Wie immer muss es einen geben, der mit seiner Meinung quer treibt. Das hat schließlich Tradition in diesem Forum. Bei
Meg will ich das mal übernehmen. Im Gegensatz zu den anderen hier hat mich der Streifen ordentlich unterhalten.
Der Megalodon kann sich sehen lassen, so wie die Tricks allgemein, am Cast gibt es nicht viel zu meckern, auch wenn das vornehmlich an Statham liegt, und es werden immer wieder schöne Bilder eingefangen.
Das Urvieh ist also gut hingetrickst und darf auch mal den einen oder anderen großen Vertreter aus der Tierwelt verputzen. Das passt schon mal. Statham rockt und passt voll zu seinem Charakter, der genauso gut in jedem Actionfilm ein Held sein könnte. Wie freeman schon erwähnte, wartet man nur darauf, dass er dem Hai eine mit der Faust verpasst. Daher fand ich auch überhaupt nicht schlimm, dass er alle paar Minuten jemanden aus dem Wasser retten durfte. Zum Charakter passte es auf jeden Fall. Vom Statham-typischen Charisma her brennt hier gar nichts an und fügt sich formidabel in den Film. An der Optik des Streifens gibt es auch nichts zu meckern. Die Kamera fangen immer wieder starke Bilder ein, die einiges her machen. Letztlich passte für mich auch das Tempo des Films. Ich hätte mir nicht mehr an überdrehten Szenen gewünscht. Die Dosierung passte eigentlich.
Natürlich hat "Meg" seine Schwächen. Ablauf, Charakterzeichnung, Spannungsaufbau, alles aus dem Setzkasten. Es ist eigentlich immer klar was passiert. Den Twist fand ich aber trotzdem gelungen. Vieles ist also recht generisch, einiges sogar blöd. Z.B. wie man Statham am Anfang ein Bier in die Hand drückt und ihn somit als Alkoholiker darstellt. Wenn man als starker Trinker so "verlebt" wie Statham aussieht, dann öffne ich mir gleich mal ein Bier. Aber das sind nur Randerscheinungen, wie man sie in so ziemlich jeden Film sieht. Darüber rege ich mich schon lange nicht mehr auf, zu mal sie hier nicht schwer wiegen. Schließlich ist man im Begriff einen Monster-Hai-Streifen zu sehen. Am stärksten haben mich die Sprünge gestört. Unter Wasser in der Station, am Strand, auf den Fischerboot, auf der Bohrinsel ... Diese Umbrüche haben den Fluss des Films doch gestört, auch wenn es dadurch abwechslungsreich wird. Gerade in der Unterwasserstation hätte auch ich mir viel mehr Szenen gewünscht. Hier hätte man sicher mehr Beklemmung erzeugen können. Die Spannung ist zwar vorhanden, nimmt aber zu keiner Zeit einen echten Höhepunkt ein. Da wäre sicher auch mehr drin gewesen.
Insgesamt fand ich "Meg" aber gut inszeniert und die Kritikpunkte haben den Unterhaltungswert nur wenig gedämpft. Wenn ich mir überlege, was wir sonst so an Filmen aus diesem Bereich in den letzten Jahren aufgetischt haben, dann ist "Meg" durchaus ein kleines Hailight. Mir hat es gefallen.

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