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Gesetz der Rache

Verfasst: 23.11.2009, 12:24
von freeman
Gesetz der Rache

Bild

Originaltitel: Law Abiding Citizen
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: F. Gary Gray
Drehbuch: Kurt Wimmer
Darsteller: Gerard Butler, Jamie Foxx, Leslie Bibb, Bruce McGill, Colm Meaney, Michael Gambon, Josh Stewart, Regina Hall, Christian Stolte, Viola Davis u.a.

Man hört ja immer wieder davon. Im Rechtssystem ist nicht wichtig, wie die Gesetze aussehen, vielmehr ist wichtig, wie viel man den Anwälten bezahlen kann, damit sie sie absolut passend für die jeweilige Partei auslegen. Genauso ergeht es letztlich Clyde Shelton. Seine ganze Familie wurde bei einem unmotivierten Raubüberfall gemeuchelt und der zuständige Staatsanwalt Nick Rice drängt alle Parteien auf einen Deal: Der wirkliche Mörder verrät einfach seinen Mitläuferkumpanen und kommt dafür frei. Ein so untragbarer Umstand, dass Clyde Shelton zehn Jahre später und nach einer damit verbundenen, sehr langen Vorbereitungszeit diese Fehleinschätzung des Rechtssystems auf grausame Weise wieder gerade rückt. Nach den barbarischen Morden an den beiden Mördern seiner Familie lässt er sich freiwillig verhaften und verkündet, er werde sich im folgenden Gerichtsverfahren selbst vertreten. Dabei dreht er das Rechtssystem so, wie er es braucht und wendet es gegen dessen Schöpfer. Obendrein scheint er aus seiner Zelle heraus weitere Morde an Personen, die an dem farceähnlichen Prozess von vor zehn Jahren beteiligt waren, zu koordinieren. Doch ihm selber kann niemand etwas anhaben, hat er doch das perfekte Alibi und das heißt Isolationshaft ...

Das Interessanteste an dem Rachethriller Gesetz der Rache ist die kompromisslose Positionierung der Antagonisten als durchweg ambivalente Charaktere. Wem der Beiden die Sympathie des Zuschauers gehört, wird wohl vor allem dessen persönliche Präferenz für den jeweiligen Darsteller oder seine Empathie für die Situation, in der sich die Figuren befinden, entscheiden. Da wäre der Anwalt. Dieser will eigentlich das Richtige, nur auf dem Weg dahin nimmt er häufiger die falsche Abzweigung und biegt schon mal Ereignisse und Beweise so hin, dass sie seiner Verurteilungsquote und damit seiner Karriere zuträglich sind. Doch egal, wie sehr man diese Bereitschaft zu immer neuen Deals auch verurteilen mag, kaum ein Zuschauer wird dieser Figur die Hölle wünschen, durch die sie letztendlich hindurch muss.

Auf der anderen Seite ist da der rachsüchtige Familienvater, der fast schon einem Pschopathen gleich sein Ziel der Rache verfolgt. Doch auch ihm kann man letztlich gar nicht so böse sein, denn immerhin waren wir dabei, auf welch grausame Art und Weise ihm seine Familie genommen wurde und wie sein Leben auch durch den Staatsanwalt komplett zerstört wurde, als der eigentliche Mörder für ein Bauernopfer davonkommt. Aus dieser Ambivalenz und der Tatsache, dass der Zuschauer beständig zwischen diesen beiden Charakteren hin und herwechselt und beider Argumentation nachvollziehen kann, bezieht Gesetz der Rache ein ordentliches Pfund an Spannung.

Interessant ist auch der Ansatz des rachsüchtigen Vaters. Dieser richtet nämlich nicht nur die Mörder seiner Familie, wie es beispielsweise Ein Mann sieht rot getan hat, nein, er geht auch gegen das System vor, dass solche Killer immer wieder zu lasch bestraft und er führt es auf intelligente Weise immer und immer wieder vollkommen ad absurdum. Leider nutzt der Film sich dadurch bietende Chancen zur tiefer gehenden Reflektion nur bedingt. Er hinterfragt nicht die Todesstrafe und damit verbundene Justizirrtümer, die Korrumpierbarkeit diverser Behörden und Institutionen wird ebenfalls nicht konsequent angeprangert und auch ein Statement gegen die den Rechtsstaat aushebelnde Selbstjustiz gibt es nirgends. Diese Ansätze opfert das Gesetz der Gewalt einer konsequent auf Tempo und Spannung ausgerichteten Inszenierung, die auch über so manches Logikloch locker hinwegfegt.

