Angriff der Riesenmoussaka

Auch Trashfilme haben ihre Daseinsberechtigung.
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Angriff der Riesenmoussaka

Beitrag von Vince » 17.03.2006, 14:36

Angriff der Riesenmoussaka

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Originaltitel: Attack of the Giant Moussaka, The
Herstellungsland: Griechenland
Erscheinungsjahr: 2000
Regie: Panos Koutras
Darsteller: Yannis Aggelakis, Myriam Vourou, Christos Mantakas, Gregory Patrikareas, Eugene Dimitriou, Themis Bazaka, Roubini Vassilakopoulou, Jenny Balatsinou, Roubini Hatjistephanou, Dorothea Mercouri, Hilda Iliopoulou, Nikos Saropoulos, Michalis Pantos, Maria Kavadia, Ann Coleman

Wir schreiben das Jahr 2000. Ein riesiger Auflauf bedroht Athen - es ist eine Moussaka! Unbeirrt bahnt sie sich ihren Weg durch die Innenstadt, um eine Spur der Verwüstung mit sich zu ziehen. Schon hunderte von Einwohnern fielen ihr zum Opfer. Ganz Griechenland ist geschockt.
Während das Ende der Stadt naht, machen sich ein paar kleine Gruppen von Menschen alle auf ihre eigene Weise daran, das Rätsel der gigantischen Moussaka zu lösen. Was hat der kleine Junge mit der Sache zu tun, der beschloss, seine Mahlzeit unter freiem Himmel einzunehmen, weil sich seine Eltern - ein besessener Umweltminister und seine drogenabhängige Frau - mal wieder stritten? Was hat die verliebte Tara während einer Party am Himmel gesehen... war es ein Ufo? Was wird ihr neuer Freund aus dem Observatorium gegen die Mißstände unternehmen, und welche grausigen Funde muss die sensationsgierige Reporterin von HI!TV noch machen?
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen - im Weltall...


Derbe Kost - im wahrsten Sinne des Wortes!
Liest man sich das Interview mit Regisseur Panos Koutras auf der offiziellen Homepage des Films durch, so könnte man echt glatt auf die Idee kommen, Ed Wood sei seinem Grab entfleucht, um als modernde Mumie Erkenntnis und Weisheit über die Menschheit zu bringen, so wie er es einst mit seinen unfreiwilligen Komödien tat, die aber eigentlich allesamt unheimlich ernst gemeint waren. Selbiges könnte man auch vom Geschmacksverbrechen behaupten, das Herr Koutras auf die Beine gestellt hat.

Die Moussaka ist ein griechisches Nationalgericht. Man nehme ein paar angebratene Auberginen, schichte sie unter einen Berg Hackfleisch, das mit Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten angereichert wurde und bedecke das ganze mit Bechamelsauce und einer Schicht Käse - Bon Appetit.

Koutras maßt sich nun freilich an, jenes Gericht, das Monster seines Films, mit symbolischer Saugkraft zu segnen. So sei der Film, symbolisiert stets durch den gigantischen Fleischklops, ein Zeichen für Zusammenarbeit auf regionaler wie internationaler Bühne: “I think it’s the dish that represents Modern Greece the best. It’s a difficult, complicated recipe, with many different ingredients and contradicting flavours: sweet-bitter salty. It has oriental origins and european influences (bechamel). At the same time it’s authentically greek. It has many layers, it’s very rich, extremely scrumptious but sometimes not so easy to digest.” Ein Event sollte es also werden, die griechische Kultur mit dem globalen Hors d’Oeuvre zu vermengen - ein Fest für jeden Kritiker, der sich seinen Verriss schon mal in Rezeptform aufbereitet - leichtes Spiel.

Zum Glück ist sich Koutras zumindest bedingt seiner Wurzeln bewusst, so dass er versucht, jene Vorbilder irgendwie einer Hommage zu unterziehen. Der Titel ist selbstverständlich eine Reminiszenz an “Attack of the 50 ft Woman” (1958), der auch namentlich erwähnt wird im Verlaufe des Moussaka-Massakers. Ansonsten trieft dem Film Ed Wood aus jeder Pore: Manche Einstellungen wirken fast 1:1 dem “Plan 9 from Outer Space” entlehnt, “Glen or Glenda” erlebt durch die unsägliche Hauptdarsteller-Transe ein Revival und Woods Vorliebe für rosafarbene Angorapullis und Frauenkleider im Allgemeinen wird wenigstens durch unfassbar schwachsinnige rosafarbene Doktorkittel jener kuriosen Gestalten vertreten, die hier so etwas wie Wissenschaftler spielen. Nicht zuletzt lassen das widerlich kitschige Ufo und die darin enthaltenen Tussis im silbernen Kleidchen die 50er Jahre wieder aufleben.

