Warum nicht, zeigt nämlich "Neues Spiel für Catherine Tramell": Der Film strotzt vor Zwängen, bestimmte Dinge irgendwie einbauen zu müssen: Natürlich müssen die Sexszenen getoppt werden und natürlich muss Miss Stone ihre ganze Umwelt in ihren Bann ziehen. So gut sich die Stone aber auch mit ihren knapp 50 Jahren gehalten hat, man ist doch den ganzen Film über mit der Frage beschäftigt, was das Umfeld an der Frau eigentlich so interessant findet und ob die geilen Ischen eigentlich ansonsten allesamt ab Anfang der Neunziger ausgestorben sind.
Vor allem aber ist das ein Film, der einfach nicht mehr in den Zeitgeist passt. Im Angesicht von Filmen wie "Short Bus" und "9 Songs" entwickelt "Neues Spiel für Catherine Tramell" eine unfreiwillige Komik, die daraus resultiert, dass hier etwas für "gewagt" und "gefährlich" verkauft werden soll, das es einfach nicht mehr ist. Ein bemitleidenswerter Film.


