Filme, die viel kosten und oft nicht das halten, was der Trailer verspricht.
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McClane
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von McClane » 22.01.2026, 09:42
Mercy
Originaltitel: Mercy
Herstellungsland: USA/Russland
Erscheinungsjahr: 2026
Regie: Timur Bekmambetov
Darsteller: Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Kali Reis, Annabelle Wallis, Chris Sullivan, Kylie Rogers, Jeff Pierre, Rafi Gavron, Kenneth Choi, Jamie McBride u.a.
In Timur Bekmambetovs Sci-Fi-Actionthriller „Mercy“ entscheidet in der nahen Zukunft ein KI-Gerichtsverfahren über Schuld oder Unschuld eines Angeklagten. Ausgerechnet Cop Chris Pratt findet sich vor KI-Richterin Rebecca Ferguson wieder und ist für den Mord an seiner Frau angeklagt. Ihm bleiben 90 Minuten zum Ermitteln an den Bildschirmen, ansonsten droht ihm die Exekution.
Hier geht's zur Kritik
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
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von McClane » 22.01.2026, 09:44
Das Poster ist übrigens auch ein Knaller. Auf nem anderen Poster sieht man Pratt im Sessel sitzen und auf Displays starren, was seine Rolle wesentlich eher wiedergibt. Aber irgendein Marketing-Heini war bestimmt so: "Ne, lass mal Chris Pratt mit ner Wumme auf das Cover passen, damit das richtig nach Action aussieht, wo er die meisten Probleme auf großkalibrige Weise löst, nicht so mit doofem Recherchieren. Ist mir egal, was in dem Film wirklich passiert."
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von kami » 22.01.2026, 14:56
McClane hat geschrieben: ↑22.01.2026, 09:42
Originaltitel: Mercy
Herstellungsland: USA/Russland
Wieso eigentlich Herstellungsland auch Russland? Kann dazu überhaupt nichts finden und sollte unter den derzeitigen Sanktionsbedingungen auch nicht möglich sein.
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von McClane » 22.01.2026, 15:43
Ich hab die Info aus der Imdb übernommen, obwohl das natürlich eine gute Frage ist. Vielleicht wegen Bekmambetovs Produktionsfirma Bazelevs? Die HQs der Firma sind in New York und Moskau.
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von freeman » 29.01.2026, 16:08
Ich hab beim Abspann genau hingeluschert und keine expliziten Hinweise gefunden, warum hier auch Russland als produzierendes Land genannt wird. Es wird daher damit zu tun haben, dass Bekmambetovs Produktionsschmiede halt in Russland verortet ist. Der Film selber gefiel mir ganz gut. Unter den ganzen Desktopthrillern ist er sicherlich der aufwändigste und jener mit der meisten Power. Und er setzt das Konzept auch sehr stimmig um. Meine Not hatte ich mit der ersten Filmhälfte, die seltsam unfokussiert wirkt und in ihrem Bemühen, Chris Pratt als vermeintlichen Täter zu lancieren, ein wenig zu verbissen rüberkommt. Die letzten 45 Minuten haut "Mercy" dann aber ordentlich auf die Kacke. Legt spannungstechnisch deutlich zu, läuft runder und wird zunehmend wuchtiger. Die Action im Finale fand ich richtig gelungen. Und im Kino sind einige Leute reichlich vehement auf ihren Stühlen herumgerutscht. Hier funktioniert der Film durchaus. Das Gewese um die KI ist so beliebig wie egal. Das hollywoodtypische Motiv, der KI mit typisch menschlichen Begriffen wie "Bauchentscheidung" ein Schnippchen schlagen zu wollen, resultiert vermutlich aus der Hoffnung diverser Drehbuchschreiber, selbst nicht abgeschafft zu werden, wenn man die Brillanz des Menschen hervorhebt. Das war schon funny. Warum man den Film jedoch in 3D präsentiert, ich kann es nicht sagen. Während zumindest die Köpfe von Pratt und Ferguson durchaus plastisch wirkten, kam in den eingespielten Filmchen NIE ein 3D-Effekt auf. Geldschneiderei - wie gewohnt.
In diesem Sinne:
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von McClane » 30.01.2026, 11:38
freeman hat geschrieben: ↑29.01.2026, 16:08
Unter den ganzen Desktopthrillern ist er sicherlich der aufwändigste und jener mit der meisten Power. Und er setzt das Konzept auch sehr stimmig um.
