Filmtagebuch: Frances TM

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Frances TM
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Beitrag von Frances TM » 12.10.2007, 16:38

A Tale of Two Sisters
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Bis zum letzten Drittel denkt man, es handele sich um eine koreanische Version von "Ju-On" oder "Ringu". Zur Originalität der Schockspitzen kann ich jedoch nichts sagen, da mir asiatische Horrorfilme weitestgehend fremd sind. Zu kurzzeitig erhöhtem Puls haben sie jedenfalls geführt. Dann wiederum gibt es einige langatmige Szenen, die beim ersten Sehen eher unnötig erscheinen. Dafür wird man am Ende mit einem lynchigen Finale belohnt. "Mulholland Ringu" triffts schon ganz gut. :)
:liquid8: mit Tendenz nach oben. Hab nach dem ersten Durchgang nämlich kaum etwas verstanden.

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freeman
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Beitrag von freeman » 13.10.2007, 01:20

Frances TM hat geschrieben::liquid8: mit Tendenz nach oben. Hab nach dem ersten Durchgang nämlich kaum etwas verstanden.
Same Here ... nach mehrmaligen Sichten bin ich bei 10/10 angekommen ... einer der bestenAsia"grusler" imo ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Frances TM » 14.10.2007, 17:17

Superbad
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Ok, die Story ist schon sehr naiv. Aber dennoch gespickt mit recht lustigen Ideen und ungemein schwungvoll getragen von den Schauspielern. Wobei "Talent" hier nicht das passende Wort ist. Viel mehr hat man das Gefühl, dass die Leute ihre Rollen l(i)eben. Dass der Film eine FSK 16 hat sagt eigentlich alles über den Humor... Der definitive "Teenie-Movie" in my opinion. Nicht zuletzt wegen den coolsten Cops wo gibt (siehe oben).
:liquid7:

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 14.10.2007, 20:34

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Beitrag von Frances TM » 17.10.2007, 16:47

Human Nature
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Selbst Leuten, denen die Filme, die auf den Drehbüchern von Charlie Kaufman basieren, zu abgedreht sind, kann "Human Nature" zusagen. Hier fühlt sich nämlich jeder Mensch auf der Welt angesprochen, unzivilisiert oder nicht... ein Film mit Beispielcharakter. Sogar als Lehrfilm an liberalen (im eigentlichen Wortsinn) Schulen geeignet. Leider sind die archetypischen Figuren für Kaufman-Verhältnisse zu oberflächlich geraten worunter auch die Schlüssigkeit der Handlung leidet. Im Ganzen ist das Skript jedoch solide und erfüllt seinen Zweck, den Zuschauer zum denken zu animieren. Und Michel Gondry ist einfach ein sehr guter Regisseur. Vor allem in der Musical-Einlage und in der "Back to the roots"-Sequenz kommt das raus.
:liquid8:

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Beitrag von Frances TM » 04.11.2007, 15:01

TCM - The Beginning
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... und da stellt sich mir die Frage wer zur Hölle so einen Dreck braucht. Zumal seine Überflüssigkeit in Unoriginalität noch übertroffen wird. "Es ist halt eine geile Schlachtfiesta"? Ihr seid so krank ;)
:liquid1:


Sympathy for Mr Vengeance
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Der Film funktioniert abseits jeglicher Konventionen: kein Hauptdarsteller, kein Gut und Böse. Nur zwei Kreaturen, die nicht anders können... In gewisser Weise sind die Figuren Archetypen, einfach zu verstehen. Und doch besitzen sie Tiefe. Es mag an dem hohen künstlerischen Anspruch liegen, welcher bisweilen Unverständnis (der "Zombie") und Distanz (Kameraeinstellungen als Gemälde) hervorruft, dass die Charaktere mit ihrer "filmischen Umwelt" verschmelzen und so neue Aspekte dazugewinnen.
Im Übrigen hat Teil Eins der Rachetrilogie viel weniger mit "Oldboy" gemein als mit "Hana-Bi". Das zeigt wie vielseitig Park Chan-Wook als Regisseur eigentlich ist. ("Lady Vengeance" - coming soon to my DVD-Player^^)
:liquid8:


