[CD] Van Halen - Van Halen

Eindrücke, Klangchecks aktueller aber auch älterer Scheiben im Review. Dazu Musik DVDs und Konzertberichte.

Moderator: gelini71

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jack warrior
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[CD] Van Halen - Van Halen

Beitrag von jack warrior » 23.06.2008, 22:11

Van Halen - Van Halen

Bild

Tracks:

"Runnin' with the Devil" – 3:35
"Eruption" – 1:42
"You Really Got Me" – 2:37
"Ain't Talkin' 'bout Love" – 3:49
"I'm the One" – 3:46
"Jamie's Cryin'" – 3:30
"Atomic Punk" – 3:01
"Feel Your Love Tonight" – 3:42
"Little Dreamer" – 3:22
"Ice Cream Man" 3:19
"On Fire" – 3:00

Band:
David Lee Roth – Vocals
Eddie Van Halen – Guitar
Michael Anthony – Bass
Alex Van Halen – Drums

Kritik:

1978 revolutionierte ein Mann im Alleingang Solotechnik der E-Gitarre. Was er vor allem auf "Eruption" ablieferte, war vorher so noch nie da gewesen. Damals schrie die Fachwelt auf, Studiotricksereien a la schnelleres Ablaufen, mehrer Spuren parallel gemischt und ähnliches war zulesen. Doch weit gefehlt, live stellte dieser Gitarrist unter Beweis das es keine Tricks waren die er beherrschte. Ja um es mal genau zusagen: seine Technik, bzw. die Grundlage derer, war schon seit zig Jahren bekannt, mit nur einem Unterschied, das niemand Möglichkeiten dieser Erkannte und sie so erweiterte wie er es tat. Nicht nur beeinflusste er maßgeblich andere Seitenhexer wie Malmsteen, Zakk Wylde und Co, sondern ist mitverantwortlich für die Kreation der Fat-Strat ( Stratocaster-Gitarre mit einem Humbucker anstatt Singlecoil) und die Entwicklung des Floyd Rose- Tremolo-Systems. Klar der versierte Gitarrist und Metal/Hard Rock-Fan weiß von wem die Rede ist: EDDIE VAN HALEN. Seine Band schlicht Van Halen genannt genauso wie deren gleichnamige Debüt.

Diese beginnt schon mit einem Klassiker: "Runnin' with the Devil". Meine Fresse was ein Riff, was für ein Song , was für ein Sound. Man kann gar nicht glauben das diese CD schon 30 Jahre auf den Buckel hat so druckvoll und klar kommt der Sound in der Remasterd Version daher. Ted Templeman hat wahrlich eine saubere Produktion abgeliefert. David Lee Roth schreit sich die Seele aus dem Leib und die Rhythmus-Sektion bestehend aus Michael Anthony und Alex Van Halen macht einen tatellosen Job. Was ein geiles Teil.

So gilt es für die ganze Cd. Sei es die Gitarren-Mastubations-Orgie "Eruption", das legendäre "Ain't Talking' bout Love" mit vielberühmten Intro oder "Atomic Punk", was zeigt was man mit einem Flanger (Effektgerät für Gitarre) so alles machen kann. Hier killt "All Killers, No Fillers". Zu recht ein Klassiker, den jeder Rockfan und/oder Gitarrist im Regal haben sollte.
:liquid10:

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Beitrag von EatenAlive » 24.06.2008, 15:49

Ich hab die Van Halen I und Van Halen II.. :lol:
Ne, die sind sogar ganz interessant, nur halt in meinen Augen furchtbar überholt. Die Person Van Halen hat wirklich einiges für den Hardrock getan, nur in relativ kurzer Zeit gab es in meinen Augen massig Gitarristen, die noch mehr drauf hatten, wie zum Beispiel Steve Vai.

Würde den ersten beiden Alben :liquid7: Punkte geben. Alles was danach kam interessiert mich dann auch gar nicht mehr. Wie findest du eigentlich ihren Megaseller "1984"?
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Beitrag von Ed Hunter » 24.06.2008, 16:59

Ich kenn von denen bloß "1984". Ganz ok, aber hat mich ned vom Hocker gehauen...
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Beitrag von jack warrior » 24.06.2008, 17:26

1984 brauchte bei mir so seine zeit bis ich sie gut fand. aber ist schwächer als der erstling... so 2 punkte weniger würde ich geben.

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Nuja

Beitrag von Lord_of_Shred » 24.06.2008, 22:48

Hi,

also erstmal, schönes Review...auch wenn ich kurz meggan muss (Gitarren Nerd halt)...dat Dingens (glaub du hast dich vertippt) heiß Flanger ;-)

Ansonsten, jo absolutes Meisterwerk und ich Sachen Rock und Metal sicherlich eins der wichtigsten 10 Alben der letzten 30 Jahre...eben genau weil es die ganze Shredding und Hair Metal Bewegung der 80er losgetreten hat.