Der griechische Trash-Beitrag aus dem Jahr 2000 verpasst es insofern, seine Schuldigkeit zu tun, als dass er es nicht schafft, über die Vorbilder hinauszugehen, um ironisch zu werden. Wenngleich sich manchmal Bemühungen in diese Richtung ankündigen, so werden diese doch durch reinsten Dilettantismus im Keim erstickt. Die rund 100 Minuten erweisen sich als eine einzige triefende, zusammenhängende Handlungsmutation, die sich immer wieder in selten dämlich zusammengefrickelten Schüben fortbewegt - so wie die alles auslösende Moussaka selbst. Nehmen wir alleine mal den Soundtrack: Würden wir über eine isolierte Musik-Tonspur verfügen, wir würden, ohne auf den Bildschirm zu sehen, Zeuge der famos in den Sand gesetzten Dramaturgie werden. Griechisches Volksgedudel macht Platz für ein jammerndes Trauerspiel, das durch den immer wiederkehrenden Marsch der Bedrohung verdrängt wird, wenn sich das Nationalgericht den Weg durch Athens Straßen bahnt. Manchmal drängt sich harmonisches Geplärre dazwischen, das Erstaunen über die Ufo-Erscheinung darstellen soll, und einmal gibt’s von Hauptdarsteller/in Yannis Aggelakis gar eine Musical-Einlage à la “Singin’ in the Rain”, die dem wandelnden Fleischberg, wenn er nicht eh schon Erbrechen ausgelöst hat, endgültig einen Hauch von Brechreiz verleiht.

Das Geschehen auf dem Bildschirm spielt sich nicht minder unkontrolliert ab: Es gibt einen Familienzwist, der in einem fatalen Abendessen mündet (hier wird das Monster erschaffen!), der Transebär rammelt sich durch ganze Heerscharen von Männern, die Wissenschaftler grübeln darüber, was dieses Ding will, die Reporter fordern, man solle sich doch mal in die Gedanken des Wesens hineinversetzen - es will ja schließlich auch nur leben (!), Athens Einwohner fallen durch den reinen Anblick der unvegetarischen Mahlzeit reihenweise wie die Fliegen, die außerirdischen Schnecken suchen den Kontakt zu den Menschen, um den Moussaka-Berg wieder in seine ursprüngliche Form zurückzubefördern. Jo, stimmt, wenn man all diese Handlungsstücke wahllos übereinanderschichtet, sieht das tatsächlich wie ne Moussaka aus... mein lieber Schwede, Herr Koutras ist ein Genie!

Und das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Interpretieren wir das Ganze doch mal. Der Junge geht mit seinem fatalen Stück Moussaka nach draußen, weil zu Tisch dicke Luft ist. Dort draußen unter freiem Himmel taucht das Ufo auf und schießt seine Ringelstrahlen (süß, die hab ich im Kindergarten auch immer gemalt) auf die Mahlzeit, was dann schließlich Angst und Schrecken auslöst. Die Aussage? Wäre die Familie intakt gewesen, wäre der Junge nicht nach draußen gelaufen und das Gericht wäre im Magen des Jungen gelandet anstatt mutiert in den Straßen Athens. Derbste Gesellschaftskritik. Koutras selbst erklärt das so: “[...]ist’s more about a dysfunctional family. Sometimes we are programmed to reproduce the pattern of the nuclear family. We very rarely put that into question, we just reproduce it. By force of habit, we create a family and then we realize that this doesn’t work at all and then sometimes the outcome is fatal.”
Ganz zu schweigen von der Medienkritik: Die Reporterin, zur Darstellung ihres verdorbenen Charakters mit einer Sexszene auf dem Klo eingeführt, geht aus Sensationsgier über Leichen. Das ist tot? Ah, gut, dann können wir das als Gegenstand für den Hintergrund einsetzen... so in etwa. Derweil wird versucht, durch die diversen Diskussionsrunden im Fernsehen Romeros “Dawn of the Dead” nachzueifern. Um es auf den Punkt zu bringen: Alle Bemühungen in diese Richtung sind total verschenkt. Um so schlimmer, dass alle fünf Minuten ein Live-Report eingestrahlt wird.

Die Wissenschaft bekommt auch ihr Fett weg; erstmals nicht unbedingt als ein Zweig charakterisiert, der für neue Erkenntnisse, die Ruhm und Ehre bedeuten, alles tun würde; nein, es sind diesmal schwachsinnige Taugenichtse, die unmotiviert in ihrem Loch hocken und irgendwie nicht so recht Interesse an all dem zeigen... und einer von ihnen, der männliche Alexis (Christos Mantakas) merkt nicht einmal, dass seine neue Angebetete eigentlich ein Mann ist.
Was uns zum nächsten Thema führt, der Toleranz von gesellschaftlichen Minderheiten, personifiziert von unserem Tara-Darsteller Yannis Aggelakis. Hierzu bemerkt Koutras wiederum: “It’s a convention that the audiience is asked to accept, like everything else in the film. TARA is ambiguous, outrageous and at the same time she seems very normal. TARA is different, there is something beyond sex about her.” Okay, der Zuschauer ist dazu angehalten, alles in diesem Film zu akzeptieren. Wenn er also eine 50 Fuß hohe Moussaka akzeptieren kann, muss er auch Transvestiten akzeptieren können. Another Big Point performed by Mr. Panos Koutras! Das ist selbstverständlich durch und durch das Thema von Ed Woods “Glen or Glenda” - nur hat Koutras es verpasst, die knapp 50 Jahre zwischen beiden Titeln zur Weiterentwicklung des Themas zu verwenden... und das, nachdem der Umgang mit der Sexualität inzwischen weitgehend liberalisiert wurde.

Es ist gar zu konstatieren, dass Yannis Aggelakis als einzige(r) zumindest ein paar Momente hat, die diesen Trashstreifen zu einem sehenswerten seiner Gattung machen könnten. Der Gesichtsausdruck Taras, als sie/er vor dem Fleischberg steht, ist so dämlich wie amüsant, die Verteidigung mit dem Deo und die anschließende Flucht setzen dem Ganzen die Krone auf. Derer gibt es noch einige andere Momente, so etwa das selbstverständliche Hinnehmen des Todes des eigenen Mannes, die Angst der Griechen davor, weitere Moussakas anzuschneiden, die furchtbar theatralischen Schreie oder das Verhalten der Moussaka-Opfer im Angesicht ihres Todes (einfach mal auf den Asphalt legen und mit entsetztem Gesichtsausdruck warten, bis das 2 km/h schnelle Vieh über sie drübergerutscht ist). Der für das Genre typische ironische Schlussgag fehlt zwar nicht, hat auch eine gewisse Wirkung, fällt aber relational betrachtet zu den Kollegen arg schwachbrüstig aus.

Ein Wort noch zu den “Spezialeffekten”. Was der Titel versprach, kann nur bedingt gehalten werden. Die Idee, das griechische Nationalgericht durch Athen wüten zu lassen, hat zweifellos etwas für sich, so viel ist mal klar; die Umsetzung stellt aber irgendwo nicht ganz zufrieden. Kann sich die Mutation der Mahlzeit nach Trash-Kriterien zweifellos noch sehen lassen (wenn halt auch die Computerarbeit bei dieser simplen Über(pro)portionierung deutlich erkennbar ist), so enttäuscht doch das simple Copy & Paste-Verfahren, bei dem einfach der Hintergrund der Stadt ausgeschnitten und die Moussaka reineditiert wurde. So wirkt das Vieh irgendwo stets unnahbar, eine Bedrohung für die Menschenmassen mag sich zu keinem Zeitpunkt einstellen. Zwar kann das zugunsten der amüsanten Unglaubwürdigkeit gehen, doch geht es auch zu Lasten der biologischen Greifbarkeit des Viehs. Etwas Arbeit mit echten Kulissen in Nahaufnahmen hätten da Wunder bewirkt. Das gilt auch für die Kills: Unglaublich, aber das Monster hinterlässt von ein paar nass aussehenden Stellen abgesehen keinerlei Spuren. Die Toten liegen einfach da, haben halt ein paar Wunden im Gesicht, wirken aber keinesfalls so, als seien sie gerade von einem tonnenschweren Berg ihrer Leibspeise übermannt worden. Wer auf Splatter und Gore aus ist, der sollte recht schnell enttäuscht werden - ein paar Soßenspritzer, die sogleich zum unspektakulären Tode führen, sind alles, was geboten wird. Die Formel des Regisseurs - “All food is terrifying if you think of it, let alone when it’s blown out of proportion.” - geht leider nicht auf.

