Nach 4 Tagen Sauerteigherstellung und weiteren 16 Stunden, war der Vorteig fertig.

Wasser und Meersalz als einzige Zutaten. Der fertige Brotlaib ruhte noch einmal 2 Stunden und wanderte dann für 15 min. bei 250 C und für 35 min. bei 180 C in den Ofen.

Einkorn besitzt eine interessante Geschmacksfacette, tendenziell süsslich aromatisch, schwer zu beschreiben.

Das Garum schmeckt leicht salzig, befremdlich, aber nicht übertrieben fischig, mit Brot als Dip durchaus genießbar.

Natürlich probierte ich auch den Teufelsdreck und musste sogleich meinen Mund ausspülen. Wie Stall oder Kuhfladen, beißend, inkl. Würgereiz.

Der Sud besteht aus 500 ml Rotwein, 4 Teelöffel Garum, 4 Teelöffel Teufelsdreck, frischem Liebstöckel, geröstetem Kümmel und zerstoßenem Pfeffer und schmeckte sensationell aromatisch, obwohl die Spezialzutaten das nicht vermuten ließen.

Der zerlegte Hahn (es dauerte 1/2 Stunde, da Messer und Geflügelschere versagten) wurde inkl. Innereien auf einem Lauchbeet mit dem Sud begossen und wanderte im Römertopf für knapp 1,5 Stunden bei 240 C in den Ofen. Alle 10-15 min. begießt man das Fleisch mit dem Sud. Die letzte halbe Stunde gart das Fleisch ohne Deckel und mit Grill.

Zuguterletzt bestreuten wir das fertige Gericht noch mit fermentiertem Pfeffer. Geschmacklich dominierte der Rotwein, was in der Kombination keine neue Erfahrung war, aber die unbekannten Facetten rundeten den Geschmack vortrefflich ab. Es fehlt allerdings an der gewohnten Salzintensität. Besonders schackhaft entpuppte sich indes der im Sud mitgekochte Lauch.

Demnächst ein weiteres Gericht.









