gelini71 hat geschrieben:Starst Du die ganze Zeit das Cover an wenn Du Musik hörst ? Also ich nicht. Die Musik läuft & ich höre.
Jetzt werd mal nicht polemisch. ;) Das Artwork ist für mich nun mal eine wichtige Variable im Gesamtpaket. Ich höre halt auch viele Konzeptalben und da ist es nicht ganz verkehrt, wenn das Cover die Story schon mal auf gelungene Art und Weise einfängt. Ich bin ein stark von visuellen Reizen gelenkter Mensch, der sich ja auch selbst für Kunst interessiert und deswegen gehört das für mich schlicht und ergreifend dazu.
Cover sind mir herzlich egal , vor allen Dingen deshalb weil in den letzten Jahren das Thema Coverdesign komplett gegen die Wand gefahren wurde.
Das mag vielleicht bei deiner Musik so sein, ich kann mich nicht beklagen. Gegen Künstler wie Travis Smith oder Paul A. Romano hab ich nix einzuwenden, die liefern astreine Arbeit.
Ist doch schon seltsam das schon nicht mehr die Texte im Booklet abgedruckt werden sondern als PDF Datei zum ausdrucken auf der Cd sind - falls es überhaupt noch ein Booklet gibt , meistens ist es ja nur noch ein Faltblatt ohne Infos.
Auch das trifft bei meiner Musik nicht zu, ich glaube ich hatte noch nie eine CD mit einem Booklet, das weniger als 8 Seiten hat, viele haben auch mal 24 oder gar 36 Seiten.
Die Jugend von heute (immer noch die wichtigste Zielgruppe die weit mehr als 50% des Umsatz ausmacht) interesiert das ganze Covergerede nicht mehr. Macht ein geiles Coverdesign die Musik besser ? Oder anders rum - macht ein schlechtes Coverdesign die Musik automatisch schlechter ?
Nein, aber fehlendes Coverdesign macht das Produkt, das ich kaufe, weniger wertig, in meinen Augen auch unvollständig.
Wenn es sich als Physischer Tonträger verkaufen würde würde es auch Sicherlich auch rauskommen. Wir leben in Zeiten wo sich eine Vinyl 12" durchschnittlich 300-500 mal verkauft. CDs von Chartacts verkaufen sich gerade mal 10.000 mal (wenn überhaupt - nur mal so nebenbei. In den 80igern gab es eine goldene Schallplatte für 250.000 verkauften Tonträgern - eine heute unvorstellbare Zahl) , um die TOP 30 zu kommen reicht es innerhalb einer Woche 400 Maxi CDs zu verkaufen. Das Risiko einer Physischen VÖ ist einfach zu groß - selbst Indieplattenfirmen stellen nach & nach auf Download um weil das Risiko zu groß ist auf unverkauften CDs sitzenzubleiben.
Ich wußte mal gerne wie hoch die Zahlen von Deinen Prog-Rocker ist die Du hörst - ich kann mir nicht vorstellen das die soviel verkaufen um davon Leben zu können.
Die Zeiten wo man durch Musikverkäufe reich werden konnte sind lange vorbei - glaube mir , ich kenne genug Leute die Labels betreiben & ich kenne Verkaufszahlen - wenn Du die hörst kommen Dir die Tränen.
Ditte is mir schon alles klar, und TROTZDEM - glaubs mir - steh ICH nun mal auf physische Datenträger! Unabhängig von der wirtschaftlichen Komponente, die mir schon sonnenklar ist!