Silvester mal mit den Raketenwürmern verbracht... Zumindest mit den Teilen 2-6.
Zur Einordnung:
Im Land der Raketenwürmer
Kreuzsympathischer Kult.
Tremors 2: Die Rückkehr der Raketenwürmer
Von dem Dreamteam aus Teil 1 ist nur Fred Ward geblieben, der sich aber mit sichtlichem Spaß durch "seinen" zweiten Teil frotzelt. Die Story ist ultrasimpel, wird durch die Einführung der Shrieker aber intelligent um eine neue Subspecies erweitert. Die steilen Effekte von Phil Tippett knallen, zumindest die handgemachten. Die computergenerierten sind nicht soooo schön anzuschauen, funktionieren aber ordentlich. Hauptproblem: Der belanglose, aber auf witzig machende Sidekick von Fred Ward nervt in einem Fort...
Tremors 3: Die neue Brut
Aus den Originalfilmen blieb nun nur noch Waffennarr Michael Gross übrig, der sich erstaunlich leicht damit tut, die Verantwortung für den Film auf den Schultern zu tragen. Mit den Arschknallern wird eine neue Subspecies eingeführt und eine "Lebenskreis"-Mythologie etabliert, die erstaunlich rund rüberkommt. Ansonsten wird nur die Story aus Teil 1 und 2 wiederholt, was eigentlich nur aufgrund zig bekannter Abläufe ein wenig nervt, ansonsten aber gut unterhält. Ein deutlicher Rückschritt: Die teils miesen CGI-Effekte und der seltene Rückgriff auf Animatronics.
Tremors 4: Wie alles begann
Ich HASSE Prequels, so auch hier. Wobei die Rückbesinnung direkt in die Westernzeit durchaus interessant gerät, letztlich aber erneut nur die Teile 1 - 3 wiederkäut - und damit teilweise erstaunlich krass langweilt. Nur Michael Gross' sympathische Performance und der abseitige Auftritt von Billy Drago lassen kurz aufhorchen. Zumindest die Effekte sitzen etwas besser als im Vorgänger.
Tremors 5: Blutlinie
Nach Teil 4 ruhte die Franchise eine ganze Weile. In der machten CGIs selbst in B-Filmen enorme Fortschritte. Und so liefert der 5. Teil von Don Michael Paul teils erstaunlich agile Raketenwürmer, die sich sogar elegant (UND IN ZEITLUPE) durch die Lüfte schrauben, während neben ihnen Wachtürme einstürzen. Das afrikanische Setting liefert unverbrauchte Bilder im Vergleich zu den Vorgängern und Jamie Kennedy ist als Sidekick von Michael Gross erstaunlich gut. Zudem versucht Paul die Würmer mehr in Richtung Creature Feature zu drücken. Dementsprechend gibt es in seinem Raketenwurm-Debüt mehrere auf Panik getrimmte, tödliche Angriffe. In den Vorgängern starb man ja eher verhalten und tauchte am Ende gerne quicklebendig wieder auf. Macht insgesamt interessante Umdeutungen (vor allem im Design der Würmer und ihrer Ableger) und optisch sehr ansprechende, flotte Unterhaltung.
Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle
Don Michael Pauls Eier muss man haben! Der färbt Wüstenbilder so ein, dass sie aussehen wie Schneelandschaften. Und Bilder aus Südafrika polt er so um, dass sie Kanada in Richtung Polarkreis doubeln. WTF??!! Dazu alle Qualitäten aus dem Vorgänger, aber auch ein paar neuerliche Schwächen. So sind die meisten Figuren diesmal total egal und auch der Witz blieb ein wenig auf der Strecke. Ansonsten aber ebenfalls sehr solide Unterhaltung.
In diesem Sinne:
freeman