Also gestern mal die Scheibe durch gehört, und sage mal als aller erstes, dass mir einige Tracks ja schon bereits irgendwie begegnet sind; komplett fremd wars mir nicht.
Also ich sage mal die Scheibe ist eine wilde Achterbahnfahrt mit kaum Verschnaufspausen. Es rockt ordentlich und einige Tracks davon hatten zum Gewichtestemmen sogar ziemlich gut gepasst
Doch enthält die Musik nunmal Stilmittel, die ich zwar nicht schlecht finde, aber nicht ganz so hundertprozentig meins sind.
Dazu gehören halt diese harten, dem heavy Metal entstammenden Samples, die sehr, die in Spazier-Geschwindigkeit abgespielt werden.
Bestes Beispiel dafür der zweite Track "Sad but True", etwa ab Sekunde 20.
Dieses langsame, aber derbe harte rocken an der Gitarre hat schon was, aber, ist halt nicht ganz so mein Geschmack.
"the unforgiven" gefällt mir wegen des leicht melancholisch angehauchten Touches, das in den ruhigen Momenten gerne mal so eine wehmütige Stimmung aufkommen lässt. Die harten Riffs dabei mildern zu meiner Verwunderung die Wirkung des Songs nur minimal; der Mix funktioniert ganz gut, auch wenn ich mich da trotzdem nicht so ganz zu Hause fühle.
Ein anderes gern verwendetes Mittel ist diese schillernd hohen Gitarrensolos; ich weiß gar nicht wie ich die beschreiben soll.
"Where I may roam" etwa ab 4:53...dieses sich stark in den Vordergrund drängendes Etwas...boha ich kann das nicht in Worte fassen, aber es ist ja eigentlich mega präsent in der metal szene.
Es hat schon was, aber für mich klingt das doch ein wenig zu aufdringlich; wenn ichs böse ausdrücken möchte, würde ich das als "hirnloses, unkontrolliertes Abgehen an der Gitarre" bezeichnen
Zu "nothing else matters" sag ich jetzt mal nicht mehr als dass, der Song prinzipiell gut ist, aber mich in seiner dominanten Präsenz im TV oder sonst wo auch ein Stück weit nervt, aber ich glaube das kennt sicher jeder...
Hetfields gesang muss ich sagen gefällt mir ausgesprochen gut; markant, kraftvoll und akrobatisch.
Also insgesamt ist das schwer unterhaltsame Partymusik, aber auch nicht mehr. Es gibt keine richtigen Höhepunkte, weil alle Tracks irgendwie gleich gut sind, und sich stilistisch nur minimal unterscheiden.
Theoretisch könnte fast jeder Track genauso gut den Start wie auch das Ende der Scheibe markieren; aus "the struggle within" höre ich beim besten Willen kein Finale oder ein dramaturgisches Ende heraus...
Naja vielleicht mache ich auch nur den Fehler und gehe zu sehr mit den Erwartungen wie an ein Konzeptalbum heran.
Zumindest auf dieser Scheibe ist ist Metallica einfach und simpel aber in seinem Anspruch die Hörerschaft zu unterhalten und deren Kopf im Takte hin und her schwenken zu lassen überaus erfolgreich.


