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Psycho Goreman
Verfasst: 07.03.2021, 10:27
von Vince
Psycho Goreman
Originaltitel: Psycho Goreman
Herstellungsland: Kanada
Erscheinungsjahr: 2020
Regie: Steven Kostanski
Darsteller: Matthew Ninaber, Adam Brooks, Reece Presley, Owen Myre, Nita-Josee Hanna, Matthew Kennedy, Conor Sweeney, Kristen MacCulloch, Rick Amsbury, Anna Tierney, Robert Homer, Timothy Paul McCarthy u.a.
Wie nennt man einen übel gelaunten Weltenzerstörer mit schlechter Haut, der seine völlig verkorksten Moralvorstellungen ungehemmt an jeder Art von Lebewesen auslässt, wenn er nicht gerade von einem glühenden Edelstein zu Freundlichkeit und albernen Possen gezwungen wird? Genau, Psycho Goreman.
Zur Kritik von "Psycho Goreman"
Gute

Re: Psycho Goreman
Verfasst: 11.03.2021, 20:07
von freeman
Psycho Vince schlägt wieder zu und outet sich als Mediabook-Opfa!
In diesem Sinne:
freeman
Re: Psycho Goreman
Verfasst: 11.03.2021, 21:50
von deBohli
Der Film klingt nach gutem Spass für einen nicht ganz ersten Filmabend. Das Mediabook brauche ich allerdings nicht, egal in welcher Ausführung. Allgemein bin ich kein Fan dieser Verpackung, im Gegensatz zur gesamten deutschen Marketing-Garde.

Re: Psycho Goreman
Verfasst: 12.03.2021, 08:17
von Vince
Mediabooks sind immer noch meine bevorzugte Verpackungsform, das war vor dem Hype so und der Hype selbst hat mir das nur ein bisschen vergrätzen können. In diesem Fall hatte ich tatsächlich überlegt, ob ich das Keep Case nehme, aber dann wurde das zum einen um zwei Monate verschoben und zum anderen finde ich das Artwork der Amazon-Variante einfach nur steil. Außerdem gibts innen drin nicht nur einen Text von einem Autoren, sondern auch noch ein Interview des Autoren mit dem Regisseur. Der fragt am Ende übrigens, ob man ihm auch so ein schönes Mediabook zuschicken kann, in seinem Land würden Filme ja nicht so schön verpackt werden.

Re: Psycho Goreman
Verfasst: 15.03.2021, 20:53
von freeman
Das Erlebnis hatte ich mit Robert Patrick, der ein von mir zum Signieren vorgelegtes Mediabook auch voll fett abgefiert hat und Bilder davon an Titus Welliver schickte!
Und ich habe eigentlich auch null gegen Mediabooks, ich habe nur was gegen die imo künstlich hochgetriebenen Preise. Bei Koch Media und Capelight investiere ich gerne die Standard 23-Euro. Aber dann direkt 30-40 Euro bei anderen Anbietern sind mir too much. Leider werden da durch "Filmfans", die einfach alles im Mediabook kaufen, um es zu horten und später zu Irsinnspreisen abzustoßen, die Preise künstlich hochgetrieben. Das vergellt einem ein wenig den Spaß.
In diesem Sinne:
freeman
Re: Psycho Goreman
Verfasst: 16.03.2021, 06:11
von Vince
Coole Nummer vom Robert
Ja, seh ich auch so. Manchmal mach ich da bei kleineren Labels Ausnahmen, wenn man sieht, dass wirklich viel Mühe in die VÖ geflossen ist, aber für mich persönlich ist bei 30 Euro normalerweise eine gewisse Grenze erreicht. Und wenn man dann sieht, dass einige Releases nur wenige Stunden regulär zu bekommen sind, um anschließend fürs Doppelte und Dreifache verhökert zu werden, muss man sich schon wundern... auch wenn das natürlich ein Nebeneffekt des Umstands ist, dass die Gesamtauflagen einfach immer geringer werden. Ich habe das Gefühl, es sind inzwischen nicht mehr Filmsammler, die das Geschäft am Leben halten, sondern Cover-Sammler, von denen manche ja auch gerne dreimal zuschlagen, wenn es drei verschiedene Covervarianten gibt (ein Verhalten, das ich nie wirklich nachvollziehen konnte, obwohl ich selbst ein gutes Cover sehr zu schätzen weiß).
Re: Psycho Goreman
Verfasst: 21.04.2021, 20:30
von freeman
Zum Kaufstart der Amaray ist die Kritik vom Nicht-Mediabook-Opfa freeman

bei den Actionfreunden gelandet.
Zur Kritik von "Psycho Goreman"
In diesem Sinne:
freeman
Re: Psycho Goreman
Verfasst: 25.09.2025, 09:35
von McClane
Puh, der relative Enthusiasmus angesichts von "Psycho Goreman" wollte sich bei mir jetzt nicht einstellen. Kommen wir zum Guten. Kostanski hat echt Spaß am Creature-Design und an altmodischen Latex-Gummi-Plastik-Monstern, sodass der Film meistens dann in größere Höhen schnellt, wenn es in der Hinsicht zur Sache geht. Das Highlight dürfte sicherlich das Zusammentreffen mit den ehemaligen Schergen von Psycho Goreman sein, von denen einer sogar den Guyver-Kick performt (der ja zum Signature Move von Scott Adkins wurde). Das Ganze ist phantasievoll gestaltet, der handgemachte Schmodder-Splatter kann sich sehen lassen, wobei ich den Film angesichts der ganzen Vorschusslorbeeren (und des Titels) gar nicht mal so extrem gory fand. In anderen Szenen bricht sich der Ideenreichtum auf andere Weise Bahn, etwa die Crazyball-Einlage zu knüppelnder Punkmusik.
Allerdings wird es dann deutlich weniger dolle, wenn mal niemand umgebracht wird und keine Gummimonster rumlaufen - und das passiert hier öfter, als es dem Film gut tut. Denn eine echte Handlung hat "Psycho Goreman" nicht, denn den Bierdeckelplot um Goremans Nemesis und das Fitzlchen Charakterentwicklung bei ihm und Mimi kann man fast knicken. Auch das Wordbuilding ist null konsequent, denn manchmal interessiert es anscheinend keine Sau, wenn die Kiddies mit einem Dämon an der Seite durch die Gegend ziehen oder ein Junge in ein gigantisches Gehirn verwandelt wird, an anderer Stelle rückt dagegen die Polizei an, um nach der Mutation eines Officers und der Traumatisierung eines anderen nie wieder eine Rolle zu spielen. Vergleichsweise ernste Retro-Filme wie "The Void" scheinen Kostanski auch besser zu Gesicht zu stehen, denn sein Humorverständnis und sein Comedy-Timing sind eher meh - wenn man lachen kann, dann meistens beim gewaltreichen Splatstick. Der faule, selbstbezogene Vater ist schon mal reichlich unlustig. Mimi als Hauptfigur ist in ihrem Egoismus bemerkenswert unsympathisch, das muss man sich erstmal trauen. Vielleicht ist es auch eine erfrischend ehrliche Darstellung eines bockigen Kindes - allerdings auch eine, die einem irgendwann gewaltig auf den Zeiger geht.
So darf man bei "Psycho Goreman" dann in seeliger Erinnerung an die "Guyver"-Filme und Tromas Peak-Phase schwelgen, sich am Creature Design und den (bewusst billig-künstlichen) Effekten freuen, aber so eine richtig gute erzählerische Form findet Kostanski für sein Potpourri an Ideen nicht, sodass sich Splatter-Amüsement und Phasen der Langeweile schon mal abwechseln.
