Filmtagebuch: StS

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Beitrag von StS » 02.08.2016, 17:47

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Lange habe ich Kevin Williamson´s Hit-Serie „the Following“ vor mir hergeschoben – ihr nun aber schließlich doch noch eine Chance eingeräumt: Im Rahmen dessen hat sich Season 1 für mich als eine erfreulich unterhaltsame Angelegenheit entpuppt, die zwar nicht zu verleugnende Schwächen aufweist (vor allem im Bereich der Glaubwürdigkeit hinsichtlich der Strukturen und „operativen Möglichkeiten“ des Kults) – zugleich legt sie allerdings auch ein schön hohes Tempo vor und vermag u.a. mit kompetenten Darstellern (Kevin Bacon, James Purefoy, Natalie Zea, Shawn Ashmore etc.), einem achtbaren Spannungsgrad, diversen Gewaltspitzen und verschiedenen ansprechenden Twists aufzuwarten (bspw. gefiel mir, dass das Überleben nahezu keiner der Figuren als „sicher“ betrachtet werden konnte). Zugegeben, die vielen Klischees trüben das Bild schon ein wenig – im Sinne von „kurzweilig-oberflächlicher Entertainment-Kost“ ist die erste Staffel aber durchaus zu gebrauchen…

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Beitrag von StS » 04.08.2016, 17:52

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"Tomorrow, when the War began" (Season 1)
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Beitrag von StS » 04.08.2016, 17:53

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In Anbetracht all der ihm (im Vorfeld meiner Sichtung) zugesprochenen „Lorbeeren“ hat sich Alejandro G. Iñárritu´s „the Revenant“ (2015) letzten Endes leider als eine „kleine Enttäuschung“ entpuppt – allerdings auf hohem Niveau. Nach dem grandiosen Einstieg mündet das Geschehen in eine recht simpel gestrickte Survival- und Rache-Geschichte: Reich an Atmosphäre, beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, tollen Bildern sowie mit hervorragenden Einzel-Sequenzen aufwartend – unter ihnen der viel gelobte Bären-Angriff – auf Dauer jedoch zunehmend unglaubwürdig bzw. schlichtweg zu unrealistisch daherkommend (einfach too much im Sinne der „Einwirkungen“, welche der Hauptprotagonist zu überstehen vermag). Unterhaltsam und handwerklich stark ist das Ganze, keine Frage – und das gar inklusive seiner „Rambo“- und „the Empire strikes back“-„Gedächtnismomente“ – alles in allem aber weder sonderlich tiefgründig noch wahrhaft „bewegend“. Die darstellerischen Leistungen von DiCaprio und Hardy sind indes als „gut“ zu werten – „unterm Strich“ allerdings nicht wirklich preisverdächtig (sprich: klarer Fall eines „Mitleids-Oscars“ für Leo). Emmanuel Lubezki´s Kamera-Arbeit hat eben jene Auszeichnung dagegen vollkommen zu Recht erhalten/verdient. Kurzum: Beileibe kein schlechter Film – im Kontext betrachtet jedoch einer der schwächeren Iñárritus…

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Beitrag von Elkjaer-Larsen » 04.08.2016, 19:45

Ich weiß auch nicht recht. War beim Sehen komplett begeistert, hab aber gar keine Lust, den nochmal zu sehen. Die Inszenierung überholt das Drehbuch links und rechts. Der Angriff der Ree war eine Augenweide. Aber ansonsten siehe oben. Habs Leo aber gegönnt.

