Obsession – Du sollst mich lieben

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Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von StS » 10.05.2026, 18:39

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Originaltitel: Obsession
Herstellungsland: USA
Produktionsjahr: 2025
Regie: Curry Barker
Darsteller: Michael Johnston, Inde Navarrette, Cooper Tomlinson, Megan Lawless, Andy Richter, ...

Statt seinem Crush Nikki (Inde Navarrette) seine starken Gefühle für sie zu offenbaren, wünscht sich der schüchterne Bear (Michael Johnston) in Curry Barker’s "Obsession" ihre innige, ewige Liebe mit Hilfe eines "magischen Objekts" herbei – mit Erfolg! Als wäre das an sich nicht bereits verwerflich genug, wird das Ganze schon bald aber noch weitaus abgründiger und verstörender…

Zur Kritik geht’s hier!

knappe :liquid9:

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Re: Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von Vince » 16.05.2026, 18:01

Na das ist ja mal eine Ansage. Bin gespannt. Kino lass ich aber aus, ich hoffe, der kommt dann im Heimkino ungeschnitten.

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Re: Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von StS » 16.05.2026, 21:23

Ja. Ich freue mich auch schon auf die Zweitsichtung. Ist einer dieser Filme, die hängen bleiben. Ne bekannte Sache frisch variiert... und das geschickt und abgründig. Inhaltlich und handwerklich passt der einfach. Obgleich man ihn vielleicht so um 5 Minuten hätte straffen können... doch mir egal... ich war in jeder Minute voll im Film drin. Bin gespannt, wie er kommerziell laufen wird. Bei Kritikern und Zuschauern kommt er aber schonmal jeweils prima an.

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Re: Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von Sir Jay » 01.06.2026, 12:23

den merke ich mir vor!

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Re: Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von StS » 01.06.2026, 13:11

StS hat geschrieben:
16.05.2026, 21:23
Bin gespannt, wie er kommerziell laufen wird.
Da er aktuell bereits das 200-fache seines Budgets eingespielt hat... ohne in einigen Ländern (wie Deutschland) bislang überhaupt am Start gewesen zu sein... würde ich mal sagen: Gut :lol:

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Re: Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von freeman » 03.06.2026, 19:58

Wobei man aber auch sagen muss, dass da aus Deutschland nicht viel kommen wird... Sommerliche Temperaturen, WM, da sind einige Hinderungsgründe für die gemeine Kartoffel.

In diesem Sinne:
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Re: Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von McClane » 26.08.2026, 12:54

freeman hat geschrieben:
03.06.2026, 19:58
Wobei man aber auch sagen muss, dass da aus Deutschland nicht viel kommen wird... Sommerliche Temperaturen, WM, da sind einige Hinderungsgründe für die gemeine Kartoffel.
Scheint doch ganz gut zu ziehen. Aktuell Platz 14 in den Jahrescharts, das ist fürs deutsche Publikum nicht schlecht. Als ich Ende Juli drin war, einen knappen Monat nach dem Start, war die O-Ton-Vorstellung immer noch gut ausverkauft.