Zurück bleibt eine mittelschwere Enttäuschung. Von diesem Titel hatte ich mir mehr erhofft; seien es Huldigungen an Trash-Klassiker oder eine satirische Abrechnung mit der Gegenwartsgesellschaft. Beides versucht Panos Koutras zu bieten, wobei er sich allerdings zu sehr in dem Vorhaben verfängt, seinem Zelluloidquatsch eine wertvolle Botschaft mitzugeben bzw. etwas auszusagen. Ergo stellt er sich automatisch mit Ed Wood, dem “schlechtesten Regisseur aller Zeiten”, auf eine Stufe: Wie dessen Filme seinerzeit ist “Attack of the Giant Moussaka” heute einfach nur abartig schlecht. Wir wollen einfach mal die nächsten Jahrzehnte abwarten - vielleicht mutiert das Ding ja irgendwann mal zum Kult...
:liquid2:


Die Interviewausschnitte wurden der offiziellen Homepage zum Film, www.mousakas.com, entnommen.

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Beitrag von freeman » 17.03.2006, 15:39

Ja, heute basteln wir uns einmal einen Film! Also Jungs, hier die ultimative Anleitung für einen Film.

Filmtitel: Der Angriff der Riesenmoussaka

Preproduction: Was braucht man schon großartig für einen Film? Ein bisschen Licht, ein paar Kostüme ... ein paar Klamotten aus dem Rot Kreuz Sammelcontainer tun es auch ... Settings (je größer, schöner und weiter weg von Muttis zu Hause umso besser), Geld ... aber nicht viel, Blockbuster basteln wir erst übernächste Woche, eine Kamera, etwas Zeit, eine grandiose atemberaubende Geschichte und verrückte Figuren ...

Da die Figuren den Film tragen werden empfehlen wir folgendes aufregendes Figureninterieur:
Eine fette ääääh korpulente Transe, die in ihrer massiven Körperlichkeit alles um sich herum heiß macht,
Wissenschaftler in rosa Kitteln, denn was sonst sollen verkopfte Vollidioten sein, wenn nicht schwul?
Eine Durchschnittsfamilie: Der Mann ist ein ... was ist durchschnittlich ... Minister. Die Frau eine koksende, ketterauchende potthässliche Ische, die im Gesicht aussieht als wäre sie bulimiesüchtig, vom Körper her aber eher an eine Moussaka erinnert, die erst in Form gebracht werden muss und freilich ein Kind, dass ... naja ... vollkommen normal ist.
Dann brauchen wir, um viele Effekte zu verhindern, ganz viele Schauspieler, die Nachrichtensprecher geben, denn so können wir immer dasselbe Bild zeigen und sie berichten von neuen schauerlichen Vorfällen. Denn man muss im Filmgeschäft immer haushalten. Das müssen sie verinnerlichen!
Ganz wichtig sind weibliche Außerirdische, die weit weg sind von zu Hause und aussehen, als würden sie es mal wieder richtig brauchen in ihren engen, weißen, prall gefüllten und jungfräulich unbefleckten Klamotten ... äh Höschen und BHs ... Beim Casting dieser Mitarbeiterinnen sollten sie ganzen Einsatz zeigen und sie auf Herz und Nieren in der Horizontalen und Halbwaagerechten oder aufrecht stehend testen. Immer und immer wieder!

Damit haben wir eigentlich alles, was wir brauchen. Die Story wird beim Filmen entstehen. Viele Regisseure nennen das Method Storyschreibing oder Improvisieren. Das können nur die besten. Andere, die sich gegen diese Methode wehrten, habe es nicht weit gebracht. Nehmen wir Stanley Kubrick als bekanntestes Improvisationsgegnerbeispiel. Wohin hat ihn seine Kontrollmanie gebracht? Genau, ins Grab und nicht ein einziges mal auf die Bühne der Academy ... Und damit sind wir mitten in der Produktion.

