Es hat erstaunlich lange gedauert, bis das gute Stück in meinen Einzugsradius gelangt ist. Aber als es endlich da war, hat es mir wirklich gut gefallen. Man merkt an jeder Ecke und an jedem Ende, dass hier ein Fan am Wirken war. Und dass die Infolage zu Cirio echt nicht so berauschend war. Ich hätte wirklich gern mehr über ihn erfahren, beispielsweise fehlt mir komplett, was Cirio Zeit seines Lebens eigentlich antrieb, Filme zu drehen. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Dahingehend fand ich dann die Interviews mit den Wegbegleitern wirklich interessant. Auch wenn die mir durchweg ein wenig zu kurz ausgefallen sind. Schade ist, dass Cirio selbst nichts zu dem Buch beitragen konnte. Das angegraute Interview mit ihm ist zwar eine nette Dreingabe, aber hier hätte ich mir schon ein ausführliches retrospektives Interview gewünscht. Was aber freilich nicht geht. Leider. Die Reviews lesen sich hier und da ein wenig chaotisch, lassen aber erneut den Fan hinter dem Buch deutlich erkennen. Das fetzt schon, wie er sich über die Filmdienst-Reviews lustig macht usw. Und wenn man die Cover sieht, will man den Wahnsinn dahinter einfach sehen. Zumindest geht es mir so. Da sind schon steile Artworks dabei. Mit riesigen Hupen und wallenden Muskelbergen. In den Filmen gabs dann ja meist die immer gleichen Philippinos mit Schenkelbürste und fiesem Blick

Tolles Buch, schnell weggelesen, Lust auf Cirios Filme machend. Jedwede grundlegende Schuldigkeit getan.
In diesem Sinne:
freeman