Filmtagebuch: LivingDead
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Argh, mein Geschmackszwilling gibt dem Film mit dem Losloslos-Transformers-Typen (man könnte auch sagen NeinNeinNein-Transformers-Typ oder Opa-bist-du-schon-über-80-Indy-Typ) ne 4/10. Hatte mich doch so auf nen flotten Tempomaten gefreut. Naja für 6 Euro in der Mülleraktion wird er trotzdem irgendwann mal angetestet, denk ich...
Ich hatte von dem auch noch nie zuvor was gehört, wobei der ja afaik sogar für nen Oscar nominiert war. Fand den Film auch sehr gut und der Plot Twist haut einen wirklich vom Hocker, wobei ich sagen muss, dass der Film ne Menge sehr emotionaler Momente zu bieten hatte.LivingDead hat geschrieben:Seltsam nur, dass ich von dem Film noch nie was gehört habe. Dafür hat der mich echt aus dem Hocker gehauen.
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lol... naja, der Film ist schon ganz okay, und für 6 € bei 'ner Müller-Aktion ist das schon recht passabel investiertes Geld. Aber sicherlich kein Film, den es noch unbedingt gebraucht hätte.Vince hat geschrieben:Argh, mein Geschmackszwilling gibt dem Film mit dem Losloslos-Transformers-Typen (man könnte auch sagen NeinNeinNein-Transformers-Typ oder Opa-bist-du-schon-über-80-Indy-Typ) ne 4/10. Hatte mich doch so auf nen flotten Tempomaten gefreut. Naja für 6 Euro in der Mülleraktion wird er trotzdem irgendwann mal angetestet, denk ich...
Wurde sogar mit einem ausgezeichnet: Für das Beste Drehbuch und hat diverse andere Preise eingeheimst. Siehe Wiki... ;)Ich hatte von dem auch noch nie zuvor was gehört, wobei der ja afaik sogar für nen Oscar nominiert war. Fand den Film auch sehr gut und der Plot Twist haut einen wirklich vom Hocker, wobei ich sagen muss, dass der Film ne Menge sehr emotionaler Momente zu bieten hatte.
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Bobby

Nach all den Lobhudeleien auch mal angesehen. Und ja, ein sehr guter Film ist das geworden. Nur leider versinkt die löbliche Idee hinter dem Ganzen teils im Stargewusel. In meinen Augen wirkte das fast so, als ob sich die Stars hier alle hintereinander abklatschen - wirklich vertieft wird da keiner der Charaktere. Viel mehr funktionieren sie als Ganzes, um die politische Situation refelektierend darzustellen. Echte Emotionalität bleibt da aber weitestgehend auf der Strecke. Lediglich der handwerklichen Versiertheit der Macher ist es zu verdanken, dass der Film dennoch hervorragend funktioniert und bisweilen wunderbare Momente zu bieten hat. Aber das Optimum wurde nicht erreicht...
Gute

Nach all den Lobhudeleien auch mal angesehen. Und ja, ein sehr guter Film ist das geworden. Nur leider versinkt die löbliche Idee hinter dem Ganzen teils im Stargewusel. In meinen Augen wirkte das fast so, als ob sich die Stars hier alle hintereinander abklatschen - wirklich vertieft wird da keiner der Charaktere. Viel mehr funktionieren sie als Ganzes, um die politische Situation refelektierend darzustellen. Echte Emotionalität bleibt da aber weitestgehend auf der Strecke. Lediglich der handwerklichen Versiertheit der Macher ist es zu verdanken, dass der Film dennoch hervorragend funktioniert und bisweilen wunderbare Momente zu bieten hat. Aber das Optimum wurde nicht erreicht...
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The Abandoned

Vor allem ist der Film eine gewaltige Optikbombe, der man das geringe Budget eigentlich zu keiner Zeit wirklich anmerkt. Doch leider entblößt sich hinter dem Deckmantel der schön-schaurigen Settings ein eher brüchiges Storygerüst, das mit metaphysischen Wendungen gruseln möchte, sich dabei aber im letzten Drittel überhebt. Insgesamt ein zwar atmosphärischer, inhaltlich aber zu unausgegorener Horrorfilm, der Potenzial verschenkt.