Produktion: Man denke sich eine wilde Geschichte aus, die von einer Familie handeln könnte, bei der der Mann in seiner Funktion als Minister auf Wahlkampfreisen gehen will. Er kommt sich mit seiner Frau beim Abendbrot in die Haare. Sie will den Mann net bekleiden, weil sie Angst vor Sonnenbrand hat. Es scheppert heftig. Er hat genug von ihr. Der Sohn nimmt daraufhin die zum Abendbrot gereichte Moussaka und will sie an einen Hund verfüttern. Da kommt ein tuffiges, rosa Raumschiff und bestrahlt die Moussaka. Diese beginnt daraufhin extrem zu wachsen und verschlingt alles, was ihr in den Weg kommt. Ganz Griechenland ist bald in Aufruhr und versucht der Bedrohung Herr zu werden. Darunter auch ne fette Transe, die mit einem Wissenschaftler herummacht, der zum großen Retter werden wird, und überhaupt viele Figuren, die den Film aufblähen und vom eigentlichen Kern der Story ablenken, damit der Zuschauer sich immer fragt: "Wie soll das weitergehen?", und es so irgendwann vor Spannung gar nicht mehr aushält. Auch viele Nebenschauplätze sind immer gut. Wir empfehlen eine Transen- und Schwulenparty, wo eine Transe rangenommen wird, ein Klo, wo eine Frau rangenommen wird, ein Bett, wo eine Frau rangenommen wird. Rangenommene Frauen in Filmen sind eh immer gut. Lassen sich sich inspirieren von den Sexy Sportclips auf DSF, die zeigen, was möglich ist: Billardtische, Bowlingbahnen, staubige Feldwege, Fußballfelder ... Hauptsache Frauen werden rangenommen. Transen oder Männer sollten eher weniger rangenommen werden, sonst wird ihr Projekt zu speziell und eine Brokeback Moussaka will sicher keiner sehen. Was auch immer gut kommt sind Musicaleinlagen. Seit Bollywood lieben die Leute so was. Egal ob sie in die Handlung passen oder nicht. Wir empfehlen ihnen dieses Vorgehen nicht, weil wir Bollywood lieben, nein wir empfehlen ihnen dieses Vorgehen, weil sie so 5 Minuten mehr Film rausbekommen! Also ... mischen sie alles, was sie in der Preproduction gesammelt haben zusammen, normalerweise müssen sie nur ihre Figuren aufeinanderprallen lassen. Und denken sie vor allem an die verschiedenen Nachrichtensprecherdarsteller! Die sollten sie GAAAAAANZ oft einsetzen!

Da das Auge immer mitisst, sollten sie daran denken, eine ordentliche Optik für den Film zu besorgen. Da wir aber nur kleine Filmbastler sind, tut es auch eine normale Videooptik. Die sieht zwar nicht sonderlich edel aus, aber da kann man gut unsere am Amiga gebastelten Effekte einfügen (Effekte basteln kommt bei unserem nächsten Projekt), denn schon Robert Rodriguez und George Lucas wussten: Dreh digital, dann haste keine Probleme mit der Nachbearbeitung.

Postproduktion: wir haben ihnen nun ein Verfahren beigebracht, dass keine aufwändige Nachproduktion braucht. Sie müssen nur ein paar Effekte und Filmtitel einbauen, mehr ist nicht nötig, denn dank uns sind sie ein Regisseur, dessen Schauspieler hervorragend und auf den Punkt präzise arbeiten, daher brauchen sie auch keine schlechten Darstellungen herausschneiden oder müssen aus verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten auswählen. Der Schnitt kann auch wegbleiben, da sie ja sicher chronologisch gedreht haben. Außerdem müssen nur unfähige Regisseure schneiden. Das sind solche, die ihre Darsteller nicht ordentlich instruiert haben oder eben nicht wie sie auf den Punkt perfekt alles zusammenhalten können und daher Hunderte Wiederholungen brauchen. Alles Looser. Ihr Film dagegen ist perfekt, glauben sie uns! Vielleicht sollten sie sich noch ein Keyboard mit einprogrammierten stimmungsvollen Musikstücken kaufen. Da drücken sie dann immer mal eine Taste, während eines dieser Stücke läuft und schon haben sie einen dicken Soundtrack ...

