Ich hatte mit dem neuen Masters wirklich von Anfang an meine liebe Not. Der Film wird so massiv mit Ironie zugepflastert, dass man durchgehend das Gefühl hat, dass die Macher sich kaum weit genug von der Idee, einen He-Man-Film drehen zu wollen, distanzieren konnten. Alles versucht man zu brechen, nichts soll ernst genommen werden. Das sorgte dafür, dass ich mit allen Figuren mega fremdelnde. Denn wenn der Film seine Figuren nicht mag, wie sie sind, warum sollte ich das tun? Zur Filmmitte hing ich dann gelangweilt im Sessel. Der Film hat zwar ein ordentliches Tempo und es passiert immer wieder was, aber ich fand überhaupt nicht hinein. Das Ganze wirkte immer krampfiger darum bemüht, ja nicht zu sehr irgendwas um He-Man zu erzählen.
Die Geschichte ist obendrein ein langweiliger Platzhalter und immer wieder wirds dann doch Wookie-Pupookie. Frauen sind die besseren Helden und die besseren Männer. Der Race-Swap rund um Idris Elba. Wie konnte freeman so was sagen? Buuuh! Aber hey, der war mir vollkommen egal, was mich viel mehr fuchste, war, dass Elba in der Rolle nichts taugte und nichts aus ihr herausholen konnte. Am geilsten war aber definitiv der Moment, in dem der Film versuchte, einen Gag um den He-Man (also den Mann-Mann) zu lancieren, der komplett in die Buchse ging und damit endete, dass He-Man selbst sich einen abkrampft, wenn er laut Drehbuch sagen soll: Ich bin ein Mann und ein echter Held. Klasse. Sowas darf man in Hollywoodfilmen ja nicht mehr sagen. Und passiert es, wirds zur genialen Lachnummer. Peinlich.
Und der viel zu lange Film wurde länger und länger und länger. Was mir gefiel, war die angenehm knallig bunte Optik. Ich fand den Hauptdarsteller eigentlich ganz okay, mir tat nur leid, dass er wokiemäßig halt einen absoluten Waschlappen geben muss, selbst wenn er "die Kraft" hat. Jared Letos Knallchargennummer machte zumindest Spaß und erinnerte mich tatsächlich an die zwei oder drei Folgen der Trickserie, die ich mal gesehen hatte. Auch die Umsetzung seines Schädels gefiel. Allgemein waren auch die Effekte okay. Seltsam unentschlossen fand ich den Score. Dafür gefiel mir die eine oder andere Actionszene. Leider ging denen eine gewisse Eigenständigkeit vollkommen ab. Da hätte ich mehr erwartet, auch angesichts des Budgets. Im Grunde hat der Film-He-Man halt ein Schwert und kann da mal nen Blitz rausschießen lassen. Das kann ich auch... jeden Tag aufm Klo - OHNE Schwert.
Kurzum: Das schlechte Abschneiden am Boxoffice kann ich vollends nachvollziehen. Ein Film, den keiner wollte, zu einem Thema, das Hoillywood nicht mehr unbefangen bedienen kann, in relativ beliebiger Blockbuster-Verpackung ohne echten Mehrwert. Kann man sich sicher einmal anschauen, danach spult man aber nur noch zu der Szene mitm Dolph.
In diesem Sinne:
freeman