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Kill the Messenger

Verfasst: 21.01.2016, 08:17
von freeman
Kill the Messenger

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Originaltitel: Kill the Messenger
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2014
Regie: Michael Cuesta
Darsteller: Jeremy Renner, Mary Elizabeth Winstead, Paz Vega, Michael Sheen, Robert Patrick, Tim Blake Nelson, Ray Liotta, Michael K. Williams, Barry Pepper, Andy Garcia, Rosemarie DeWitt, Oliver Platt u.a.

Der Journalist Gary Webb deckt bei seinen Recherchen auf, dass die US-Regierung in den 80ern tonnenweise Heroin ins Land schmuggeln und verkaufen ließ. Die Erlöse gingen im großen Stil an Guerillas, die im Rahmen der Contra-Revolution in Nicaragua dagegen ankämpften, dass der Kommunismus in dem mittelamerikanischen Land Fuß fasst. Als Webb seine Erkenntnisse veröffentlicht, zerstören Kollegen und amerikanische Behörden sein Leben…
:liquid5:

Zur "Kill the Messenger" Kritik

In diesem Sinne:
freeman

Verfasst: 21.01.2016, 14:32
von McClane
Genau den hab ich gestern auch gesehen und seh den ähnlich. Zwar haben sich Regisseur Michael Cuesta und sein Star Jeremy Renner hier ein brandheißes Eisen rausgesucht, das immer noch überraschend wenig bekannt ist und noch überraschender so lange unter den Teppich gekehrt wurde, doch so richtig kann der Film die Brisanz nie ausschlachten. Zwar konzentriert sich der Film allein auf den Zeitabschnitt um Recherche, Veröffentlichung und anschließenden CIA-Gegenmaßnahmen, doch er zerreibt sich etwas zwischen der Person Gary Webb (inklusive der Auswirkungen auf sein Leben) und die Contra-Affäre, ohne eines von beiden wirklich intensiv zu beleuchten. "Fair Game" hab ich mittlerweile fast vollkommen vergessen; ich musste bei der Sichtung immer an den ähnlich gelagerten "Puncture" von Renners "Avengers"-Co-Star Chris Evans denken, der mehr aus der Hauptfigur rauszuholen wusste. Was man dem Film aber nicht absprechen kann, das sind seine darstellerischen Qualitäten. Gerade Renner ist fantastisch in der Titelrolle und spielt unglaublich intensiv, während sich in mehr oder minder großen Nebenrollen so manches bekannte Gesicht findet. Gerade die Leute, die sich nur für eine Szene eine Stelldichein geben, setzen echte Glanzpunkte, darunter Ray Liotta als undurchsichtiger Ex-CIAler, Andy Garcia als inhaftier Drogenlord und vor allem Robert Patrick, der einfach göttlich als prolliger Drogendealer in der ersten Szene ist. Nur einen mitreißenderen Film hätte man allen Beteiligten trotz der inszenatorischen Qualitäten gewünscht.

:liquid6: