TCM - The Beginning
... und da stellt sich mir die Frage wer zur Hölle so einen Dreck braucht. Zumal seine Überflüssigkeit in Unoriginalität noch übertroffen wird. "Es ist halt eine geile Schlachtfiesta"? Ihr seid so krank ;)
Sympathy for Mr Vengeance
Der Film funktioniert abseits jeglicher Konventionen: kein Hauptdarsteller, kein Gut und Böse. Nur zwei Kreaturen, die nicht anders können... In gewisser Weise sind die Figuren Archetypen, einfach zu verstehen. Und doch besitzen sie Tiefe. Es mag an dem hohen künstlerischen Anspruch liegen, welcher bisweilen Unverständnis (der "Zombie") und Distanz (Kameraeinstellungen als Gemälde) hervorruft, dass die Charaktere mit ihrer "filmischen Umwelt" verschmelzen und so neue Aspekte dazugewinnen.
Im Übrigen hat Teil Eins der Rachetrilogie viel weniger mit "Oldboy" gemein als mit "Hana-Bi". Das zeigt wie vielseitig Park Chan-Wook als Regisseur eigentlich ist. ("Lady Vengeance" - coming soon to my DVD-Player^^)
Sicko
Der Zweck heiligt die Mittel nicht, ist klar. Doch was ist wenn ein Film dazu beitragen kann wirklich politischen Gegenwind auffahren zu lassen? Schon in "Bowling for Columbine" ist Michael Moore beim Versuch gescheitert den Amerikanern ihr Lieblingsspielzeug wegzunehmen. Ganz zu schweigen von "Fahrenheit 9/11". Natürlich stehen dem Junior im Weißen Haus ganz andere Mittel zur Verfügung als einem einfachen Filmemacher.
Auch diesmal scheint sein Ziel utopisch zu sein. Doch Moore präsentiert seine Beweisführung hier zwingender denn je. Keine große Kunst, musste er dafür in ein paar Länder fliegen und simple Interviews mit Ärzten und ihren Patienten führen. Die Kluft zwischen den "westlichen" Gesundheitssystemen und der USA wird hier überdeutlich. Selbst Kuba schafft es bei schlechterem Medizinstandard jeden Staatsbürger zu versichern. Zugegeben (bzw. im Film nicht zugegeben) nur mit Hilfe anderer Staatsregierungen. Aber das kommunistischen Land hat einen Weg gefunden etwas so menschenrechtlich Grundlegendes für alle verfügbar zu machen. Und die mächtigste Nation der Welt sollte das nicht schaffen? Stattdessen will man anderen Ländern die Demokratie bringen. Gleichzeitig ist in den USA von Herrschaft des Volkes viel weniger zu spüren als von der Macht des Geldes. Durch Privatisierung des Gesundheitssystemes fließt eben Geld, ohne Umwege über den Staat, direkt in die Taschen der Geschäftemacher, und der Politiker. In der Schlüsselszene des Filmes führen 1971 Nase Nixon und sein Berater John Ehrlichman ein Gepräch über die Einführung eines Privatisierungsgesetzes, welches zwei Jahre später tatsächlich verabschiedet wurde. Seither werden Politiker von den Konzernen systematisch gekauft. Die langen Hebel werden also alle sorgsam bewacht und ja nicht betätigt. Dass die Machtpolitiker und Firmenvorstände ethische Grundsätze berücksichtigen oder einfach nur Solidarität zeigen ist jedenfalls nicht abzusehen. Bleibt für die einfachen Bürger nur noch das ultimative Mittel der Demokratie, der Streik. Bloß wogegen soll man streiken? Zumal ein Streik, der sich nicht gegen ein bestimmtes Unternehmen bzw. eher gegen die Gesellschaftsordnung richtet schon revolutionären Charakter hat. Ob sich der Moore nicht doch wieder zuviel vorgenommen hat? Der Zweck heiligt die Mittel? Wir werden sehen.

,5
Reservoir Dogs
Vielleicht sogar QTs bester. Er funktioniert natürlich dank der stylishen Anzüge, Namen und Gespräche an der Oberfläche, punktet aber entscheidend in der subtilen Interaktion der Charaktere, die den Film fast schon zum Kammerspiel machen. Desweiteren finde ich die Moral besser präsentiert als in "Pulp Fiction".
Borat
Viel amerikaunkritischer als erwartet. Die beste Szene (ein amerikanischer Nachrichtensender verdreht die Fakten als man von Borats Auftritt bei einem Rodeo, denen die "kasachische" Nationalhymne auf Melodie von "Star Spangeled Banner" nicht gefallen haben) wurde nicht für den Film verwendet. Stattdessen liegt der Fokus auf Hinterwäldler Borat und seinen kruden Bekanntschaften während der gestellten Reise durch die Staaten. Dafür ein ganzes Land in den Dreck zu ziehen finde ich auch objektiv gesehen ungerechtfertigt.