Der Film an sich ist - ohne das allzu böse zu meinen - alter Wein in neuen Schläuchen. Sehr alter Wein, denn im Grund genommen ist es ja die alte Geschichte der Affenpfote (von 1902), hier neu verpackt. Witzig auch, dass Gen-Z-Filmemacher sich solche Klassiker dann über "Simpsons"-Wiederholungen erschließen, wie Stefan in seinem Review zitiert. Doch den alten Stoff adaptiert Curry Barker ziemlich passgenau für seine Generation, ohne dabei universelle Themen auszublenden, gerade die ebenso große wie unausgesprochene Liebe. Man kann die Hauptfigur anfangs sehr gut verstehen, ohne sein Verhalten zu entschuldigen. Die Angebete gibt ihm ja eigentlich das perfekte Opening für ein Geständnis, aber er kneift und greift stattdessen zur übersinnlichen Hilfe. Barker verschenkt etwas Potential, indem er nicht lange offenlässt, ob es vielleicht doch andere Gründe für Nikkis Verhalten geben könnte, kann dafür schneller in die Geschichte der Obsession einsteigen.
Dafür findet er immer wieder sehr stimmige Bilder und Situationen, die in ihrer Einfachheit unangenehm sind (Beobachten, Stillstehen, Türzukleben). Wenn das alles so drüber ist, dann wird aus Liebe Angst. Zudem hat er keine Scheu vorm Zeigen der Konsequenzen macher Handlungen (Stichwort: Fäkalien) und verzettelt sich eigentlich nur, wenn ein paar Szenen einbaut, die besonders edgy oder erinnernswert sein sollen, sich aber doch nur sehr notdürftig mit der Obsession erklären lassen (Stichwort: Sandwich). Ebenso wichtig ist das Sympathiemanagement: Bear schwankt zwischen versuchter Wiedergutmachung, Ausnutzung der Situation (gerade der Sex mit Nikki, nachdem er weiß, wie der Hase läuft, ist - wie Stefan schon schreibt - eigentlich eine Vergewaltigung) und der Leugnung des Ganzen gegenüber der Außenwelt. Der Vergleich mag aufgrund der unterschiedlichen Stile etwas abwegig erscheinen, aber erinnert mich ein wenig an Lionel aus "Braindead", der auch die absurdesten Situationen wegzuerklären und den Anschein der Normalität zu wahren versucht. Auch die Betriebsblindheit, mit der er beispielsweise übersieht, dass jemand anders ihm Gefühle entgegenbringt, ist gleichermaßen nachvollziehbar wie tragisch, da es den ganzen Schlamassel verhindert hätte, ohne dass dies die Schuld, die er auf sich lädt, mindert.
Das verläuft alles konsequent, vielleicht etwas erwartbar, aber ist dennoch meistens sehr effektiv inszeniert. Gerade bei der wohl heftigsten Szene des Films, ahnt man schon, was vermutlich in der einen oder anderen Form passiert, aber als es dann passierte, da zuckte das Kino kollektiv zusammen - und mit der Extremität des Ganzen hatte vermutlich niemand gerechnet. Schade, dass es auf den letzten Metern etwas holterdiepolter geht und eine Figur fast schon banal aus dem Spiel genommen wird. Dafür ist das Casting echt stark, denn die Freundesclique wirkt so echt und lebensnah, dass ich Indie-Darsteller dachte, aber die meisten haben doch die übliche Schulen von Film- und TV-Nebenrollen auf dem Karriereweg durchlaufen. Gerade Inde Navarette ist aber echt stark, die herausragendste Performance des Films. Insofern ist das Ganze schon ein runder, souveräner Horrorthriller, wenn auch mit paar Haken wie dem altbekannten Konstrukt und mancher gewollter Szene, weshalb ich persönlich nicht die ganz lauten Jubelarien anstimmen will. Das soll die Qualitäten von "Obsession" allerdings nicht mindern.

:liquid7:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

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Re: Obsession – Du sollst mich lieben

Beitrag von Sir Jay » 31.08.2026, 14:48

McClane hat geschrieben:
26.08.2026, 12:54
Gerade bei der wohl heftigsten Szene des Films, ahnt man schon, was vermutlich in der einen oder anderen Form passiert, aber als es dann passierte, da zuckte das Kino kollektiv zusammen - und mit der Extremität des Ganzen hatte vermutlich niemand gerechnet.
Wenn du die Szene meinst, an die ich auch gerade denke, teile ich die Reaktion - bin auch zusammengezuckt - allerdings war das das was folgte etwas, was ich gefühlt schon sehr oft gesehen habe und mich daher ein Gefühl leichter Unterwältigung überkam.

Ist aber nur irrelevant bei einem ansonsten starken Film, der mir tatsächlich auch in den entscheidenen szenen auch in der deutschen Synchro unwohlige Gänsehautmomente einbrachte.

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