Vor allem ist der Film eine gewaltige Optikbombe, der man das geringe Budget eigentlich zu keiner Zeit wirklich anmerkt. Doch leider entblößt sich hinter dem Deckmantel der schön-schaurigen Settings ein eher brüchiges Storygerüst, das mit metaphysischen Wendungen gruseln möchte, sich dabei aber im letzten Drittel überhebt. Insgesamt ein zwar atmosphärischer, inhaltlich aber zu unausgegorener Horrorfilm, der Potenzial verschenkt.
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Eden Lake

Logischerweise bietet der Film im Endeffekt nichts gänzlich Neues. Vieles verläuft nach altbewährten Mustern und auch die Charaktere sind nicht besonders gut herausgearbeitet und deren Aktionen bewegen sich meist im unteren IQ-Bereich... Und dennoch ist der Film im ganzen Terror- und Slasher-Gewusel ein kleiner Höhepunkt. Die Geschichte und ihr Potenzial rund um die Jugendlichen, die Jagd auf ein erwachsenes Pärchen machen, inklusive der sozialkritischen Komponente, wird fast vollständig ausgeschöpft. Doch kommt man hier nie mit erobenem Zeigefinger, sondern man setzt konsequent auf das erschreckende Szenario mit einigen wirklich deftigen Szenen. Sehr löblich, dass dabei weitestgehend auf ausufernde Gewalteruptionen verzichtet wird, sondern das Geschehen durch klug ausgewählte Kameraperspektiven im Kopf des Zuschauers stattfindet. Auch der melancholisch-schöne Score von David Julyan versprüht teils ein tolles "The Descent"-Flair.
Knappe

Logischerweise bietet der Film im Endeffekt nichts gänzlich Neues. Vieles verläuft nach altbewährten Mustern und auch die Charaktere sind nicht besonders gut herausgearbeitet und deren Aktionen bewegen sich meist im unteren IQ-Bereich... Und dennoch ist der Film im ganzen Terror- und Slasher-Gewusel ein kleiner Höhepunkt. Die Geschichte und ihr Potenzial rund um die Jugendlichen, die Jagd auf ein erwachsenes Pärchen machen, inklusive der sozialkritischen Komponente, wird fast vollständig ausgeschöpft. Doch kommt man hier nie mit erobenem Zeigefinger, sondern man setzt konsequent auf das erschreckende Szenario mit einigen wirklich deftigen Szenen. Sehr löblich, dass dabei weitestgehend auf ausufernde Gewalteruptionen verzichtet wird, sondern das Geschehen durch klug ausgewählte Kameraperspektiven im Kopf des Zuschauers stattfindet. Auch der melancholisch-schöne Score von David Julyan versprüht teils ein tolles "The Descent"-Flair.
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Into the Wild

Gerade auch endlich gesehen. Hatte mich schon lange auf den Film gefreut, da ich ebenfalls zu den Typen gehöre, die oftmals eine Art Fernweh verspüren und nach einem Ausweg aus dem Alltag suchen und dann auch gerne einmal allein gelassen werden möchten. Der Plot von "Into the Wild" beschreibt genau jenes Lebensgefühl, weshalb ich mich durchaus mit der Hauptfigur identifizieren konnte. Sehr gut sogar. Dass Penn gerade hier mit einigen Stereotypen und Klischees (die Eltern eben...) arbeitet, konnte ich dabei gut verkraften, zumal diese Szenen nur einen Bruchteil des Filmes ausmachen. Insgesamt überwiegen die fantastischen Bilder, die neben dem Selbstzweck auch als Darstellung der Intention Christopher McCandless dienen und durchaus imstande sind, dieses Gefühl auch auf den Zuschauer zu übertragen. Bei mir funktionierte es jedenfalls hervorragend. Die tolle Musik von Michael Brook und Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder unterstützen die kraftvollen Bilder noch zusätzlich.


Gerade auch endlich gesehen. Hatte mich schon lange auf den Film gefreut, da ich ebenfalls zu den Typen gehöre, die oftmals eine Art Fernweh verspüren und nach einem Ausweg aus dem Alltag suchen und dann auch gerne einmal allein gelassen werden möchten. Der Plot von "Into the Wild" beschreibt genau jenes Lebensgefühl, weshalb ich mich durchaus mit der Hauptfigur identifizieren konnte. Sehr gut sogar. Dass Penn gerade hier mit einigen Stereotypen und Klischees (die Eltern eben...) arbeitet, konnte ich dabei gut verkraften, zumal diese Szenen nur einen Bruchteil des Filmes ausmachen. Insgesamt überwiegen die fantastischen Bilder, die neben dem Selbstzweck auch als Darstellung der Intention Christopher McCandless dienen und durchaus imstande sind, dieses Gefühl auch auf den Zuschauer zu übertragen. Bei mir funktionierte es jedenfalls hervorragend. Die tolle Musik von Michael Brook und Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder unterstützen die kraftvollen Bilder noch zusätzlich.
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Achso... na, dann hoff ich doch, dass zumindest der dir gefallen wird. ;)
Aber "Into the Wild" ist wieder so ein Ding, wo der Film ausschließlich von emotionsbezogenen Momenten lebt. Wenn es da nicht "Klick" macht, dann wird dat nüscht. Und bei mir hat's da wirklich geklickt, zumal ich ja - wie gesagt - mit der Thematik sehr viel anfangen kann. Rein objektiv und nüchtern bewertet, mag der Film hingegen durchaus schwächer ausfallen. Sehe ich ein.
Aber "Into the Wild" ist wieder so ein Ding, wo der Film ausschließlich von emotionsbezogenen Momenten lebt. Wenn es da nicht "Klick" macht, dann wird dat nüscht. Und bei mir hat's da wirklich geklickt, zumal ich ja - wie gesagt - mit der Thematik sehr viel anfangen kann. Rein objektiv und nüchtern bewertet, mag der Film hingegen durchaus schwächer ausfallen. Sehe ich ein.
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@LD: Hm also identifizieren konnte ich mich auch mit der Thematik, ich kann mit unserem gesellschaftlichen System auch nicht viel anzufangen und empfinde es eher als einengend. Trotzdem ging mir der angeschlagene Ton im Film einfach nur auf den Sack, und der Hauptdarsteller, so sehr er sich bemühte, war auch irgendwie scheiße. ;)

