"Transformers 2: Revenge of the Fallen" ist ein Musterbeispiel für gleich mehrere Begriffe aus der Filmwelt: Popcorn-Kino, Blockbuster, Krawall-Kino – sowie auch für die „größer, teurer, lauter“-Sequel-Formel. Er bietet schlichtweg mehr von all dem, was uns bereits der erste Teil geboten hat – u.a. mehr Roboter, Action, Schauplätze, kindischer Humor und „Military-Porn“. Die Laufzeit ist lang, das Tempo aber schön hoch (bloß eine minimale Länge am Anfang des letzten Drittels), die Dichte der Story ist hingegen arg gering – aber was soll´s, denn schließlich geht es hier in erster Linie ganz klar um Action, und die bekommt man mehr als genug präsentiert: Bay inszeniert seine Materialschlacht gewohnt bombastisch (mit freundlicher Unterstützung des US-Militärs), die Effekte der Roboter sind schlichtweg großartig, ihre Einbindung in die Bilder und Kulissen größtenteils makellos. Zudem bildet die verstärkte Ansiedlung ihrer Kämpfe innerhalb von „natürlichen Umgebungen“ (wie Wald oder Wüste) einen zusätzlichen optischen Reiz. Der Humor ist (mal wieder) so eine Sache – doch man muss sich wirklich mal die Zielgruppe des Films vor Augen führen bzw. halten! Die „Jar-Jar-Twins“ sind nervig, treten zum Glück aber nicht allzu häufig in Erscheinung, die Eltern fand ich okay, Shia erneut amüsant – und bei dem einen Spruch im Auto (in etwa: „Ich hab´s im Mund!“) musste ich einfach loslachen wie schon lange nicht mehr! Und selten hab ich einen Kiddie-Action-Film gesehen, der so „sexuell aufgeladen“ wie dieser daherkam: Nicht nur in diesem Zusammenhang gefiel mir etwa die prominente „Species“-Referenz ganz gut. Die „menschlichen Akteure“ spielen übrigens (erwartungsgemäß) klar die zweite Geige, gehen aber durch die Bank weg in Ordnung...
Kurzum: „Transformers 2“ ist ein reinrassiger Blockbuster und sollte Fans des ersten Teils auf jeden Fall zufrieden stellen – wer den (oder die Handschrift Michael Bays per se) schon nicht mag bzw. mochte, der sollte eh fern bleiben…
starke 