Meg + Meg 2: Die Tiefe

Horrorfilme, die Monster, Tiere oder Mutationen thematisieren.
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SFI
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Re: Meg + Meg 2: Die Tiefe

Beitrag von SFI » 22.02.2024, 16:16

Richtig so, aber guck dir die Szene einfach bei YT an, die rockt.
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kami
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Re: Meg + Meg 2: Die Tiefe

Beitrag von kami » 26.02.2024, 08:57

Ist echt ein blöder Film, aber das ausufernde Finale inklusive des schon erwähnten Momentes hat mich auch milder gestimmt. Kürzer und blutiger hätte das ein Genreknaller a la Deep Blue Sea werden können.

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McClane
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Re: Meg + Meg 2: Die Tiefe

Beitrag von McClane » 17.08.2026, 12:16

Meg 2: Die Tiefe

Obwohl "Meg 2" über das gleiche Drehbuchtrio wie der Erstling verfügt, scheinen die Autoren immerhin mehr verstanden zu haben, was das Publikum von einem Megalodon-Film erwartet. Der Prolog des ersten Buches wird hier quasi nachgeliefert, wenn auch mit einer ganzen Portion Hirnrissigkeit - hier wirft sich der Megalodon auf den Strand, um einen T-Rex zu verknurpsen. Und Hirnrissigkeit wird hier noch größer geschrieben, etwa wenn lauter Touris gefühlt stundenlang auf einer Partyplattform über dem Wasser bleiben und nicht an Festland rennen, obwohl Ungeheuer angreifen. Oder der Rotorblatt-Kill, der cool gemeint ist, aber nur noch panne rüberkommt.
Von der Romanvorlage hat man noch weniger als im Erstling übernommen - Ansätze des Verschwörungsplot, den Ausbruch des Megalodons (wenn auch unter gänzlich anderen Vorzeichen), die Paarung der Urzeitbiester. Sonst ist das alles für ein Kino-Pulp-Spektakel hingebogen worden, weshalb Jason Statham gar nicht mehr versucht Jonas Taylor zu spielen, sondern Jonas Taylor einfach nur zur Jason Statham geworden ist. Der hat jetzt eine Ladung Martial-Arts-Skills drauf, die er in ein paar reichlich egal choreographierten Fights kurz ausstellen darf. Nett ist auch die Weiterentwicklung, dass DJ nicht mehr die reine Ansammlung von Schwarzen-Klischees ist; er hat sogar ein paar ironische bis Bad-Ass-Momente, ist aber am Ende des Tages doch nur ein besserer Blödel-Sidekick. Cliff Curtis holt sich solide den Paycheck ab, der Rest ist meist durch und durch egal, weshalb alle menschlichen Schurken des Films Luftpumpen sind. Li Bingbing hat sich anscheinend fast komplett aus der Schauspielerei zurückgezogen, weshalb Wu Jing als heroischer Buddy Stathams da ist, damit das chinesische Ziel- und Geldgeberpublikum ausreichend bedient ist. Wenn Wu Jing allerdings niemandem auf die Fresse hauen darf, dann fallen seine schauspielerischen Limitierungen leider umso mehr auf. Sophia Cai als Stieftochter Stathams nervt immerhin weniger als im Erstling, was ein kleiner Sieg ist.
Ansonsten gibt es hier mehr und deutlich pulpigere Schauwerte, was schon ein Gewinn ist, aber gerade in der ersten Hälfte immer wieder an der Umsetzung hapert. Es ist schon erstaunlich, dass man fast komplett computeranimierte Sequenzen immer noch so derbe verschneiden kann, wenn man Meeresgrund ums Überleben gekämpft wird (schlimmstes Beispiel: der Angriff der Tauchdinos). Manchen Bullshit schluckt man immerhin dank (pseudo)wissenschaftlicher Erklärungen: Etwa warum Statham in Riesentiefe für 60 Sekunden ohne Anzug tauchen kann). Wenn der Unterwasserpart abgefrühstückt ist, dann verschenkt "Meg 2" auch noch mal die Chance auf ein geiles Set Piece: Eine Art "Stirb langsam"-Version an Bord einer Über- und Unterwasserforschungsstation, während Riesenhaie angreifen, das wäre mal was gewesen. Aber ein paar umgekloppte Lumpen und ein verspeistes Boot sind das höchste der Gefühle, ehe es zum Showdown nach Fun Island geht. Da haut "Meg 2" dann ordentlich auf die Pauke, gerade wenn im Gegensatz zum Erstling auch mal eine ordentliche Menge Opfer verknurpst wird und das auch noch expliziter. Und filmisch besser umgesetzt, gerade mit den von freeman erwähnten Blicken auf dem fressenden Haimaul. Hinzu kommen einige coole Momente wie die Megalodon-vs-Riesenkrake-Szene, auch wenn die Actionszenen oft eher aneinandergestoppelt werden als organisch aufeinander zu folgen.
Technisch ist das alles solide gemacht, mit Mitteklasse-CGI von den Geldgebern aus China. Wobei die Mittelklasse eher das Einpendeln ist. Gerade unter Wasser sieht das Ganze meist gut aus, weil das Getier aus dem PC dann nur miteinander interagieren muss, während Menschen höchstens als Realvisagen in CGI-Taucheranzügen auftauchen. Bei der Interaktion mit realen Objekten sieht es dann dagegen mauer aus, sei es Statham vor dem via Greenscreen eingefügten Ozean auf einem Container, die Konfrontation von Statham auf einem Jetski mit Megalodons oder die absolut unecht aussehende CGI-Explosion beim Helikopterstart. Handwerklich läuft auch nicht alles rund, etwa der derbe Anschlussfehler, wenn Statham eigentlich nur noch eine Harpune bei sich hat, bei einer Nahaufnahme allerdings drei davon auf dem Rücken. Insofern: Ein guter Film ist auch "Meg 2" immer noch nicht, doof wie hulle ist das Ganze immer noch, aber immerhin haben Fortsetzungsregisseur Ben Wheatley und Co. immerhin etwas mehr verstanden, was für ein Pulp-Spektakel in den Meg-Geschichten drin steckt.

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