[Konzert] 30 Seconds to Mars (Hamburg, 02.05.2018)

Eindrücke, Klangchecks aktueller aber auch älterer Scheiben im Review. Dazu Musik DVDs und Konzertberichte.

Moderator: gelini71

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[Konzert] 30 Seconds to Mars (Hamburg, 02.05.2018)

Beitrag von StS » 17.05.2018, 15:42

Bild
(Copyright der zwei Pics: loudlive.de)

Am 2. Mai hab ich mir (auf Anfrage meiner Schwester hin) zum 4. Mal „30 Seconds to Mars“ live angeschaut – an jenem Abend in der Barclaycard Arena in Hamburg im Rahmen ihrer „Monolith“-Tour. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, bin ich nicht so der Fan solch großer Konzerte – aber nun gut: „Kleiner“ geht es bei manchen Bands/Künstlern aktuell inzwischen halt kaum mehr wirklich. Kurz zuvor war ihr fünftes Album „America“ in Deutschland übrigens auf Platz 1 sowie in den Staaten auf Platz 2 der Charts eingestiegen…

Die Bühne hatte man in den Zuschauerraum hinein errichtet – auf ihr standen Frontmann Jared Leto und sein Bruder Shannon (am Schlagzeug). Tomo Milicevic, das dritte Band-Mitglied, war nicht mit von der Partie. Im Dunkeln neben der Bühne gab es zudem jeweils noch jemanden am Keyboard und am Bass. Mit Zottelbart, längeren Haaren und einigen merkwürdigen Klamotten am Leibe sah Jared wie eine Kreuzung aus einer Neo-Hippie-Version von Jesus und einem Obdachlosen aus, der zuvor einen Altkleider-Container geplündert hatte…

Leto präsentierte sich mal wieder als energiegeladen-lässiger Entertainer – wirbelte fortwährend umher, ließ die Masse regelmäßig mitsingen, ihre Handy-Lichter zücken (etc.) und gab sich generell relativ Fan-nah. Mehrfach hat er Leute aus dem Publikum zu sich auf die Bühne geholt – dabei u.a. mit einzelnen geplaudert sowie beim letzten Song die Fläche fast komplett mit ihnen ausgefüllt. Obendrein hat er ein Video aufgenommen und jenes sogleich ins Netz gestellt, sich en einer Stelle ne Deutschland-Flagge geschnappt sowie diverse riesige silberne Bälle durch die Halle hüpfen lassen…

Das neue Album mag ich weniger gern als die früheren, rockigeren. Mir sind da inzwischen zu viele Elekro-Pop-Elemente dabei – weshalb entsprechend auch so einige Sounds letzterer Richtung „vom Band“ kamen. Die älteren Stücke (wie z.B. „the Kill“ oder „From yesterday“) gefallen mir deutlich besser – von der neuen Platte sind „Walk on Water“ sowie das Duett mit Halsey meine Favoriten. Leto kann live ordentlich singen, der Klang in der Arena war klasse – aber wirklich „mitgerissen“ hat mich das Konzert nicht. Meine Schwester fand es allerdings durchweg gut...

Kurzum: Sie waren unterhaltsam, diese eher konventionellen 90 Minuten – aber wie gesagt: Per se machen mir kleinere Hallen- und „intime“ Club-Shows einfach mehr Spaß…

Bild
(zwei Schnappschüsse von meinem Oberrang-Platz aus)

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Beitrag von freeman » 17.05.2018, 19:05

Danke für die Eindrücke! Der Jared, der Leto! Ans neue Album habe ich mich noch nicht rangetraut. Fand schon den Vorgänger zu glatt und langweilig.

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 18.05.2018, 04:58

freeman hat geschrieben:Ans neue Album habe ich mich noch nicht rangetraut. Fand schon den Vorgänger zu glatt und langweilig.
Jip, ging mir mit dem letzten Album ähnlich.
Das neue ist halt elektronischer, poppiger... nicht so meins.

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Beitrag von gelini71 » 18.05.2018, 12:50

ohne jetzt jemanden beleidigen zu wollen aber 30 Seconds to Mars ist für mich Mädchenmusik...und zwar für diese Art Mädchen die dann meinen sie wären voll Indiemusik-mäßig drauf, ähnlich wie bei so Gruppen wie Paramore oder Death Cab for Cutie (wobei letztere ein paar ganz gute Songs gemacht haben).
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Beitrag von freeman » 21.05.2018, 15:03

Mädchen die dann meinen sie wären voll Indiemusik-mäßig drauf
Kenn ich :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 21.05.2018, 16:13

Die ersten Platten hab ich im Regal, passten halt bei Erscheinung ungefähr in mein musikalisches Raster. Finde auch heute noch, dass Leto ne gute Stimme hat. Die letzten Alben waren aber richtig kacke und es wurde immer schlimmer. Habe daher auch schon früh das Interesse dran verloren. Ein Konzert von denen wär für mich jetzt auch nix gewesen...

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Beitrag von Sir Jay » 11.06.2018, 09:27

ich hab mal in Gegenwart eines Mädchens, die Musik als ebensolche ("Mädchen")-Musik bezeichnet, und sofort hat es aus ihrer Richtung gehagelt :lol:

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Beitrag von freeman » 11.06.2018, 17:48

Fäuste oder Tränen? Beides? ;-)

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