Naja, so ein wirklicher Desktopthriller isser ja nicht, da er den "Desktop" ja immer wieder verlässt, also auch Szenen präsentiert, die jetzt nicht mehr wirklich ein Video in Pratts Blick sind. Hat eher Spurenelemente davon.
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von freeman » 04.02.2026, 17:57
Find ich nun gar nicht. ist halt ein moderner Screen mit virtuellem Zeuchs... Damit man es um Chris Pratt herumfliegen lassen kann, damit der seinen Paycheck nicht nur für zwei Gegenschnitte und die Stimme aus dem Off erhält. Fand ich schon nachvollziehbar. Schrott waren nur die Momente, wo Pratt mit Stuhl mitten in der Action stand. Da wurde der Desktopthrill auch für meinen Geschmack zu immersiv für den Charakter. Zumal es trashy wirkte, wie Pratt da rumhockte
In diesem Sinne:
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von Vince » 29.03.2026, 10:08
„Mercy“ ist symptomatisch für das faule Science-Fiction-Actionkino der Gegenwart: Geliefert wie bestellt, inhaltlich und performativ. Wenn die Konsumenten am liebsten nicht mehr aufstehen wollen, um Filme im Kino zu sehen, wieso sollten es die Stars im Film noch tun? Wenn man aber nicht einmal mehr einen Chris Pratt dazu bekommt, in der Hauptrolle eines SciFi-Thrillers den Hintern vom Sessel zu bewegen, dann liegt irgendwo etwas im Argen.
Zur gesamten Kritik
Wie darin formuliert, sehe ich das in Sachen Desktop so wie freeman: Es ist natürlich etwas weiter gefasst, aber letztlich immer noch im Kern ein Desktopfilm, der eben vor allem dadurch weiter gefasst ist, dass das Medium der Zukunft eben genau diese Freiheiten erlaubt.
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von Vince » 29.03.2026, 10:11
Erst nach dem Schreiben dank Stefans Hinweis festgestellt, dass wir die Kritik schon haben... daher jetzt hier im Kommentarfeld.
Wie darin formuliert, sehe ich das in Sachen Desktop so wie freeman: Es ist natürlich etwas weiter gefasst, aber letztlich immer noch im Kern ein Desktopfilm, der eben vor allem dadurch weiter gefasst ist, dass das Medium der Zukunft eben genau diese Freiheiten erlaubt.
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von McClane » 30.03.2026, 10:26
Vince hat geschrieben: ↑29.03.2026, 10:11
Wie darin formuliert, sehe ich das in Sachen Desktop so wie freeman: Es ist natürlich etwas weiter gefasst, aber letztlich immer noch im Kern ein Desktopfilm, der eben vor allem dadurch weiter gefasst ist, dass das Medium der Zukunft eben genau diese Freiheiten erlaubt.
Mal ganz abgesehen vom Actionfinale, das nicht mehr in dem Raum spielt - das weicht mir den Begriff Desktopfilm doch zu sehr auf. Wenn du dir "Unknown User", "Searching" oder "Missing" auf deinem Laptop anschauen würdest, dann wärst du quasi in der gleichen Position wie die Hauptfigur, weil das alles auf deinem Desktop stattfindet. Bei "Mercy" ist das ja schon nicht gegeben, weil es - wenn ich mich an meine Sichtung in der PV richtig erinnere - ja beispielsweise Gegenschüsse auf Pratt im Stuhl gibt, die er als Desktop-Nutzer ja wiederum nicht sehen würde.
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von Vince » 30.03.2026, 17:25
Ja natürlich, er hält das Dogma nicht ein, aber konzeptseitig geht es doch ganz offensichtlich um Interaktivität als medialen Erweiterungsraum des Protagonisten, der anstelle seines eigenen Körpers die Informationen auf einem Display steuert, dessen Inhalte im Grunde permanent Mittelpunkt der Handlung sind. Das entspricht doch genau dem, was die Desktopfilme erreichen wollen. Dass das rein technisch mit Schuss-Gegenschuss-Montagen und dergleichen etwas aufgeweicht wird, ja ok, in der Hinsicht wollte Bekmambetov dann halt mal etwas innovativ sein.
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