
Überakzentuiertes Effektspektakel, das alles total mit Special Effects überkleistert, auf dass bloß nicht die üble Story samt übler Darsteller zu offensichtlich werden. Anfangs sind die "300"-Stilparallelen nicht zu übersehen (nur alles in der Variante viel und billig), später dann treiben es die Pangs so sehr auf die Spitze, dass man vor lauter Krawumms gar keine Luft mehr kriegt und zu ersticken droht. Ein paar Momentaufnahmen rocken ganz gut, ansonsten: Lärmig, nervig, doof.
Soylent Green

Gehört für mich zu den Sci-Fi-Klassikern, an denen der Zahn der Zeit am meisten genagt hat. Nicht nur sieht diese Zukunft enorm nach den 70er Jahren aus, auch inhaltlich wirkt die Überbevölkerungsthematik konstruiert genug, dass man den inzwischen weitreichend bekannten Aha-Effekt am Ende Meilen gegen den Wind riecht. Trotzdem bleibt die eindringliche Wirkung, wenn Heston im Treppenflur über dort schlafende Menschen steigen muss oder man die automatisierte Prozedur in der Sterbehilfeeinrichtung kennen lernt.

Carriers

Ein relativ nichtiger Trittbrettfahrer der Schnelle-Zombie-Welle, der versucht, die Zombies auszusparen und alles realistisch nach einem Krankheitsbild zu gestalten. Die sozialkritischen Elemente, die man hier einzubauen versucht hat, verpuffen meist irgendwo auf der Strecke, auch weil größtenteils versäumt wird, die größeren Zusammenhänge nachzuzeichnen. Die Twens bei ihrem Road Trip durch die Wüste zu zeigen und am Ende alles auf das Geschwisterverhältnis der Brüder zu münzen, ist nicht der günstigste Weg, der gewählt werden konnte.
The Rite - Das Ritual

Man merkt, dass der Regisseur vorher "Zimmer 1408" gedreht hat, da die Fehler die gleichen sind, die er macht: Anfangs eine zwar konventionelle, aber schön subtile Variante des Friedkin'schen Exorzismusparadigmas, gespickt mit unterschwelligem, unblutigen Grusel, später dann "nur" noch eine Anthony-Hopkins-Acting-Show, etwas Effekthascherisches, das inklusive Maskenbild ähnlich wie das plötzlich mit CGI aufgeladene "Zimmer 1408" den Höhepunkt darstellen soll, tatsächlich jedoch die feinfühlige Inszenierung von zuvor ein bisschen versaut. Trotzdem einer der besten Beiträge zum Thema, sofern man nicht erwartet, dass neue Impulse reingebracht werden.

Black Angel

Etwas übergangener Film-Noir-Vertreter mit sehr markanten Eigenschaften des Genres (sofern es eines ist), was nach der genialen Eröffnung mit einer tricktechnisch herausragenden Kamerafahrt von außen ins Zimmer eines mehrstöckigen Gebäudes noch schwer nachzuvollziehen ist. Dann aber kommt der Plot bisweilen nicht in die Pötte und wird von den eher schwachen Hauptfiguren auch nicht so gut mitgetragen, obwohl auf der Haben-Seite zumindest Peter Lorre mit seiner Charaktervisage steht.






