Dass dabei irgendwann auch die Figuren und ihre Beweggründe auf dem Weg bleiben, ist ein weiterer negativer Punkt dieses wenig tiefgründigen Streifens. Obendrein lanciert er nach zwei Dritteln der Laufzeit einen seltsamen Ploteinfall in Form eines geheimen Informanten, der den Zuschauer und die Anwälte darüber unterrichtet, mit wem sie es in Wirklichkeit zu tun haben. Spätestens mit dieser Enthüllung gehen dem Drehbuchautor (Equilibrium Schöpfer Kurt Wimmer) endgültig alle Pferde durch und laviert der Film immer hart an der Grenze zur Unglaubwürdigkeit. Die Auflösung selbst ist dann fast schon radebrechend übel konstruiert. Allerdings wird sie einem aber auch hochtourig und genial inszeniert um die Ohren gebrettert, so dass man wirklich erst nach dem Kinobesuch so richtig bemerkt, wie konsequent man eigentlich von der zunehmend abgedrehten Handlung des Streifens veralbert wurde.

Einen wichtigen Beitrag dafür, dass Gesetz der Rache nicht schon bei der Rezeption komplett in sich zusammenstürzt, leisten die beiden stark aufspielenden Antagonisten Jamie Foxx und Gerard Butler. Jamie Foxx darf sich dabei als Nick Rice vom zunächst karrieregeilen und arroganten Arschloch mit schlimmen Familienproblemen (die irgendwann komplett im Nichts verpuffen!) zum zunehmend begreifenden und menschlicheren Charakter wandeln. Leider ist er den ganzen Film über auf den passiven Part beschränkt, darf nur reagieren und mit offenem Mund zuschauen, wie Butler alles um ihn herum in Flammen aufgehen lässt. Ein wenig mehr Tatendrang hätte seiner Figur gut gestanden, doch Foxx holt auch so das Maximum aus seiner Rolle heraus. Butler dagegen überzeugt als trauernder Familienvater ebenso wie als wütender Soziopath, der einem Jigsaw gleich seine Umwelt zum Umdenken bewegen will. Gerade wie er in der Phase seiner Lehren für das Rechtssystem immer mal wieder zwischen zurückhaltend / beunruhigend ruhig und aufbrausend manisch hin und herswitcht, macht großen Spaß und erinnert von der Kraft seiner Auftritte her ziemlich an seine Leonidasglanztat aus 300. Irgendwann schwebt über den Auftritten Butlers eine undefinierbare, flirrende Spannung, die einem schier den Atem raubt. Dagegen kommt der Rest im Cast nicht wirklich an und selbst interessante Gesichter wie Colm Meaney gehen ziemlich unter in der Abfolge an Lektionen, die Butler Foxx erteilt.

Und diese sind dann auch die wichtigsten Showrunner im Film, denn sie brechen mit einer Wucht über den Zuschauer herein, dass es nur so scheppert. Dabei spielt Gary Gray auch gekonnt mit den Erwartungen des Zuschauers, der immer weiß, dass etwas passieren wird, das „Wie“ überrascht dann aber dennoch recht häufig. Auch ist der Gewaltgrad beeindruckend deftig ausgefallen. Die Szene mit dem T-Bonesteakknochen ging ja bereits durchs Netz, doch das ist quasi nur ein kleines Puzzlestück in den durchgehend recht heftigen Brutaloeinlagen, die meine Begleitung permanent im Sessel versinken ließen. Inszenatorisch bebildert Gray seinen Film hochenergetisch. Manchmal geht er mitten in die Action, dann regieren wieder Totalen, gefolgt von interessanten Perspektivspielereien und das alles gewandet in ein sehr karges Farbkleid, dass vor allem düstere und kalte Farben präsentiert. Brian Tyler liefert dazu einen funktionalen, ab und an ziemlich nach Hans Zimmers Thin Red Line klingenden Score ab, der allerdings nach dem Film auch wieder sofort aus den Ohren verschwunden ist.

