
Das Clooney-Regiedebüt im Sinne einer leichten Komödie (vorher gab's ja etwas schwerere Kost) verhebt sich ein bisschen am Anspruch der Leichtigkeit; mit der Absicht erzählt, altmodischen Screwballs nahe zu kommen, ist es gerade diese Absicht, die das Ergebnis versäuert. Vieles wirkt zu bemüht leichtfüßig und komisch. Feelgoodmovies müssen sich von selbst tragen und dürfen nicht, wie in diesem Fall, von der Regie immer wieder angeschoben werden. Aber immerhin tappt Clooney nicht in die Falle gewöhnlicher Sport-Romantik-Komödien und der Ansatz, alles in den 20er Jahren spielen zu lassen, sorgt für frischen Wind.

Legion

Billiger "Terminator"-Epigon mit "God's Army"-Thematik, der zumindest über die Zeit seiner Einführung gut unterhält, die alles beinhaltet bis inklusive der ersten Angriffswelle. An der Decke kletternde Omas machen aus "Legion" zwar kein Arthouse, aber doch erstaunlich gute Unterhaltung. Erst danach wird's recht grottig. Dialoge hätte man sich besser sparen sollen, denn das geht echt in die Hose. Ich meine, selbst einmal mit "Als ich noch ein Kind war"-Geschichten anzufangen, wenn man unter Belagerung steht, ist ein Klischee vor dem Herrn, aber gleich dreimal?!? Dann kommt Gabriel auf die Erde und es gibt ein bisschen Engelaction, aber so spannend wie am Anfang wirds nicht mehr. Traurig auch, was mit Dennis Quaid passiert; ich meine, an seinen Anblick in B-Movies hat man sich ja längst gewöhnt, aber in einer derart nutzlosen Rolle wie in "Legion", die man mit jedem beliebigen älteren Herrn hätte besetzen können, hat man ihn wohl noch nicht gesehen.