Auswertung: Am besten sie verkaufen das Ergebnis an einen Kultursender wie Arte, die können so was immer gebrauchen und werden es als Trash verkaufen. Dies darf sie nicht schocken. Trash ist etwas gutes. Es gibt Leute die nennen Filme wie Van Helsing Trash! Und was ist dabei in einem Atemzug mit einem solchen Riesenhit genannt zu werden? Und wenn jemand kommt und ihren Film verreißt, denken sie einfach bei sich: Der mag sicher Bollywoodfilme wie Dhoom oder Kuch Kuch Hotte Hü und was soll ein solcher Zeitgenosse über die Qualität ihres Filmes sagen können? Der hat doch nie einen guten Film gesehen! Also legen sie los mit dem Film, irgendwelche fettbäuchigen Idioten mit einem Bier im Arm werden auch den größten Schrott super finden, warum also sollten sie sich ihre 5 Minuten Ruhm entgehen lassen?

Wichtig ist es auch immer anderen Regisseuren mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und daher wollen wir ihnen, lieber Filmbastlerfan, ein erstes Projekt eines ihrer begeisterten Filmbastlerfreunde zeigen, der das hier vorgestellte Filmprojekt am schnellsten umsetzen konnte und nun auf ihr Feedback wartet. Geben sie im folgenden Formular ihre Meinung ab und wir werden es an ihren Filmbastler-Kollegen weiterleiten!

Filmbastlerfreund "DieRiesenmoussakareimtsichaufAA" hat geschrieben:
Boah, geht's noch? Was nen Riesen Haufen Mist. Wobei die Story klang ja interessant ...
Filmbastlerfreund "Riesenmoussakaschlechtfinder" hat geschrieben:
Kann man da auch Sülze statt Moussaka nehmen?[/quote]

In diesem Sinne:
Freeman, achja, bevor jemand fragt: :liquid0: und die sind wohl verdient.
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Beitrag von freeman » 17.03.2006, 15:43

Jo, mehr erwartet trifft es auf den Punkt. Ich hatte herbe Probleme am Ball zu bleiben. am Anfang musste ich zwar noch ein zweimal feiern, mitzunehmender Laufzeit habe ich aber dann nur gehofft, die Außerirdischen würden endlich die Welt übernehmen und ordentlich durchgeknattert werden. An dem Film passte imo gar nichts ...

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Beitrag von Vince » 17.03.2006, 15:46

Jau, also ich hab mich wenigstens noch an den Ed Wood Parallelen festhalten können, und hin und wieder war auch mal ein Schmunzler dabei... mehr aber auch nicht. Schade, hörte sich noch mal nach einem duften Trashabend an. Leider ist dann der Kampf mit der Fernbedienung noch schwieriger ausgefallen als bei Dhoom...

Cooles Review, dass man so eigentlich unterschreiben kann.

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Beitrag von freeman » 17.03.2006, 15:49

Danke ... Deines passt imo auch wie die Faust aufs Auge ...

Problem war wirklich dran zu bleiben. Hab mich dann echt geärgert, dass Tele 5 Wrestling gezeigt hat, sonst hätte ich mir meineMoppen da holen können ;-). Stimmt schon, die Idee klang richtig geil ... aber warum man bei so nem Film soviel mit Transen und Schwulen (sorry, was anderes war da nicht!) arbeiten musste, frag ich mich ehrlich.

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 17.03.2006, 15:53

freeman hat geschrieben: aber warum man bei so nem Film soviel mit Transen und Schwulen (sorry, was anderes war da nicht!) arbeiten musste, frag ich mich ehrlich.
Ist echt wahr. Das scheint irgendwie zum guten Ton der aufgeklärten Gesellschaft zu gehören...

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Beitrag von StS » 17.03.2006, 15:53

Fein, fein, Jungs!
Sowas schau aber selbst ich mir nicht an... :wink:

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Beitrag von Vince » 17.03.2006, 15:56

Dafür sind wir ja da. :wink:

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Beitrag von Samir » 17.03.2006, 15:56

respekt jungs, an ca. 100 verschwendete minuten des guckens und noch zusätzlich das schreiben der Reviews, aber ich wollt mir das nicht antun, da bleib ich doch lieber in Indien anstatt auf Greichenland umzusatteln ;)

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Beitrag von Vince » 17.03.2006, 15:58

Samir hat geschrieben:respekt jungs, an ca. 100 verschwendete minuten des guckens und noch zusätzlich das schreiben der Reviews, aber ich wollt mir das nicht antun, da bleib ich doch lieber in Indien anstatt auf Greichenland umzusatteln ;)
Ist eh beides der gleiche Schmu. :wink:

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Beitrag von Samir » 17.03.2006, 16:01

Vince hat geschrieben:
Samir hat geschrieben:respekt jungs, an ca. 100 verschwendete minuten des guckens und noch zusätzlich das schreiben der Reviews, aber ich wollt mir das nicht antun, da bleib ich doch lieber in Indien anstatt auf Greichenland umzusatteln ;)
Ist eh beides der gleiche Schmu. :wink:
also der unterschied bei freeman zwischen 0/10 und 4/10 ist doch etwas höher. Dhoom machale :rock:

aber den nächste woche Die Familie mit dem umgekehrten Düsenantrieb, werd ich mir wahrscheinlich reinziehen, ein Kollege bei der arbeit hat mir erst kürzlich von dem Film vorgeschwärmt, mal gucken ob der was wird

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Beitrag von Vince » 17.03.2006, 16:03

Samir hat geschrieben: also der unterschied bei freeman zwischen 0/10 und 4/10 ist doch etwas höher. Dhoom machale :rock:
Du weißt doch, dass der freeman gerne mit Kontrasten arbeitet... ich bin da realistischer mit "nur" einem Punkt Unterschied. :wink: Wobei die 2/10 zugegeben noch ein Geschenk von mir sind. Dem kann man echt ohne schlechtes Gewissen die Nullnummer zücken.
aber den nächste woche Die Familie mit dem umgekehrten Düsenantrieb, werd ich mir wahrscheinlich reinziehen, ein Kollege bei der arbeit hat mir erst kürzlich von dem Film vorgeschwärmt, mal gucken ob der was wird
Hab ich auch schon viel positives drüber gehört... werde ich mir wohl auch ansehen, wie überhaupt die meisten Teile aus der Trashreihe.

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Beitrag von Carlito » 17.03.2006, 16:35

also, ich hab gestern mal kurz reingeschaut, und lag zeitweise auf dem Boden vor lachen, so schlecht war der. :lol:
Und mit dem griech. kam ich mal gar net klar. :wink:
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Beitrag von freeman » 17.03.2006, 16:38

Das stimmt, eine besonders schöne Sprache scheint das net zu sein ... so rein phonetisch. Vom Geschriebenen her konnte ich da soagr was lesen, die nutzen auch so kyrillischen Kram wie die Ruskies ... nur irgendwie haben die andere Worte ;-)

Komischer Film, von hinten bis vorne ... also eher von hinten :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Carlito » 17.03.2006, 16:41

freeman hat geschrieben:Das stimmt, eine besonders schöne Sprache scheint das net zu sein ... so rein phonetisch. Vom Geschriebenen her konnte ich da soagr was lesen, die nutzen auch so kyrillischen Kram wie die Ruskies ... nur irgendwie haben die andere Worte ;-)

Komischer Film, von hinten bis vorne ... also eher von hinten :lol:
wobei die Ischen im Powerpoint Ufo net schlecht waren, was aber das derbst geil und aufwendig gemachte Ufo nicht zu trifft. :lol:
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Beitrag von freeman » 17.03.2006, 16:42

Kennt hier irgendwer das Predator Game fürn Amiga 500? Das Raumschiff in dem Spiel sah vom Äußeren und irgendwo auch von der Farbgebung GENAU wie das in dem Film hier aus!!!

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 17.03.2006, 16:45

Nope, aber wie schon im Review geschrieben, ich hab exakt genau solche Ufos, auch mit den Lichtern und Spiralringen und so, früher im Kindergarten gemalt. Bei nem Wettbewerb hab ich damit sogar mal den ersten Preis gemacht... dabei war ich an dem Tag total angepisst und lustlos. :lol:

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Beitrag von freeman » 17.03.2006, 16:48

Hm, hatteste nen Griechen in deiner Gruppe? Wenn ja, verklagen, der hat dir bestimmt deine Idee geklaut und jetzt gewinnbringend verkauft ;-)

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Beitrag von Vince » 17.03.2006, 16:49

freeman hat geschrieben:Hm, hatteste nen Griechen in deiner Gruppe?
Nö, aber ich glaub ne Transe. :lol:

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Beitrag von freeman » 17.03.2006, 16:56

Dieser kleine Diebin ;-)

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Beitrag von John Woo » 17.03.2006, 18:13

Meine Güte was schaut ihr nur für bekloppte Filme an? :shock:

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