Und so geht es letztlich auch dem ganzen Film. Für die Momente der Vorführung ist er richtig gelungen. Hochtourig, packend, mit einer sehr ordentlichen Spannungskurve versehen, stark gespielt, topp inszeniert und mit einigen interessanten Kniffen in Sachen Figuren- und Storyführung gesegnet. Sei es die sehr ambivalente Figurenzeichnung oder der coole Ansatz, dass sich der Rächer gegen das ganze System und nicht nur gegen kleinen Rädchen im Getriebe wendet, Gesetz der Rache versucht, die üblichen Revengethrillerschemata hinter sich zu lassen. Gleichzeitig tappt er aber auch in viele Klischeefallen dieses Genres, verkommt irgendwann zur bloßen Nummernrevue der zugegebenermaßen genial umgesetzten Racheaktionen und vor allem gegen Ende wird es dann doch arg unglaubwürdig. Was bleibt ist ein wirklich solider, brettharter und angenehm adrenalintreibender Actionthriller, dessen größter Verdienst es sein wird, dass man sich nach dem Film im engen Kreise mit den Filmkumpels doch einmal damit auseinandersetzt, wie korrupt unsere liebe Gesellschaft doch inzwischen geworden ist und ob eine ähnliche Attacke gegen diese nicht erstrebenswerten „Strukturen“ nicht wirklich mal wünschenswert wäre.
:liquid6:

In diesem selbstjustizverherrlichenden Sinne:
freeman

Verfasst: 23.11.2009, 14:36
von SFI
Schade, werde ich mir dann wohl lediglich leihen

Verfasst: 23.11.2009, 15:33
von freeman
Ich könnte mir vorstellen, dass der dir gut gefallen wird. Ich glaube sogar, dass er hier ziemlich vielen Leutchens sehr gut gefallen wird ... Weil rocken tut er schon ... zumindest bis kurz vorm Ende ...

In diesem Sinne:
freeman

Verfasst: 23.11.2009, 16:48
von StS
Klingt eigentlich recht nett - ich warte aber auf die BR.
Danke jedenfalls für die Einschätzung.

Verfasst: 05.12.2009, 19:03
von Joker6686
Also ich hab ihn auch gesehen und in der ersten Stunde rockt der Film richtig ab, gerade Butler dreht teils richtig schön auf, die Racheszenen sind hochgradig schwarzhumorig, dann kommt allerdings der große Einbruch mit dem absolut dämlichen Ende, was den ganzen Film irgendwie ad absurdum führt und absolut inkonsequent daherkommt.

:liquid7:

Verfasst: 05.12.2009, 20:07
von Dr Dolph
Das Gesetz der Rache
Hammermäßig, was einem hier geboten wird.
Ersteinmal ist die Gewalt fü einen Fsk 16 Film wahrlich heftig.
Gerard Butler rockt ziemlich gut, vor allem seine durchdachten Ermordungen fand ich klasse.
Bei der Szene mit dem Handy hat ich ein ziemlich dickes Grinsen... :lol:
Auch die Szene mit dem Essen gefiel mir, mit den Zwischenschnitten zu Jamie Foxx der versucht den Anwalt zu retten.
Wie chillig der Gerard da war und aufeinaml den Kerl absticht, um sich dann wieder seelenruhig ins Bett zu legen. Einfach nur geil! :twisted:
Auch die Story gefiel mir sehr gut, schade ist nur das der Film am Ende nicht konsequent bleibt, was das ganze Erlebnis schon irgendwie abmildert.
Trotzdem ist der Film gut durchdacht, spannend und gut besetzt, so dass hier eine klare Empfehlung ausgesprochen werden kann.
:liquid8:

Verfasst: 16.01.2010, 18:38
von C4rter
Der erste Trailer zu "Law Abiding Citizen" sah ganz interessant aus. Das Ganze sollte wohl auf Reche-Story mit dem gewissen Etwas hinauslaufen. Leider erfüllte der Film doch nicht ganz meine Erwartungen. Der Film fängt recht stimmig an. Der brutale Mord an der Familie von Clyde(Butler) und das freiwieseln der Mörder vor Gericht, so müssen Rache-Story beginnen. Der Sprung kurz nach dem Filmstart, 10 Jahre in die Zukunft, kam mir dann aber schon seltsam vor. Der Film erinnert ab jetzt bis zum Finale mehr an die "Saw"-Reihe als an einen Rache-Thrille. Die ganzen Aktionen und Morde die Clyde aus seiner Zelle hinaus plant, sind einfach stellenweise völlig aus der Luft gegriffen. Die große Erklärung gibt es dann im Finale, doch die ist so uninspieriert, dass man kurz vor der Enthüllung nur denkt "Oh bitte nicht, das macht ihr nicht wirklich jetzt oder?". Und ja, sie tun es.
Vorallem wirkt es einfach auch lächerlich wen Clyde aus Rache alles umbringt. Das er nach den Mördern nicht aufhört sondern auch noch den Anwalt der Killer umbringt, okay, aber das er es dann noch auf die Richterin und seine Anwälte abgesehen hat, wirkt schon arg deplaziert und kurios.
Wie Jamie Foxx in diesen Film reingeraten ist weiß wohl auch nur er selber und sein Manager. Die Rolle passt einfach vorn und hinten nicht zu ihm und er füllt sie auch nur sehr beiläufig aus. Aber auch Gerard Butler, der im Trailer noch wie geschaffen schien für den rächenden Familienvater, wird im Film von der anfänglich überzeugenden Performance immer unglaubwürdiger.
"Law Abiding Citizen" will einfach zu viel, vorallem will der Film unglaublich intelligent und schlau sein, aber ist am Ende dann doch ziemlich plump und dämlich. Unglaublich das Kurt Wimmer so ein Drehbuch schreibt. Bis auf einige Gewaltspitzen hat der Film kaum was zu bieten.

:liquid5:

Verfasst: 17.01.2010, 19:27
von McClane
Bin da mit sehr gemischten Gefühlen rausgegangen, da ich ja durchaus ein Faible für derartige Sujets habe und F. Gary Gray sehr mag. Dessen Regie erlaubt sich keine Schnitzer, auch die Kameraarbeit muss ich sehr loben, doch das Script weiß nie so genau, was es denn will. Fängt als Selbstjustizfabel mit "Saw"-Anleihen an, wird dann zwischendurch zum herrlich schwarzhumorigen, unmoralischen Thrillervehikel, um gegen Ende dann nicht zu wissen, wie er aufhören will, wobei die letzte halbe Stunde a) völlig überkonstruiert ist und b) massiv in der Logik hakt. Da erwischt es an sich nur die Eumel aus dem Justizbereich und ständig wird dieses Binnengeschehen gezeigt, doch dann aufeinmal stadtweiter Notstand ausgerufen. Interessant ist das Kippen der Hauptfiguren, denn anfangs sympathisiert man eher mit Butler, doch der Film zwingt einen dann an einem (selbst wählbaren) Punkt zu hinterfragen, ob man da noch mitgehen kann. Hat auch ein paar interessante Ansätze zum Thema Justiz und Recht, aber macht durch das etwas unausgegorene Script (das kann Kurt Wimmer besser) Sympathieverluste.

:liquid6:

Verfasst: 17.01.2010, 21:56
von John_Clark
McClane hat geschrieben:Bin da mit sehr gemischten Gefühlen rausgegangen, da ich ja durchaus ein Faible für derartige Sujets habe und F. Gary Gray sehr mag. Dessen Regie erlaubt sich keine Schnitzer, auch die Kameraarbeit muss ich sehr loben, doch das Script weiß nie so genau, was es denn will. Fängt als Selbstjustizfabel mit "Saw"-Anleihen an, wird dann zwischendurch zum herrlich schwarzhumorigen, unmoralischen Thrillervehikel, um gegen Ende dann nicht zu wissen, wie er aufhören will, wobei die letzte halbe Stunde a) völlig überkonstruiert ist und b) massiv in der Logik hakt. Da erwischt es an sich nur die Eumel aus dem Justizbereich und ständig wird dieses Binnengeschehen gezeigt, doch dann aufeinmal stadtweiter Notstand ausgerufen. Interessant ist das Kippen der Hauptfiguren, denn anfangs sympathisiert man eher mit Butler, doch der Film zwingt einen dann an einem (selbst wählbaren) Punkt zu hinterfragen, ob man da noch mitgehen kann. Hat auch ein paar interessante Ansätze zum Thema Justiz und Recht, aber macht durch das etwas unausgegorene Script (das kann Kurt Wimmer besser) Sympathieverluste.

:liquid6:
Hundertprozentige Zustimmung.