Sicko
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Der Zweck heiligt die Mittel nicht, ist klar. Doch was ist wenn ein Film dazu beitragen kann wirklich politischen Gegenwind auffahren zu lassen? Schon in "Bowling for Columbine" ist Michael Moore beim Versuch gescheitert den Amerikanern ihr Lieblingsspielzeug wegzunehmen. Ganz zu schweigen von "Fahrenheit 9/11". Natürlich stehen dem Junior im Weißen Haus ganz andere Mittel zur Verfügung als einem einfachen Filmemacher.
Auch diesmal scheint sein Ziel utopisch zu sein. Doch Moore präsentiert seine Beweisführung hier zwingender denn je. Keine große Kunst, musste er dafür in ein paar Länder fliegen und simple Interviews mit Ärzten und ihren Patienten führen. Die Kluft zwischen den "westlichen" Gesundheitssystemen und der USA wird hier überdeutlich. Selbst Kuba schafft es bei schlechterem Medizinstandard jeden Staatsbürger zu versichern. Zugegeben (bzw. im Film nicht zugegeben) nur mit Hilfe anderer Staatsregierungen. Aber das kommunistischen Land hat einen Weg gefunden etwas so menschenrechtlich Grundlegendes für alle verfügbar zu machen. Und die mächtigste Nation der Welt sollte das nicht schaffen? Stattdessen will man anderen Ländern die Demokratie bringen. Gleichzeitig ist in den USA von Herrschaft des Volkes viel weniger zu spüren als von der Macht des Geldes. Durch Privatisierung des Gesundheitssystemes fließt eben Geld, ohne Umwege über den Staat, direkt in die Taschen der Geschäftemacher, und der Politiker. In der Schlüsselszene des Filmes führen 1971 Nase Nixon und sein Berater John Ehrlichman ein Gepräch über die Einführung eines Privatisierungsgesetzes, welches zwei Jahre später tatsächlich verabschiedet wurde. Seither werden Politiker von den Konzernen systematisch gekauft. Die langen Hebel werden also alle sorgsam bewacht und ja nicht betätigt. Dass die Machtpolitiker und Firmenvorstände ethische Grundsätze berücksichtigen oder einfach nur Solidarität zeigen ist jedenfalls nicht abzusehen. Bleibt für die einfachen Bürger nur noch das ultimative Mittel der Demokratie, der Streik. Bloß wogegen soll man streiken? Zumal ein Streik, der sich nicht gegen ein bestimmtes Unternehmen bzw. eher gegen die Gesellschaftsordnung richtet schon revolutionären Charakter hat. Ob sich der Moore nicht doch wieder zuviel vorgenommen hat? Der Zweck heiligt die Mittel? Wir werden sehen.
:liquid7:,5



Reservoir Dogs
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Vielleicht sogar QTs bester. Er funktioniert natürlich dank der stylishen Anzüge, Namen und Gespräche an der Oberfläche, punktet aber entscheidend in der subtilen Interaktion der Charaktere, die den Film fast schon zum Kammerspiel machen. Desweiteren finde ich die Moral besser präsentiert als in "Pulp Fiction".
:liquid9:


Borat
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Viel amerikaunkritischer als erwartet. Die beste Szene (ein amerikanischer Nachrichtensender verdreht die Fakten als man von Borats Auftritt bei einem Rodeo, denen die "kasachische" Nationalhymne auf Melodie von "Star Spangeled Banner" nicht gefallen haben) wurde nicht für den Film verwendet. Stattdessen liegt der Fokus auf Hinterwäldler Borat und seinen kruden Bekanntschaften während der gestellten Reise durch die Staaten. Dafür ein ganzes Land in den Dreck zu ziehen finde ich auch objektiv gesehen ungerechtfertigt.
:liquid7:

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Beitrag von Frances TM » 16.12.2007, 16:03

