Ein großartiger Film. Die Vorwürfe, dass die Story nicht sonderlich intelligent sei, ist ohnehin redundant bei diesem Gegenstand. Freeman hat in der Kritik alles Wichtige gesagt; zur feinfühligen Art, wie im Hintergrund, ohne es je direkt zu zeigen, langsam der Maya-Kult demontiert wird; wie sich die naturalistischen Gore-Szenen absolut in den Inhalt schmiegen und wie jeder Kritiker, der sich an der Gewalt aufhängt, unmittelbar ins Fettnäpfchen treten muss. Wie die authentischen Schauspieler, in erster Linie Rudy Youngblood, ihre Sache mit Auszeichnung machen und wie sie dem Zuschauer Interesse für die Handlung abfordern. Und dann leider auch, wie der Score nicht ganz seine Möglichkeiten ausnutzt.
Kritisierbar ist des weiteren meines Erachtens der auffällige Parallelismus zu "Rambo" im letzten Viertel und die zum Teil überzogene Dämonisierug vereinzelter Maya-Stämmiger. Die Szenen, in der zukünftige Ereignisse "vorhergesagt" werden (der Traum, das kleine Mädchen), sind zumindest gewöhnungsbedürftig und wirkten auf mich ähnlich deplatziert wie die "Exorzisten-Kinder" in "Passion Christi". Aufgrund dieser Mängel entscheide ich mich dann doch für eine
