Kim Jee-Woon ist für mich einer der interessantesten Regisseure aus Südkorea. Neben eher ruhigeren Filmen wie "A Tale Of Two Sisters" und "A Bitter Sweet Life" hat er auch etwas actionlastigere Filme wie "The Good, The Bad, The Wired" und "The Last Stand" gedreht. Auch für "I Saw The Devil" wird er von den Kritikern hochgelobt. Der Film ist dann aber eher gewöhnungsbedürftig. Dies ist vorallem so, weil man die meiste Zeit den "Bösewicht" verfolgt und die Gewaltdarstellung wirklich äuserst explizit ausfällt. Dies erzeugt eine permanent bedrückende Atmosphäre, bei der man nicht so recht weiss, auf welche Seite man sich schlagen sollte. Was mir auch nicht so gut gefallen hat, war die extreme forcierte darstellung des emotionalen Ermittlers, zu dem man als Zuschauer leider immer eine gewisse distanz hat. Dies führt auch dazu das einige Szenen nicht ihr komplettes Potenzial aussschöpfen. Trotzdem fühlten sich die 140 min Films keineswegs lang an. Denn durch die angewandten mittel bleit die Handlung immer interessant.
Horsehead
Der Film ist ein mix zwischen "Rosmaries Baby" und "Suspiria". Das bedeutet auch das der Horror eher von den gegebenheit her rührt als von einer horrormässigen Atmosphäre. So bezieht sich der Horroranteil eher darauf, dass sich die Hauptcharaktere die meiste zeit in einem Düsteren "Traum" aufhält und man als Zuschauer bald nicht mehr weiss, was Real ist und was Traum. Das spielt aber auch keine Rolle, da man keine wirkliche Beziehungen zu dem Hauptcharakter aufbauen kann. So verpuffen auch ein guter, aber unpassender Soundtrack im nichts.
The Place Beyond The Pines
Einer der besten Film über die auswirkungen von Handlungen und Entscheidungen. Die Story ist excellent und erstreckt sich über mehrere Jahre, wobei zwei Zeitliche verschobenen Abschnitte verwendet werden. Dadurch ergibt sich ein Charakter- und Handlungsgewebe das bis in die tiefsten abgründe des Menschen gehen. Mann sollte allerdings auch keinen Ryan Gossling oder Bradley Cooper Film erwarten. Den Durch den Zeitlichen Sprung werden auch die Hauptcharakter "gewecheselt". Trotzdem prägen sie auch die zweiten Hälfte des Films. Und das ist eine der grössten Stärken des Films. Den es passiert viel im zeitlichen Sprung und zwischen den Zeilen das in dei Charakteren hineinfühlen läst. Einer der besten Filme der letzten Jahre!