Hitman
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Würde mich nicht wundern wenn hier ein neues Franchise, filmtechnisch gesehen, geboren wurde. "Hitman" macht nämlich Lust auf mehr. Ob unfreiwillig oder nicht, viele Antworten bleiben auch nach Ende ungeklärt. Eventuell kanns auch daran gelegen haben, dass mir einiges entgangen ist. :lol: Ein wenig herausreden kann ich mich damit, dass die Plotentwicklung bisweilen sehr konfus geraten ist. Fulminanten Actionszenen folgen zu oft leisere, für die Entwicklung der Story allerdings wichtige, Sequenzen. Mit der durchschnittlichen Aufmerksamkeitsspanne unserer Generation wohl nicht so gut zu vereinbaren. Und dennoch machts Spaß dem Geschehen zu folgen, was dem gut aufgelegten Cast zu Gute geschrieben werden muss. Olyphant mit seinem unverbrauchten Gesicht stellt sich als gute Wahl heraus, wird doch so unterschwellig suggeriert, dass es sich hierbei um den jungen 47 handelt. Und Olga Kurylenko ist einfach nur eytsch oh ti. ;)
:liquid7:

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Beitrag von Frances TM » 28.12.2007, 21:48

Wuji
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Zweckdienliche Story. Hardcore-Romantiker kommen auf ihre Kosten. Typsich asiatische Figurenkonstellation (vgl. mit Animes). Krasse Logikfehler. Meist gute Effekte. Nice Fights. Bildschrimhintergrundwürdige Einstellungen. Pseudotiefgründig.
:liquid6:

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Beitrag von Frances TM » 02.01.2008, 17:22

Hellboy
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Ich kam beim Gucken nicht umhin den Film mit meiner Lieblingscomicverfilmung "Constantine" zu vergleichen. Weniger weil beide sich thematisch ähneln, als dass ich aufgrund der vielen guten Kritiken glaubte, dass Keanu Reeves seinen Platz an Ron Perlman räumen müsse. Also kurz gesagt finde ich, der DC-Comic hat seine Stärken vor allem in einzelnen Szenen, wohigegen die Verfilmung des Dark Horses das bessere Gesamtpaket schürt. Dann hab ich eben zwei Lieblingscomicverfilmungen.
:liquid8:

Nightmare Before Christmas
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Schön stimmige Märchenvariation. Allerdings hat man des öfteren Fünfe grade sein lassen, was den Gesamteindruck doch nur ein wenig trübt. Seien wir lieber froh, dass es noch so kreative Geiste wie Tim Burton gibt.
:liquid7:,5

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Beitrag von Frances TM » 10.01.2008, 19:04

Der Partyschreck
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Peter Sellers ist ein verdammtes Chamäleon! Hier schlüpft er in die Rolle eines unbedeutenden indischen Schauspielers, der aus Versehen auf eine Hollywood-Party eingeladen wurde. Die Story ist aber nebensächlich und einen Plot gibt es fast nicht. Sellers' Charakter Hrundi Bakshi begibt sich unfreiwillig von einer haarsträubenden Situation in die nächste. Als die russische Musikgruppe auftaucht brechen sprichwörtlich alle Dämme...
Der Film scheint im Nachhinein wie eine Blaupause für nachfolgende Blödler. Es gibt Situationskomik à la Loriot, das Gebahren von Mr. Bean oder Otto und nicht zu vergessen das Aussehen des unlustigsten Pseudo-Inder in der heutigen TV-Landschaft.
Darüberhinaus besitzt der Film auch einige nachdenkliche Momente, sowie eine locker flockige Romanze.
:liquid9:


King Kong
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Die Szene am Ende, wo der Affe vom Empire State stürzt, und kurz darauf der geläuterte Adrien Brody zur weinenden Naomi Watts heraufklettert, hat schon was von der stillen Einvernehmlichkeit bei "Vergiss mein nicht". Bei weitem nicht nur eine Neuauflage.
:liquid8:

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Beitrag von Frances TM » 01.03.2008, 13:59

Eine Leiche zum Dessert
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Einfach gestrikte Geschichten sind nicht zwangsläufig schlechter als komplexe Monumentalwerke. Und dieser Film beweist es eindrucksvoll. Das Staraufgebot liest sich nicht nur fantastisch, es agiert auch entsprechend. Die Pointen sitzen zu fast hundert Prozent, genau wie die kritischen Untertöne. Hier hat man es sicherlich mit einer der geist- und einfallsreichsten Krimi-Satiren überhaupt zu tun. Einfach herrlich wie die absurdesten Spuren gelegt werden, man ihnen bereitwillig folgt, und es am Ende doch ganz anders kommt. Dank diesem irgendwie beschämenden Gefühl nicht auf letzteres gekommen zu sein, bleibt der Film auch bestimmt in Erinnerung... :lol:
:liquid9:,25