Vielleicht sollte mal jemand auf die Idee kommen, einen Film zu machen, wo degenerierte Städter Hinterwäldler jagen. Wäre imo ein 1a gesellschaftlicher Kommentar.daemonicus hat geschrieben:Eden Lake ist ganz o.k. aber hat mich nicht ganz überzeugt. Degenerierte Hinterwäldler jagen Städter. Nix neues.
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Das Streben nach Glück

Gut gespieltes Drama, das, obgleich seiner wahren Begebenheit, kaum auf die Realität übertragbar ist; und das trotz der gut gemeinten Botschaft, die der Film lancieren (;)) will. Dem gegenüber steht, dass allzu pathetische Szenen außen vor gelassen und Raum für die Figuren geschaffen werden.
Ein, in seinen besten Momenten, rührender Film, der aber leider kaum über Märchen-Status hinaus kommt, als solches aber doch ziemlich gut funktioniert.


Gut gespieltes Drama, das, obgleich seiner wahren Begebenheit, kaum auf die Realität übertragbar ist; und das trotz der gut gemeinten Botschaft, die der Film lancieren (;)) will. Dem gegenüber steht, dass allzu pathetische Szenen außen vor gelassen und Raum für die Figuren geschaffen werden.
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Griffin & Phoenix

lol... also der war dann doch ziemlich rosa (wie auch die DVD-Hülle). Zwar bietet die Story des Filmes eigentlich genug Potenzial, um eine Lovestory mit hochdramatischem Einschlag aufzubauen, doch leider verläuft das Ganze nach Schema F und hangelt sich so langsam hoch zu einem an Kitsch kaum zu überbietenden Ende. Und das Drehbuch ist nichts weiter als ein Sammelsurium altbekannter Lovestory-Zitate.
Der Freundin kullert's, weil's so traurig is... ihm kullert's, weil's so blöde is... Nunja, da zumindest Amanda Peet sehr charmant rüber kommt:


lol... also der war dann doch ziemlich rosa (wie auch die DVD-Hülle). Zwar bietet die Story des Filmes eigentlich genug Potenzial, um eine Lovestory mit hochdramatischem Einschlag aufzubauen, doch leider verläuft das Ganze nach Schema F und hangelt sich so langsam hoch zu einem an Kitsch kaum zu überbietenden Ende. Und das Drehbuch ist nichts weiter als ein Sammelsurium altbekannter Lovestory-Zitate.
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Zeiten des Aufruhrs

Sehr guter Film, der in Sachen Gesellschaftskritik amerikanischer Befindlichkeiten deutlich in die Kerbe von "American Beauty" schlägt. Dabei trifft er - hier weitaus weniger plakativ - meist den Kern der Sache. Sam Mendes ist und bleibt Meister im Erzählen von Geschichten. Dazu ein wieder genialer Score von Thomas Newman. Macht insgesamt:
Gute

Sehr guter Film, der in Sachen Gesellschaftskritik amerikanischer Befindlichkeiten deutlich in die Kerbe von "American Beauty" schlägt. Dabei trifft er - hier weitaus weniger plakativ - meist den Kern der Sache. Sam Mendes ist und bleibt Meister im Erzählen von Geschichten. Dazu ein wieder genialer Score von Thomas Newman. Macht insgesamt:
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Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen

Schön, wenn man 'ne kleine Schwester hat. Dann braucht man für die doofen Filme kein Geld ausgeben... ;)
Aber im Ernst: Aufgrund vorangegangener Kritiken und unzähligen (vornehmlich weiblichen) Teenies (auch im Bekanntenkreis...), die auf schon fast auf fanatische Weise über den Film prahlten, hatte sich meine Erwartungshaltung schon auf einem eher niedrigen Niveau eingependelt, aber nach Ansicht des Filmes muss ich mich revidieren: Er ist noch schlechter. ;)
Mag die Grundidee noch ganz verlockend klingen - immerhin werden hier die grundsätzlichsten und klassischsten Erzählstrukturen angewandt, seit es Geschichten überhaupt gibt - so ist das Ergebnis ein großer Haufen Schund, der im Nebel seiner mormonischen Autorin eine Reihe unzeitgemäßer und konservativer Dogmen lanciert, die im Grunde keine (Zitat aus dem Film) "starke und selbstständige Frau" mehr braucht. Trotzdem nimmt die Frau hier die devote Stellung neben dem Vampir ein, der das Bedürfnis hat, sie zu beschützen, dabei aber seinen Trieb unterdrücken muss, damit nicht auch sie einen von ihnen wird. So weit, so kitschig...
Wenn wenigstens der Rest stimmen würde: Aber weder Regie, Effekte, noch der Spannungsbogen sind über dem Durchschnitt anzusiedeln. Im Gegenteil. Die Effekte sind meist eher lächerlich und auch die Regie kann kaum Akzente setzen und wirkt ermüdend. Spannung stellt sich auch kaum ein, selbst als plötzlich irgendein böser Vampir auftaucht, der töten will, plätschert das Geschehen einfach vor sich hin.
Positiv zu nennen wäre höchstens Carter Burwells Score, der zumindest teilweise ein bisschen Atmsphäre ins Geschehen bringt. Ansonsten ist der Film eine peinliche Mischung aus "Smalville" und "Buffy"; und beides mag ich nicht...
... weil's auch noch schlechter geht.

Schön, wenn man 'ne kleine Schwester hat. Dann braucht man für die doofen Filme kein Geld ausgeben... ;)
Aber im Ernst: Aufgrund vorangegangener Kritiken und unzähligen (vornehmlich weiblichen) Teenies (auch im Bekanntenkreis...), die auf schon fast auf fanatische Weise über den Film prahlten, hatte sich meine Erwartungshaltung schon auf einem eher niedrigen Niveau eingependelt, aber nach Ansicht des Filmes muss ich mich revidieren: Er ist noch schlechter. ;)
Mag die Grundidee noch ganz verlockend klingen - immerhin werden hier die grundsätzlichsten und klassischsten Erzählstrukturen angewandt, seit es Geschichten überhaupt gibt - so ist das Ergebnis ein großer Haufen Schund, der im Nebel seiner mormonischen Autorin eine Reihe unzeitgemäßer und konservativer Dogmen lanciert, die im Grunde keine (Zitat aus dem Film) "starke und selbstständige Frau" mehr braucht. Trotzdem nimmt die Frau hier die devote Stellung neben dem Vampir ein, der das Bedürfnis hat, sie zu beschützen, dabei aber seinen Trieb unterdrücken muss, damit nicht auch sie einen von ihnen wird. So weit, so kitschig...
Wenn wenigstens der Rest stimmen würde: Aber weder Regie, Effekte, noch der Spannungsbogen sind über dem Durchschnitt anzusiedeln. Im Gegenteil. Die Effekte sind meist eher lächerlich und auch die Regie kann kaum Akzente setzen und wirkt ermüdend. Spannung stellt sich auch kaum ein, selbst als plötzlich irgendein böser Vampir auftaucht, der töten will, plätschert das Geschehen einfach vor sich hin.
Positiv zu nennen wäre höchstens Carter Burwells Score, der zumindest teilweise ein bisschen Atmsphäre ins Geschehen bringt. Ansonsten ist der Film eine peinliche Mischung aus "Smalville" und "Buffy"; und beides mag ich nicht...
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Es gibt von diesem Film eine Version mit Peter "Columbo" Falk von 1976 (also ist dein gesehener Film ja eigentlich nur ein Remake), den fand ich ganz toll. Gibts leider nicht auf DVD, läuft aber ab und zu im TV. Kann ich dir aber empfehlen, ein weiterer Film in dem Falk sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellt.LivingDead hat geschrieben:Griffin & Phoenix
lol... also der war dann doch ziemlich rosa (wie auch die DVD-Hülle). Zwar bietet die Story des Filmes eigentlich genug Potenzial, um eine Lovestory mit hochdramatischem Einschlag aufzubauen, doch leider verläuft das Ganze nach Schema F und hangelt sich so langsam hoch zu einem an Kitsch kaum zu überbietenden Ende. Und das Drehbuch ist nichts weiter als ein Sammelsurium altbekannter Lovestory-Zitate.
Der Freundin kullert's, weil's so traurig is... ihm kullert's, weil's so blöde is... Nunja, da zumindest Amanda Peet sehr charmant rüber kommt:
http://www.imdb.com/title/tt0074592/
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