
„Malcolm & Marie“ (2021) ist ein unter „Corona-Bedingungen“ gedrehtes Kammerspiel von Sam Levinson (TV´s „Euphoria“/„Assassination Nation“) aus dem Hause „Netflix“: Ein 105-minütiges, sich in einer edel-modernen Villa entfaltendes, in schönem (35mm-)Schwarzweiß gehaltenes Dialog-Drama mit nur zwei Protagonisten – ihres Zeichens ein aufstrebender Regisseur und seine jüngere Freundin, die seinem neusten Film als Inspiration diente, welche er bei der Dankesrede allerdings zu erwähnen vergaß. Es kommt zu einem Streit, im Zuge dessen ihre Beziehung „seziert“ wird – aber auch zu Diskussionen über Kritiken sowie das Filmgeschäft an sich (u.a. über die „Rolle“ afroamerikanischer Künstler in dem Business). Die emotionalen Monologe und Gespräche sind reich an Wut, Trauer, Schmerz, Verachtung, Übermut und Spott… und ja, die unerbittlichen Wortgefechte und Mitteilungen von Gedanken (etwa zu speziellen Presse-Veröffentlichungen und ihre Autoren) sind nicht selten von auffälliger „prätentiös-gekünstelter Eloquenz“ – aber auch genau aus diesem Grund im Rahmen dieses Werks hier relativ reizvoll anzuhören bzw. mitzuverfolgen. Die beiden Darsteller – John David Washington und Zendaya – agieren indes einfach klasse und „tragen“ das Ganze mit Bravour. Die Inszenierung ist kompetent und stilvoll – und ich persönlich wurde durchweg ordentlich unterhalten…





