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Beitrag von Frances TM » 04.03.2008, 17:11

8 Blickwinkel
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Das einzig originelle an dem Streifen ist die Grundidee das selbe Szenario fünf Mal (nicht acht) aus verschiedenen Blickwinkeln durchzuspielen. Und hier hörts wirklich schon auf. Einen Film auf ein Attentat auf einen fiktiven Präsidenten aufzubauen ist schon seit 1963 ausgelutscht... desweiteren hätte in Realität ein solche Veranstaltung niemals an solch einem Ort wie im Film stattgefunden. Aber das sind eher Kleinigkeiten. Was mehr aufregt sind die durchweg unsympathischen und sehr schlecht gezeichneten Charaktere. Die aufgesetzten Cliffhanger bevor der Film wieder auf Anfang "zurückspult". Nicht zu vergessen die unglaublich unruhige Kamera.
Im Ganzen hab ich mich zu oft an eine deutsch Produktion erinnert gefühlt, irgendwie. Das sagt ja schon alles.
:liquid4:

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Beitrag von Frances TM » 17.03.2008, 09:20

Per Anhalter durch die Galaxis
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Besser als erwartet. Die meisten Sachen aus dem Buch wurden adäquat umgesetzt, wenn auch zum Teil ein wenig zu frei für meinen Geschmack. Vor allem den Präsidenten der Galaxis hab ich mir nie im Leben so durchgeknallt vorgestellt. Herrlich. Visuell ebenfalls ohne Mäkel. Schade nur, dass man dies von der Hauptgeschichte nicht behaupten kann. Wer das ausgelutschte Grundszenario "Außenseiter kriegt Mädel, welches über seiner Liga spielt" verkraften kann, wird sich hier köstlich amüsieren. Versprochen.
:liquid7:

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Beitrag von Frances TM » 08.04.2008, 19:27

V wie Vendetta
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Es fängt sehr genial an mit dem absolut coolen ersten Auftritt von V. Seine Rede, in der er sich mit unglaublichen Anzahl an Alliterationen vorstellt, muss man gesehen haben! Rückblickend war das allerdings schon der Höhepunkt. Denn obwohl die Spannung im Weiteren natürlich gesteigert wird, kann der Film am Ende nicht einlösen was er zu versprechen scheint. Das Spannungselement speist sich nämlich fast nur aus den mysteriösen Vergangenheiten der beiden Protagonisten. Die kernbildende Gesellschaftskritik verschießt ihr Pulver hingegen ebenfalls sehr früh in der Volksansprache Vs. Eine größere Auseinandersetzung mit diesem Thema wäre für einen Film, der solch Anspruch vorgibt, angemessen gewesen. Die direkte Konfrontation zwischen V und dem Diktator (John Hurt) gegen Ende enttäuscht jedoch auf der ganzen Linie. Längst schon gilt die Devise "Style over Substance". Auch die Liebesgeschichte wirkt aufgesetzt, und wie so oft sind die Handlungen von Natalie Portmans Figur nicht sehr nachvollziehbar. Hinzu kommen einige Ungereimtheiten bzw. Logikfehler. Vor allem erwähnt sei hier die Nazi-Symbolik: Der Film will eine Dystopie sein und hat das gute Recht dazu. Die Anleihen an das 3. Reich machen diese Vision sehr unrealistisch, denn mit Sicherheit nirgendwo auf der Welt könnte ein Regime jemals wieder derart plakativ seine Macht zeigen. Leider kommt die Comicvorlage hier all zu deutlich hervor. Das sind jedoch nur Kleinigkeiten. Im Grunde ist das Problem an V wie Vendetta, dass er sich nicht entscheiden kann was er sein will und deshalb nicht ganz ausgegart scheint. Schauspieler, Musik und Effekte sind hingegen über jede Kritik erhaben. Es hängt eben nur davon ab, wo man als Zuschauer seine Schwerpunkte setzt. Denn hier muss man wählen, irgendwie.
:liquid7:

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Beitrag von Frances TM » 14.04.2008, 19:54