@ EatenAlive...Als Van Halen '78 publik gegangen sind gab es noch min 4 Gitarristen die es zu der Zeit schon so tierisch drauf hatte: Eddie Van Halen selbst, Randy Rhodes, George Lynch (hört mal die Dokken Bootlegs von 79/80 die Live Mitschnitte) und Gary Moore (der heute eher in Bluesgefilden wildert).

Dann hat es erstmal gute 3 Jahre gebraucht bis die ersten von Eddie und Co beeinflussten Nachwuchstalente wie Warren DiMartini (Ratt), Craig Goldy (DIO), Jake E Lee (Ozzy), ...bis schließlich 84 Malmsteen für Furore gesorgt haben.

Was man zu Van Halen noch sagen kann...sie haben erdigsten Hard Rock gebracht aber ebenso immer gerne experimentiert...es ist irgendwie schade zu sehen wie ein scheinbar geistig vom Alkohol angegriffener Eddie heute dieses Lebenswerk nach und nach in Schutt und Asche zu verwandeln versucht.


Für mich sind Van Halen schon lange eine großartige Band, die VH I nahezu unerreicht (von VH zumindest) und haben mich mit zu dem Gitarristen gemacht der ich mich heute schimpfe.

Daumen hoch....It's 5150 time!!!

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Re: Nuja

Beitrag von EatenAlive » 25.06.2008, 01:03

Lord_of_Shred hat geschrieben: @ EatenAlive...Als Van Halen '78 publik gegangen sind gab es noch min 4 Gitarristen die es zu der Zeit schon so tierisch drauf hatte: Eddie Van Halen selbst, Randy Rhodes, George Lynch (hört mal die Dokken Bootlegs von 79/80 die Live Mitschnitte) und Gary Moore (der heute eher in Bluesgefilden wildert).
Jo, klar gab es die. Habe ich nie angezweifelt, es ging mir jetzt eher um die Van Halen spezifischen Techniken. :D
Grundsätzlich muss man aber hier mal sagen, dass immer all zu gerne die deutschen Experimental/Krautrockbands vergessen werden. Die haben viele Sachen schon ein paar Jahre zuvor gemacht.
Also Bands wie Percewood’s Onagram, Epitaph, Annexus Quam, Amon Düül II, Can und Tangerine Dream (zu ihren Anfangszeiten, später wurde der Elektroanteil ja größer).
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Beitrag von jack warrior » 25.06.2008, 06:53

@shred: jo flanger, is nen tipp fehler wird heute mittag korrigiert. bin kein gearaholic daher kommt das mal vor :)

@eddies technik: er hat halt diese ausüfernden solos zur richtigen zeit in den focus der musikwelt gerückt und daher es erst möglich gemacht das leute wie malmsteen überhaupt auf die bühne gingen. aber wie ich oben sagte die technik war nichts neues gab es schon seit etlichen jahren. selbst auf judas priest platten von 1974 oder so sind tappings zu hören.zwar net so ausgefuchst wie hier...
wie meinte eddie in nem interview: ja ich sass da da und hörte nen stuck (irgend ne alte blues nummer oder so) und spielte bissle dazu dachte mir dann beim tapping dort mmh schön aber was ist wenn ich noch die andere hand dazunehme da hab ich mehr töne ... und so hab ichs dann auch gemacht...

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Hrhr

Beitrag von Lord_of_Shred » 26.06.2008, 14:39

@eatenalive:
Jop, Krautrock ist ja sowieso schon sehr abgespaced...Can oder Amon Düül... hab ich lange versucht mich einzuhören aber es fällt mir schwer...von Tangerine Dream kenn ich eher die späteren, Elektrolastigen Arbeiten.

@Jack Warrior:
Das die Technik des 2 Hand Tappings schon Uralt ist weiß ich, kommt Ursprünglich aus der Klassik um ein Arpeggio noch um einen Ton zu erweitern der ausserhalb des "Griffbereichs" der linken Hand liegt...so hat mir das vor X Jahren mein Klassik Lehrer erklärt.
Auch auf Rush oder Genesis kann man schon sowas wie Tapping Ansätze hören. Aber Eddie hatte halt, wie schon geschrieben wurde, den Impuls gesetzt und das Ganze vom Hilfsmittel zum Stilmittel gepusht...

Nuja denn auf weiteres, happy shredding ;-)

Viele Grüße, Leo
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