckliches Geheimnis hat, das sie vor ihrem Vater und der Umwelt verschweigt.
Als sie ausgerechnet dem Mädchenschwarm Jake begegnet, der aus einer zerrütteten Familie kommt und versucht, dies durch exzessiven Kraftsport zu überspielen, stellen die beiden fest, dass man ihnen irgendwas ganz genau zu passen scheint...
Eine starke Geschichte, die der rund 32Jährigen, in Frankfurt am Main wohnenden Kyra Groh zu ihrem ersten Jugendbuch geworden ist.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist dass die Geschichte trotz der Tragik auch ein wenig Humor und witzige Dialoge hat, denn die innere Zerrissenheit von Mia miterleben zu "müssen", wäre sonst sicher um einiges trauriger gewesen.
Am Ende ist "Sicherheit ist eine verdammt fiese Illusion" ein emotionales und unterhaltsames Coming of Age-Drama geworden, das ich gerne gelesen habe. Eine etwas andere Geschichte, die vielleicht auch den rund 100 Betroffenen der extrem seltenen Generkrankung eine Stimme gibt, auch wenn die Autorin selbst zugibt, Mia ein paar mehr Freiheiten zugestanden zu haben und sich mehr auf die emotionale Entwicklung der beiden Teenager konzentriert zu haben. Well done!










