Battlestar Galactica - Season 3

Was bin ich froh, dass man mich zu dieser Serie überredet hat, die ich aus eigenem Antrieb nie angepackt hätte. Die ausgeklügelte Story setzt sich kontinuierlich fort und spielt weitere Joker aus, die man sich in den vorherigen Staffeln schon mal zurechtgelegt hat. Dadurch wirkt alles wie von Anfang an durchdacht und große Aha-Momente wie das echt gemeine Cliffhangerende der Staffel wirken weder aufgesetzt noch zurechtgeschustert. Großartiges Charakterdrama im SciFi-Mantel, mit dramatischen Wendungen und dem Hauch von inszenatorischen Realismus, der die Serie von anderen SciFi-Opern abhebt.
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Verrückt nach Steve

Der mit der Himbeere... man kann die AUszeichnung schon nachvollziehen, wenn man Bullocks gnadenloses Overacting begutachtet, Fakt ist aber, dass der Film mehr ist als viele Konkurrenzprodukte. Dazu gehört, dass er bereitwillig etwas Platz bereithält, um Medienkritik auszuüben, wo mancher Heigl-Käse einfach noch eine Blödelszene mehr reingehauen hätte. Dazu gehört auch, dass man eine Figur wie Mary so oft noch nicht gesehen hat. Über bei den Eltern wohnende Erwachsene macht sich Hollywood sonst nur lustig, wenn sie männlich sind, "Verrückt nach Steve" stellt das immerhin mal spiegelverkehrt dar. Überhaupt kann man den Film angesichts des Namens der Hauptfigur und des Ähnlichkeiten aufweisenden Titels als Konstrapunkt zu "Verrückt nach Mary" auffassen: diesmal also eine Mary, die dem Mann hinterherläuft.
Äußerst schade, dass am Ende doch mal wieder auf den "feiern wir mal den Freak"-Kitsch zurückgegriffen wird und der Wert der Individualität so penetrant gepriesen wird - das hätte der Film, so übertrieben bescheuert er manchmal ja auch sein mag, echt nicht nötig gehabt.
Stichtag

Naja, netter Trittbrettläufer von "Hangover" halt, umgesetzt vom gleichen Regisseur sogar, der den Starappeal Downey Jrs. und die 15 Minuten Ruhm des bärtigen Griechen (wie hieß der noch gleich?) so richtig ausnutzt. Das taugt gerade noch für die kleine Portion Unterhaltung nebenbei, hängen bleibt aber nicht viel und es deucht, dass der Dauerwellenhumor schon jetzt ein wenig abgestanden müffelt.

Ein klassisches, reifes Alterswerk mit dem Auge für das Dezente, für das Subtile und das Geschmackvolle. Die Landschaften und Häuser, die Polanski einfängt, sind ebenso begehrenswert wie unerreichbar. So auch das Milieu, das er, in kalte Farben getaucht, portraitiert: da möchte man gerne selbst in das gefährliche Geschäft einsteigen, so beängstigend es auch sein mag.
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