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Beitrag von StS » 09.08.2016, 18:30

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"the Neon Demon"
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Beitrag von StS » 09.08.2016, 18:31

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2016 wurde das Journalisten-Drama „Spotlight“ mit dem „Oscar“ für den besten Film des Jahres ausgezeichnet – eine erfreuliche, nachvollziehbare Wahl seitens der „Acadamy“, denn das Werk weist alle Eigenschaften eines würdigen Preisträgers jener bedeutsamen Kategorie auf: Basierend auf einer brisanten wahren Begebenheit, die auch heute noch Aktualität und Relevanz besitzt, komplex und intelligent verfasst, mit einem großartigen Darsteller-Ensemble aufwartend, dem u.a. Michael Keaton, Mark Ruffalo, Rachel McAdams, Liev Schreiber und Stanley Tucci angehören, sowie ebenso packend wie zurückhaltend-subtil von Tom McCarthy („Station Agent“) in Szene gesetzt, braucht diese durchweg hochklassige Veröffentlichung den Vergleich mit Alan J. Pakula´s 1976er „Genre-Primus“ „All the President´s Men“ in keinerlei Weise zu scheuen…

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Beitrag von StS » 18.08.2016, 17:46

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"the Girl in the Photographs"
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Beitrag von StS » 18.08.2016, 17:47

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Bei Regie- und Drehbuch-Debütant John Alan Simon´s „Radio Free Albemuth“ handelt es sich um eine Low-Budget Philip K. Dick Adaption, die eigentlich bereits 2007 abgedreht wurde – dann aber bis 2010 in der „Post-Production-Hölle“ feststeckte, bis sie schließlich (infolge einiger „Work-in-progress“-Festival-Screenings) 2014 veröffentlicht wurde, und zwar mit Hilfe einer „Kickstarter“-Kampagne, welche ich im Laufe des vorangegangenen Jahres unterstützt hatte. Der Film weist einen unverkennbaren „Indie-Vibe“ auf, verfügt nur über wenige (kostengünstige, teils „eigenwillig“ geartete) CGI-F/X, spielt in einer „alternativen Realitätsversion“ der Vereinigen Staaten und konzentriert sich vorrangig auf eine zentrale Verschwörungsgeschichte, die u.a. mit zahlreichen „Meta-Elementen“ angereichert daherkommt (siehe z.B. die Tatsache, dass P.K. Dick höchstpersönlich ein zentraler Protagonist innerhalb der Handlung ist)…

Es werden diverse interessante Ansätze und Ideen aufgeworfen, eingebracht, erläutert und diskutiert – was in einer Menge Dialoge, aber wenig Suspense resultiert. Für mich hat der Verlauf mit zunehmender Laufzeit immer stärker an Reiz verloren – bis hin zu dem Punkt, an dem ich mich aktiv zu langweilen begonnen habe. Mit einem höheren Budget und einem inspirierteren Regisseur wäre durchaus ein besseres Ergebnis möglich gewesen: Man hätte bspw. bestimmte Dinge zeigen können, anstatt sie nur zu thematisieren, hätte den generellen Look „ansprechender“ gestalten sowie sicherlich noch das eine oder andere „mehr“ aus der Besetzung herausholen können, welche eigentlich recht ordentlich aufgestellt daherkommt: Etwa sind Leute wie Shea Whigham, Katheryn Winnick, Scott Wilson, Julie Warner, Alanis Morissette und Ashley Greene mit von der Partie – aus deren Reihen aber so manch einer „eher blass“ verbleibt (allen voran Hauptdarsteller Jonathan Scarfe)...

Kurzum: Im Grunde nur besonders interessierten Philip K. Dick Fans zu empfehlen…

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Beitrag von StS » 30.08.2016, 18:00

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"Fragile Storm"
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Beitrag von StS » 30.08.2016, 18:01

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Ursprünglich hatte Regisseur und Skriptautor Christopher Hatton „Battle of the Damned“ (2013) als eine Fortsetzung seines 2011er Titels „Robotropolis“ gedacht. Daraus wurde irgendwie nichts – aber dennoch baute er kurzerhand einige der Roboter aus erstgenantem Film in diesen hier ein, in welchem sich Dolph Lundgren nun durch eine wüst zusammengestückelte Story ballert, bei der man sich ausgiebig u.a. bei „28 Weeks later“, „Land of the Dead“ und „Escape from New York“ bedient hat…

Eröffnet wird mit einer knappen Viertelstunde voller weitestgehend uninspiriert arrangierter Action – bevor das Geschehen erst einmal ein wenig zur Ruhe kommt und dem Zuschauer eine lahm charakterisierte Truppe Überlebender in einer von Zombies bzw. Infizierten bevölkerten urbanen (ummauerten) „Sperrzone“ präsentiert. In dieser Phase wird einem zunehmend bewusster, wie dünn (und unaufregend) die erzählte Geschichte eigentlich ist…

Die Darsteller erfüllen allesamt ihre Zwecke – wobei aber gerade bei Lundgren unverkennbare Mängel im Bereich der körperlichen Fitness ins Auge fallen: In seinem Alter setzt ihm das Laufen bei höheren Temperaturen sichtlich zu. Apropos: Gedreht in Malaysia und Singapur, profitiert das Werk recht prima von den dort gewählten Locations, die teilweise überraschend ansprechend anzuschauen sind…

Die später auftauchenden Kampfroboter, die übrigens von Japan aus hergelaufen sind und prompt Dolph´s Befehlen gehorchen – (!) besser nicht nur darüber nicht nachdenken (!) – erhöhen den „Trash-Faktor“ immerhin ein wenig und wurden tatsächlich relativ solide getrickst. Zudem habe ich mich (trotz genereller Spannungslosigkeit) nie gelangweilt. Summa summarum ist das Ergebnis ist nicht ganz so mies wie viele ähnliche Low-Budget-DtV-Veröffentlichungen…

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Beitrag von StS » 05.09.2016, 18:06

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"the Last Heist"
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Beitrag von StS » 05.09.2016, 18:07

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Highlights (oder selbst auch nur vernünftig zufrieden stellende Veröffentlichungen) aus der „DtV-Sparte“ des Action/Thriller-Genres sind bekanntlich rar gesät. William Kaufman´s „Sinners & Saints“ war da 2010 eine rühmliche Ausnahme. Sechs Jahre später lieferten er und Hauptdarsteller Johnny Strong dann ihr zweites gemeinsames, dieses Mal mit einer markanten Horror-Komponente versehenes Werk ab: „Daylight´s End“. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen – welche der Streifen letztlich zumindest in einem soliden Maße zu erfüllten vermochte…

Beginnen wir aber erst einmal mit dem Negativen: Das Drehbuch Chad Laws ist oberflächlich, unoriginell, vorhersehbar und wirft einfach diverse bekannte Versatzstücke aus Zombie-, Vampir- und Endzeit-Flicks „in einen Topf“ (samt einer markanten, unverkennbaren Dosis „Assault on Precinct 13“). Die Dialoge sind meist recht platt, die Charakterzeichnungen nicht gerade besser – und wie im B-Movie-Sektor inzwischen leider gängig, wird der Zuschauer auch hier nicht von Blut und Explosionen „aus dem Rechner“ verschont (welche aber immerhin von akzeptabler Qualität sind). Enttäuschend kommt zudem der „Ober-Baddie“ sowie die Beschaffenheit des obligatorischen „Final-Kampfs“ daher…

Positive Faktoren wären dagegen folgende: Obgleich die Action auf Dauer doch eher repetitiv anmutet, ist ihre Umsetzung (Handhabung der Waffen, taktisches Verhalten etc.) anständig geraten. Reichlich vorhanden und „druckvoll“ präsentiert, gibt´s da nicht viel zu meckern. Aus dem vergleichsweise schmalen Budget wurde ordentlich 'was rausgeholt, die Optik ist ansprechend, das Tempo zügig und die (heruntergekommenen) Dreh-Locations überzeugen ebenso wie die erzeugte Atmosphäre (speziell zu Beginn – unabhängig dessen, dass in jener Phase nicht nur John Carpenter´s „Vampires“ unverkennbar grüßen lässt)…

Alles in allem ist „Daylight´s End“ ein durchaus unterhaltsamer Streifen, der einträglich von Kaufman´s „Handwerkskunst“ und seinem coolen (wenn auch Klischee-haften) Hauptprotagonisten profitiert, welchen Johnny Strong (der Name kann doch nicht echt sein, oder?) gewohnt „kernig“ verkörpert. Apropos Darsteller: „Preisverdächtige“ Leistung gibt es keine zu verzeichnen – „Totalausfälle“ zum Glück aber genauso wenig. Darüber hinaus ist Lance Henriksen mal wieder etwas „aktiver“ bei der Sache als zuletzt meist und hätte ich persönlich nichts dagegen, Newcomerin Chelsea Edmundson künftig ab und an mal wieder zu Gesicht zu bekommen…

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Beitrag von StS » 10.09.2016, 11:29

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"How to plan an Orgy in a small Town"
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Beitrag von StS » 10.09.2016, 11:30

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Andrew Renzi´s Spielfilmdebüt „the Benefactor“ (2015) – welches in unseren Breitengraden unter dem Titel „der Glücksbringer – Liebe gibt es nicht umsonst“ erschienen ist – erzählt eine vergleichsweise simple Geschichte auf unüberhastete Weise und punktet vor allem als „Charakterstück“ – was maßgeblich der hochklassigen Performance von Hauptdarsteller Richard Gere zu verdanken ist. Neben ihm sind u.a. noch die gewohnt überzeugende Dakota Fanning (als schwangere junge Dame – hach, wie die Zeit vergeht) und der ebenfalls anständig agierende Theo James zu sehen – doch ist es Richard, der sie allesamt mit seinem überaus charismatischen Spiel „überstrahlt“. Wirklich schade, dass die Story nicht komplexer geraten ist – denn ohne die Stars hätte der Film auch als ein „gehobenes TV-Movie“ durchgehen können. So bleibt „unterm Strich“ ein solides, emotional-elegisches Drama ohne besonderen „Mainstream-Appeal“ – was auch seine „unscheinbare“ Veröffentlichung hierzulande erklären dürfte…

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Beitrag von StS » 12.09.2016, 18:57


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Beitrag von StS » 12.09.2016, 18:58

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An sich ist „Hard Target 2“ ein belangloser DtV-Action-Flick – konkret mit seinem 1993er „Vorgänger“ in Verbindung gebracht sogar ein zeitweise echt ärgerlicher. Gar richtig peinlich ist die Einbindung weißer Tauben geraten: Der Hauptprotagonist „lebt mit einigen zusammen“, die in seinem Schlafzimmer frei herumflattern – und pünktlich zum Showdown fliegen auch welche in Zeitlupe direkt vor ihm durchs Bild. Uff. Apropos Finale: Jenes ist enttäuschend lahm geraten – samt CGI-Beigaben und dem Ober-Baddie, der plötzliche eine Waffe zückt, die er im ganzen Film noch nicht genutzt hat: So ein Ding, wie Lance im ersten Teil hatte. Warum? Nicht, weil es irgendeinen Sinn ergibt – sondern weil man sonst noch stärker denken könnte, man schaue sich eventuell gerade „the Condemned 3“ an. Oder „Surviving the Game 2“ – zumal es hier auch ein Vater/Sohn-Jägergespann gibt…

Auf Sozialkritik wird dieses Mal komplett verzichtet, die „ich bin für den Tod meines Freundes verantwortlich und kämpfe, um seiner Familie ein Strandhaus zu kaufen“-Plotbasis ist banal – während der „MMA“-zentrierte Einstieg immerhin für ein paar nette Fights zu gebrauchen ist. Scott Adkins sorgt im Verlauf für einige ansehnliche Kicks – hat aber nicht gerade viel Ausstrahlung – Robert Knepper zieht seine übliche „Schurken-Nummer“ ab und Rhona Mitra sollte lieber weniger Zeit bei Schönheits-Ärzten verbringen (zumindest wenn es um ihr Gesicht geht). Generell ist anzuführen, dass die Hetzer einen recht mauen (Klischee-) Haufen bilden – inklusive Temuera Morrison, der einfach lange nicht so cool ist wie Arnold Vosloo. Und die sich anbahnende Love-Story zwischen Adkins und einer Einheimischen hätte man sich ebenfalls getrost sparen können: Gerade die Szenen strecken den Ganze regelmäßig…

Das Beste an dem Film sind zweifelsohne die Schauplätze: Da haben die Location-Scouts und Drohnen-Kameraleute tolle Arbeit geleistet. Dass alles nun hell und farbenfroh statt düster, gritty und atmosphärisch ist, verbuche ich persönlich als ein „zweischneidiges Schwert“. Roel Reiné´s Regie ist gewohnt solide und „glatt“, der generelle Look „wertiger“ als das Budget erwarten lassen würde – so wie fast immer bei dem Holländer halt. Leider ist die Action meist vergleichsweise unspektakulär – die Menschenjagd vorhersehbar und nie packend oder spannend. Schwache Dialoge, keine vernünftig ausgearbeitete Charaktere und dümmliche Momente gehören indes ja schon zur Gewohnheit – leider. Im Gegensatz zu John Woo´s Werk gibt es überdies keine in Erinnerung verbleibende Szenen, keine „Emotionen“ – und mit rund 100 Minuten ist der Streifen außerdem knapp 15 zu lang geraten…

Fazit: „Hard Target 2“ ist ein austauschbar-generisches, eher unaufregendes DtV-Sequel mit einem netten Look und einigen soliden Momenten. Einigen mag das genügen – sofern man keine echten Ansprüche stellt. Zum 1x-Ansehen reicht´s. Zumindest macht der Film Lust auf zwei Sachen: Eine Reise nach Asien sowie darauf, sich das Original mal wieder anzusehen…

Ich bin mal gnädig: :liquid4:

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Beitrag von StS » 10.10.2016, 17:38

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"Lights Out" (2013)
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Beitrag von StS » 10.10.2016, 17:39

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Mit der britisch-südafrikanischen Co-Produktion „Outpost 37“ hat der hauptberufliche „Visual Effects Supervisor“ Jabbar Raisani 2014 sein Spielfilm-Regiedebüt abgeliefert: Ein Low-Budget-Sci-Fi-Actioner im „Found Footage“ Stil. Letzterer Ansatz wurde recht gut umgesetzt – allerdings ohne dass der eine oder andere damit verknüpfte Logik-Platzer (speziell am Ende) verhindert werden konnte. Redselig wird der Alltag einer Gruppe Soldaten im Titel-gebenden Camp dokumentiert – wobei zahlreiche Interviews und Text-Tafeln regelmäßig dazu genutzt werden, die generell relativ dünne Story immer wieder zumindest etwas anzureichern. Vernünftige Charakterzeichnungen sucht man ebenso vergebens wie echte Sympathieträger, Spannung oder eine wahrhaft bedrohliche Atmosphäre. Die kostengünstigen CGIs schwanken in ihrer Qualität – zum Finale hin gibt´s immerhin ein paar überzeugende – und die außerirdischen Invasoren sehen unfreiwillig amüsant nach „Gummi“ aus. In Sachen Action werden dem Publikum indes B-Movie-typische (solide umgesetzte) „Ballereien in der Steppe“ geboten – worüber hinaus durchaus einzelne interessante Ideen in diesem hin zu einer (Möchtegern-)Kreuzung aus „Restrepo“ und „Starship Troopers“ tendierenden Streifen zu verzeichnen sind. Leider aber mangelte es dem Ganzen sowohl an einer besser ausgearbeiteten Skript-Vorlage als auch an umfangreicheren finanziellen Möglichkeiten…

sehr knappe :liquid4:

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Beitrag von StS » 10.10.2016, 17:39


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Beitrag von StS » 10.10.2016, 17:40

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Produziert von Timur Bekmambetov („Wanted“) sowie hauptsächlich via „Skype“-Sessions zwischen den damals in separaten Zimmern eines Hauses in Santa Clarita einquartierten Hauptdarstellern gedreht, wartet Regisseur Levan Gabriadze´s hierzulande unter dem Titel „Unknown User“ veröffentlichter, sich vollständig „in Echtzeit“ auf einer Desktop-Oberfläche abspielender Low-Budget-Mystery-Horror-Thriller „Unfriended“ (2014) mit einer extrem zeitgemäßen Variante klassischer Genre-Stoffe á la „Prom Night“ oder „I know what you did last Summer“ auf, welche sowohl reichlich Kino-Zuschauern als auch der Mehrheit der Kritiker zuzusagen wusste…

Zugegeben, das Konzept ist nicht ganz neu – siehe z.B. den 2012er Kurzfilm „Noah“ oder Nacho Vigalondo´s „Open Windows“ – aber es funktioniert prima, mutet immernoch „frisch“ an und bindet die modernen Medien bestens ein (so wie sie heutzutage von Personen wie den Gebotenen auch tatsächlich genutzt werden). Die Charaktere werden glaubhaft eingeführt, ihre Interaktionen wirken authentisch – unabhängig dessen, dass sie nicht gerade „reichhaltig“ gezeichnet wurden und es durchweg keine Sympathieträger gibt. Die Intention, nicht vorrangig auf „billige Jump-Scares“ zu setzen, ist positiv zu registrieren – worüber hinaus auch einige wichtige Themen (allen voran „Cyber-Bullying“ sowie potentielle Folgen von Dingen, die man im Internet postet) adressiert werden…

Kurzum: „Unfriended“ ist zwar kein hochgradig spannender – wohl aber ein reizvoller, handwerklich überzeugender Genre-Vertreter mit einigen durchaus „effektiven“ Momenten…

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Beitrag von StS » 10.10.2016, 17:41

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"the Neighbor"
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Beitrag von StS » 10.10.2016, 17:42

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Macbeth“: GB-Frankreich-USA 2015. Königsputsch, Mystik, Schmerz, Irrsinn, Matsch und Blut in Schottland. Mit seinem zweiten Spielfilm (nach dem 2011er Crime-Drama „Snowtown“) hat der australische Regisseur Justin Kurzel die weit über 50. Adaption des klassischen William Shakespeare Stoffes realisiert – und das in einer inhaltlich reduzierten, primär auf seine Hauptprotagonisten konzentrierten Form. Das Land (mit all seinem Regen, Nebel und aufgeweichten Boden) wird als ein „lebensunfreundlicher“, allerdings von der Naturkulisse her imposanter Ort dargeboten, die Farbpalette ist angepasst düster und die Schlachten schonungslos brutal. Cinematographer Adam Arkapaw hat grandiose Bilder komponiert und eingefangen, das Sounddesign ist klasse und der Score nicht weniger überzeugend. Ergänzt um die wunderbare alte Sprache sowie anstandslos agierende Darsteller (à la Michael Fassbender, Marion Cotillard, Paddy Considine, Sean Harris und David Thewlis) ergibt das Ganze „unterm Strich“ ein kraftvolles, sehenswertes Werk – und das auch für all jene, welche mit der Geschichte an sich bereits vertraut sind…

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Beitrag von StS » 15.10.2016, 18:02

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"Dying of the Light"
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Beitrag von StS » 15.10.2016, 18:02

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Unabhängig dessen, dass es dem Streifen wahrlich nicht an altbekannten Klischees, Genre-Versatzstücken und vorausahnbaren „Jump Scares“ mangelt, ist dem deutschen Regisseur Simon Verhoeven mit „Unfriend“ (aka „Friend Request“) ein überraschend unterhaltsamer übernatürlicher Horror-Thriller gelungen, der im schönen Kapstadt gedreht wurde sowie u.a. mit solide agierenden Jungdarstellern, stimmungsvollen Bildern und so einigen „creepy-effektiven“ Momenten aufwartet: Ein inhaltlich zum Teil etwas „holpriges“ und nicht sonderlich originelles Werk, das nichtsdestotrotz kurzweilig sowie den Beweis erbringend daherkommt, dass auch heimische Filmemacher „unter den richtigen Umständen“ international konkurrenzfähige Kost abliefern können…

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Beitrag von StS » 20.10.2016, 17:27

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"Carnage Park"
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