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Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Film mit frischen Ansätzen. Dabei werden althergebrachte "Regeln" eigentlich nur ein kleinwenig verschoben (die "Änderungen" seien in Klammern geschrieben): Der skrupellose Boss, der versucht sein Schwarzes Schaf (Statham) unter Kontrolle zu bringen (was noch das kleinste der Probleme des Schafes ist...) oder der lustige Schwarze und der fette Weiße, die in solchen Streifen gerne als Handlanger autauchen (hier jedoch die Fäden in in den Händen halten). Ich habe bei "V wie Vendetta" noch die Schauspieler, Musik und Effekte gelobt... jene verblassen jedoch allesamt im Gegensatz zu dem, was hier geboten wird. Bis in die kleinsten Nebenrollen sehr gut besetzt, dass man alle naselang eine neue Lieblingsfigur hat. Und um Figuren gehts in diesem Film letztlich auch; der Plot alleine hätte jedenfalls nur für einen durchschnittlichen Actioner gereicht. Herzstück sind die vielen ausufernden Mono- und Dialoge, nach denen man als Zuschauer öfters mal Schlucken muss, da sich wohl jeder sehr oft wiedererkennen wird... Zeitweise wird vielleicht zu dick aufgetragen, doch im Gesamtbild stört das kaum. Auch über manch konstruierte Stellen wie dem archetypischen Vergleich der beiden Gangsterbosse oder die Aufklärung des Geheimnis um Stathams Zellengenossen kann man hinweg sehen. Denn was im Ganzen geboten wird, ist subtiles Kopfkino in Reinkultur. Ritchie's best.
:liquid9:

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Beitrag von Hannibal » 15.04.2008, 17:54

Buh wegen V, :yeah: für Revolver, auch wenn man beim Lesen des KOmmentars nicht unbedingt auf die Wertung käme ;-)

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Beitrag von Vince » 15.04.2008, 23:04

Hannibal hat geschrieben:Buh wegen V, :yeah: für Revolver,
Von mir umgekehrt: :yeah: für V, n bissl übertriebene Wertung für Revolver, der sich ja was trauen mag, aber für ne fast-Höchstnote ist der einfach zu fragil und an "Bube..." und "Snatch" kommt auch weiterhin so schnell nix ran.

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Beitrag von Hannibal » 15.04.2008, 23:16

Vince hat geschrieben:
Hannibal hat geschrieben:Buh wegen V, :yeah: für Revolver,
Von mir umgekehrt: :yeah: für V, n bissl übertriebene Wertung für Revolver, der sich ja was trauen mag, aber für ne fast-Höchstnote ist der einfach zu fragil und an "Bube..." und "Snatch" kommt auch weiterhin so schnell nix ran.
Yo, die Revolver-Wertung ist mir auch leicht zu hoch gegriffen....weil "Snatch" & "Bube" schlicht noch besser & runder sind...aber halt auch keine 10er (was ja dann die logische Steigerung wäre)......aber Frances sagt ja "Ritchie's best".....tja, er kennt halt "Swept away" noch nich ;-)

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Beitrag von freeman » 16.04.2008, 08:59

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Swept Away auch noch net kenne ... :(

Ja, basht mich ruhig dafür ... ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von Frances TM » 18.04.2008, 17:31

"Runder" heißt aber nicht immer besser. "Revolver" hat mich einfach emotional mehr berührt (muahaha :twisted: ) als "Snatch". Letzterer war mehr so ein Film, um des Filmes Willen (wie auch Pulp Fiction). Was ja auch Spaß machen kann. Aber die wirklichen Perlen brechen imo aus diesem Käfig aus und sind deshalb besser.
Hannibal hat Recht, dass ich "Swept Away" nicht kenne, und "Bube..." noch nicht, aber wenigstens einen kann man ja als seinen Besten ausschließen und der andere müsste schon vom Kaliber eines "Big Lebowski" o.ä. sein. ;)

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Beitrag von Vince » 18.04.2008, 17:38

Frances TM hat geschrieben:"Runder" heißt aber nicht immer besser. "Revolver" hat mich einfach emotional mehr berührt (muahaha :twisted: ) als "Snatch". Letzterer war mehr so ein Film, um des Filmes Willen (wie auch Pulp Fiction). Was ja auch Spaß machen kann. Aber die wirklichen Perlen brechen imo aus diesem Käfig aus und sind deshalb besser.
Ich bin der Letzte, der das nicht unterschreiben würde, frag die anderen... die finden es wahrscheinlich schon nervig, wie sehr ich diese These verinnerlicht habe und wie oft ich schon den reinen Unterhaltungswert außer Acht gelassen habe, weil mir andere Dinge wichtiger waren.

Nur gerade bei "Revolver" greift das nicht wirklich, da muss ich im Umkehrschluss sagen: dass ein Film aus seiner Struktur bricht, ist kein hinreichendes Indiz dafür, dass er damit auch besser ist. Ich weiß dem Experiment ja auch einiges abzugewinnen, aber mehr als ein Experiment ist es nun mal nicht wirklich und als Ritchie seine eigenen Grundmauern eingerissen hat, hat er auch Schaden hinterlassen.

Hannibal hat Recht, dass ich "Swept Away" nicht kenne, und "Bube..." noch nicht, aber wenigstens einen kann man ja als seinen Besten ausschließen und der andere müsste schon vom Kaliber eines "Big Lebowski" o.ä. sein. ;)
Das Kaliber erreicht er nicht ganz, aber in Sachen Kultpotenzial hält er sich durchaus wacker gegen die insgesamt natürlich wesentlich versierter vorgehenden Coens.

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Beitrag von Frances TM » 18.04.2008, 18:13

Vince hat geschrieben:
Nur gerade bei "Revolver" greift das nicht wirklich, da muss ich im Umkehrschluss sagen: dass ein Film aus seiner Struktur bricht, ist kein hinreichendes Indiz dafür, dass er damit auch besser ist. Ich weiß dem Experiment ja auch einiges abzugewinnen, aber mehr als ein Experiment ist es nun mal nicht wirklich und als Ritchie seine eigenen Grundmauern eingerissen hat, hat er auch Schaden hinterlassen.
Vielleicht liegts daran, dass ich den Film nicht durch die Fanbrille gesehen habe und meine Erwartungen in eine andere Richtung gingen. Tja, die guten alten Erwartungen... :lol:
An denen hat sich auch "Death Proof" bei mir totgefahren. Wofür ich den Tarantino immer geliebt habe, waren seine abstrus herrlich passenden Plottwists und mit kleineren Abstrichen dann die Dialoge. Da konnte DP ja nur verlieren.

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Beitrag von Vince » 18.04.2008, 19:07

Frances TM hat geschrieben: Vielleicht liegts daran, dass ich den Film nicht durch die Fanbrille gesehen habe und meine Erwartungen in eine andere Richtung gingen. Tja, die guten alten Erwartungen... :lol:
Ach, nö, also ich verfüge über keine Fanbrille von dem Mann und überhaupt war ich ja schon durch StS' Review vorgewarnt... also an den Erwartungen lag's bei mir überhaupt nicht, nur an der Umsetzung. ;)
An denen hat sich auch "Death Proof" bei mir totgefahren. Wofür ich den Tarantino immer geliebt habe, waren seine abstrus herrlich passenden Plottwists und mit kleineren Abstrichen dann die Dialoge. Da konnte DP ja nur verlieren.
Also bei mir hat er gewonnen...

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Beitrag von Frances TM » 20.04.2008, 18:02

Geschmäcker eben! ;)


Mein Nachbar Totoro
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Der unaufdringlichste und bei weitem schönste Film der Ghiblianer, den ich bisher sehen konnte. In vielerlei Hinsicht ist dieser Zeichentrickfilm realistischer als die allermeisten Realfilme.
gute :liquid9:

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Beitrag von Frances TM » 18.05.2008, 14:41

Tideland
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Zum Glück wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Es ist nämlich KEIN "das-was-man-sich-von-Pans-Labyrinth-vorgestellt-hat"-Film geworden. Trotzdem kann man beide vergleichen. In etwa so wie Ken von "Street Fighter" mit Ken von "Barbie". Und dabei fällt auf, dass Terry Gilliams Werk bei weitem mehr ans Herz geht als del Toros. Für die ganzen Fehler, die "Tideland" haben soll, hatte ich jedenfalls beim ersten Durchgang überhaupt kein Auge. Dafür war das Gesamtpaket einfach zu vereinnehmend.
:liquid9:

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