Verfasst: 28.03.2010, 18:55
von StS
Gesetz der Rache - Nur Kinofassung für Deutschland
Längerer Unrated Director's Cut nur im Ausland


Der Thriller mit Gerard Butler auf seinem unerbittlichen Rachefeldzug gegen die Mörder seiner Frau und das US-Justizsystem im Allgemeinen lief in der internationalen Kinofassung ungekürzt mit FSK 16 in unseren Lichtspielhäusern.

Schon relativ früh wurde bekannt, dass in den USA für den Heimkinomarkt ein Unrated Director's Cut erscheinen würde. Zeitnah zum Release widmeten wir dieser Veröffentlichung auch den fälligen Schnittbericht, der zutage förderte, dass er den Film über neun Minuten vor allem im Handlungs- aber auch im Gewaltbereich erweitert.

Für die deutsche Heimkinoveröffentlichung haben wir jedoch eine schlechte Nachricht zu verkünden. Die DVD und Blu-ray wird hierzulande ausschließlich die Kinofassung enthalten, eine Veröffentlichung des Director's Cuts ist auch zukünftig nicht geplant. (Schnittberichte.com)

Verfasst: 28.03.2010, 20:41
von StS
Die US-BR ist ja "region locked" - in GB kommt der DC dagegen nun am 12. April raus. ;)

Bild

Verfasst: 29.03.2010, 08:55
von freeman
Da die Extended Cut / Kinocut Unterschiede KEIN neues Ende zu Tage fördern und die Erweiterungen imo alle verzichtbar sind, werde ich der Lotterbude Constantin irgendwann mal nen 5er in den Rachen werfen :lol:

In diesem Sinne:
freeman

Verfasst: 14.11.2010, 21:49
von Cinefreak
Film war ganz gut, aber irgendwie hatte ich zuviel drüber gehört und so war das ach so geniale Ende dann eher ein kleines aha, so - und kein Ahaaaaa...;)

Würde den Film als solide bezeichnen und streckenweise sehr brutal, mit leichten Anspielungen auf SAW, aber für mich ist das eher ein harter Thriller mit einigen wenigen, absolut gelungenen Action-Einlagen. Aber einer der wirklich guten Thriller, trotz dem nicht sooo überraschenden Ende :wink:

Verfasst: 19.12.2010, 14:31
von John Woo
Die Regieleistung und die Optik ist sehr gut (kein CGI, kein Gewackel), auch die Darsteller geben ihr bestes, der Film ist bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt und stellenweise auch recht spannend. Leider wirkt der Film arg konstruiert und unglaubwürdig und spätestens als Shelton Unschuldige ermordet, bleiben nur Fragezeichen zurück. Hätte sich der Film auf eine bestimmte Richtung konzentriert (z.B. eine Art "Punisher" gegen Verbrecher oder eine humorvollere Ausnutzung des Justizapparates), wäre er sicher besser geworden. So reicht es dann doch nur zu einer knapp überdurchschnittlichen Bewertung.
:liquid6:

Verfasst: 23.02.2011, 18:47
von Mr_Pink
Fand den Film richtig gut. Anfangs war ich ziemlich auf Butlers Seite und hab ihm seine Rache mehr als gegönnt. Wobei es sicher auch interessant gewesen wäre ihn lediglich zu sehen, wie er das Justizsystem auseinander nimmt und es mit seinen eigenen Waffen schlägt. Ein anderes Ende hätte mir auch gut gefallen. Aber sowas muss wohl...

:liquid7:

Verfasst: 26.02.2011, 09:26
von kami
Kein übermäßig actionreicher Film, kein übermäßig intelligenter Film, aber immerhin ein von vorn bis hintern unterhaltsamer Film, welcher interessante Ansätze aufweist, diese dann aber doch lieber zugunsten eines reißerischen, immerhin aber spannend umgesetzten Bombenlegerplots opfert. Leider erscheint der Racheplan Butlers nach der Auflösung doch eher völlig überzogen aufwändig als genial, leider weicht auch die sehr realistisch anmutende Ambivalenz seines Charakters der üblichen Figur des genialen Oberschurken, so dass man LAW ABIDING CITIZEN besser nur als soliden Unterhaltungsfilm denn als Statement für Veränderungen am Rechtssystem verstehen sollte.
Gute :liquid6: