the Surfer

Filme abseits des Actiongenres mit Actionhelden (irgendwie so in der Art).
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the Surfer

Beitrag von StS » 09.03.2025, 18:33

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Originaltitel: the Surfer
Herstellungsland: Australien-USA-Irland-GB
Erscheinungsjahr: 2024
Regie: Lorcan Finnegan
Darsteller: Nicolas Cage, Julian McMahon, Nicholas Cassim, Miranda Tapsell, Alexander Bertrand, Justin Rosniak, Finn Little, ...

Bei "the Surfer" handelt es sich um einen stimmungsvoll-surreal-schrägen Ozploitation-Toxic-Masculinity-Midlifecrisis-Selbstfindungs-Psychothriller von Lorcan Finnegan ("Vivarium") mit Nicolas Cage und Julian McMahon in den Hauptrollen…

Zur Kritik geht´s hier!

:liquid7:

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McClane
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Re: the Surfer

Beitrag von McClane » 10.03.2025, 09:43

Den hab ich bei den White Nights leider verpasst, aber ich hoffe auf ein baldiges Release hierzulande. Deine Kritik macht jedenfalls Hoffnung.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Re: the Surfer

Beitrag von Vince » 18.10.2025, 18:24

Ist nun bei Netflix im Programm. Werde ich mir dann beizeiten auch mal geben, auch wenn die Jahreszeit mal wieder nicht so ganz passt.

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Re: the Surfer

Beitrag von StS » 19.10.2025, 09:09

Lass dann mal hören, wie er Dir gefällt.
Außerdem ist in unserem Winter in Australien ja Sommer: Also passt´s :wink:

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Re: the Surfer

Beitrag von freeman » 21.10.2025, 16:35

Mir hat "The Surfer" ziemlich gut gefallen. Ich fand den Mittelteil sehr mühsam, weil Cages Charakter mir da viel zu passiv war und sich ja im Grunde gar nichts mehr zutraute. Ohne dass es mir da den Film vergrätzt hätte. Cage spielt toll. Julian McMahon in einer seiner letzten Rollen ebenfalls. Das ganze ist fein bebildert und auch der Score hatte was. Leider hat man immer das Gefühl, dass der Film auf einen Knalleffekt hinarbeitet, ohne diesen dann so wirklich zu liefern - und tatsächlich war mir das Ende dann auch zu simpel. Trotzdem ein netter Streifen. Das Urteil meines Onkels, der dank mir bisher alle Cage Filme gesehen hat: "Es gibt keinen schlechteren Cage Film." :lol: Is also wie gewohnt alles legitim.
:liquid6:

In diesem Sinne:
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Re: the Surfer

Beitrag von Vince » 23.10.2025, 19:09

Schlechtester Cage-Film? Sicher, dass der alle gesehen hat? :00000694

The Surfer
Der Strand als ein Ort kafkaesker Bedrängnis. Aus dem Traum von Freiheit wird ein Kampf gegen Windmühlen, der zum Scheitern verdammt ist. Scheint so, als sei Regisseur Lorcan Finnegan mit seiner Wohnungssuche seit „Vivarium“ keinen Deut weitergekommen, denn dies ist ein weiterer seiner Alpträume, die von einer unstillbaren Sehnsucht nach einer inneren Zuflucht angetrieben werden.

Ein manisch-besessener Nicolas Cage steuert gegen jede Vernunft mitten durch alle Widerstände, zu denen auch ein garstiger Julian McMahon gehört, der zum Schluss noch einmal so richtig einen raushaut. Das grinsende Vakuum, das er verkörpert, ist gewissermaßen eine formlose Parabel auf sämtliche Gangbosse der Filmgeschichte. Ein würdiger Gegner selbst für einen Cage.

Was sich daraufhin zunächst zu einem überstilisierten Mano-à-Mano-Thriller entwickelt, der im orangeroten Saft des eigenen Color Gradings schmort, gerät dann zu einer Lehrstunde des eskalierenden Surrealismus. Nicht unähnlich Aronofskys „Mother!“ wird eine Vertigo-Spirale in Gang gesetzt, bei der mulmige Situationen in psychologischen Terror umschlagen, bis die Hauptfigur vollständig dekonstruiert ist. Es ist die beste Phase des Alptraums, eine mit Wut, Verzweiflung und nackter Angst gefüllte Seifenblase, die keinen Raum zum Atmen lässt.

Mit dem Twist vor dem letzten Akt verliert er dann seine Intensität, seine Präzision... und letztlich sein Ziel aus den Augen. Der soziale Horror verblasst, während der Autor krampfhaft auf der Suche nach einem schlüssigen Ausklang ist... und keinen findet, keinen zumindest, der so zufriedenstellend wäre wie der Blick vom Surfbrett auf die Bucht. Kein Herzschlagfinale, aus dem man mit pochendem Herzen erwachen würde, sondern unmotiviertes Plätschern im Wind.

Trotzdem ist „The Surfer“ ein hübsch anzusehendes Negativbild der bisherigen Träume des Träumenden, eine andere Seite der gleichen Medaille. Unangenehm, beklemmend, und dennoch auf bizarre Weise einer dieser Wacky-Cage-Streifen, die man einfach nur abgefahren finden kann.
Gute :liquid6:

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Re: the Surfer

Beitrag von freeman » 28.10.2025, 15:47

Vince hat geschrieben:
23.10.2025, 19:09
Schlechtester Cage-Film? Sicher, dass der alle gesehen hat? :00000694
Zweifelst du meine Sammlung an? :wink: :lol:

In diesem Sinne:
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Re: the Surfer

Beitrag von McClane » 30.10.2025, 11:41

Ich gehe mal in den Formationsflug: "The Surfer" ist mal wieder einer dieser Filme, die vielleicht besser als Episode von "The Twilight Zone" oder "Black Mirror" funktioniert hätten, denn knapp 100 Minuten will das Ganze dann doch nicht tragen und hätte in kompakterer Form wohl besser funktioniert. Zumal der Hintergrund der ganzen Schikane zumindest für mich zur Halbzeitmarke absehbar war und das Finale auch vergleichsweise schwächelt. Cage erinnert ein wenig an D-FENS aus "Falling Down", nur ohne dessen Gewaltbereitschaft. Aber er ist ein Typ, der mit dem Kopf durch die Wand geht, besessen von einem einzigem Ziel. In diesem Falle eben der Hauskauf, der das Midlife-Crisis-Leben in der Schieflage wieder gerade rücken soll, eine Rückkehr in idyllische Verhältnisse. Doch wo D-FENS auf coole Art das kaputt machte, was ihn sonst kaputt macht, da sind die Erlebnisse des Surfers eine Chronik des Scheiterns. Dabei hält vor allem einer den Laden zusammen: Nicolas Cage, mit seiner intensiven Performance vom Abstieg des Protagonisten. Erst verliert der Mann nur sein Surfbrett, später immer mehr seiner Habseligkeiten, seine körperliche Unversehrtheit und zunehmend den Verstand. Originell, bisweilen psychedelisch bebildert folgt man dieser Reise in menschliche Abgründe, die mit einfachen Methoden krassen Ekel erzeugen kann. Julian McMahon (in einer seiner letzten Rollen vor seinem frühen Krebstod) ist ebenfalls gut drauf, doch zum großen Jubel fehlt dann ein Quäntchen. Aber besser und weniger prätentiös als der ähnlich gelagerte "Pig" ist "The Surfer" doch geworden.

:liquid6:
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